GEMULATOR95

Was ist anders geworden?

Wie in der letzten Ausgabe vorgestellt, ist der GEMULATOR95 in der Version 4.11 nun erhältlich. Bei eingesandter COMPO-Registrierkarte erhält jeder Käufer kostenlos die neue Version. Anwender von älteren oder importierten Versionen können für 90,- DM auf die neue Version upgraden. Diese Anwender erhalten dann auch ein komplett neues Handbuch. Vermerken Sie bitte, ob Sie noch mit Windows 3.11 oder mit Windows 95 arbeiten.

In der neuen Version wurd u.a. sogenannte "fseek”-Problem behoben. Es konnte Vorkommen, daß die angewendete Software bei der Positionsabfrage (Anfang, Ende oder Zwischenposition einer Datei) eine ungenaue Antwort erhielt, oder der Inhalt eines Laufwerkes irrtümlich als leer angezeigt wurde. Dann sah man in der Kopfzeile des Laufwerkfensters zweimal einen umgekehrten Schrägstrich (Backlash). Das ist jetzt mit der neuen Version unter Win95 vorbei. Zwar wurden dabei niemals irgendwelche Dateien beschädigt, jedoch wollte man schließlich wissen, wie der Inhalt des Laufwerks aussah. Der doppelte Backlash war dann auch dafür verantwortlich, daß Installationsprogramme den Pfad nicht fanden. In der Anwendung betraf dieses Problem in erster Linie einige Datenbanken. Einige Anwender behalfen sich in der Übergangszeit damit, die Installation auf dem alten ATARI oder mit virtuellen Laufwerken durchzuführen (wurde in vorhergehenden Ausgaben beschrieben). Dies ist jetzt in kaum einem Fall noch notwendig. Neue Software kann direkt installiert werden. Für immer noch vorhandene Problemfälle gibt es die virtuellen Partitionen weiterhin. Da man wahlweise mit virtuellen oder physikalischen Partitionen booten und arbeiten kann, ist dies für unsauber geschriebene Programme durchaus ein gangbarer Weg, zumal diese Partitionen im leeren Zustand nur ca. 80 KB an Platz beanspruchen.

ATARI-ACC defekt?

Ein kleines Problem ergibt sich allerdings mit den virtuellen Partitionen, wenn man untereinander unverträgliche Autoordnerprogramme oder Accessories gleichzeitig installiert hat und der Rechner mit beliebig vielen Bomben abstürzt - ganz wie man es von seinem alten ATARI gewohnt ist. Von der Windows-Seite her kann man die unverträglichen Programme nicht umbenennen, weil sich die Partition als eine große Datei darstellt. Deshalb gibt es jetzt eine ganz einfache Lösung: Starten Sie den GEMULATOR95 neu. Wenn die Einschaltmeldung kommt, drücken Sie RETURN für OK. Dann drücken Sie die Tastenkombination ALT+Fll. Jetzt gelangen Sie ins Einstellungsformular. Hier geben Sie bei “Bootdisk" das Laufwerk “D” an und klicken auf "OK”. Damit wird dann vom D-Laufwerk gebootet, auf dem keine gefährlichen Programme stehen. Jetzt können Sie in aller Ruhe die entsprechenden Programme unschädlich machen und wieder wie gewohnt Ihren GEMULATOR95 starten. Hier ist also nicht nur auf eigene Kompatibilität geachtet worden, sondern man kann auch Fehler abfangen, die von außen auf den GEMULATOR95 einwirken.

Somit ist für einen störungsfreien Betrieb dann wirklich genügend getan worden. Wenn man noch auf alte Programme angewiesen ist, die mit der Bildschirmauflösung nicht zurecht kommen, schaltet man im Auswahlmenü auf den Kompatibilitätsmodus "0”. Dann wird die Software notfalls unter 640x400 Bildpunkten gefahren.

NUM LOCK auf dem ATARI

Bei der alten Software-Version funktionierte der Zahlenblock auf der rechten Seite der Tastatur noch nicht. Bei der neuen Version ist diese Funktion jetzt implementiert, mit Ausnahme der beiden Klammertasten, die es auf der PC-Tastatur nicht gibt. Dies stellt für die beiden selten genutzten Tasten kein ernsthaftes Problem dar. Im Bedarfsfall erreicht man sie über den Hauptteil der Tastatur, oberhalb der 7 bzw. 8.

PC ungeübte Anwender können sich hier vielleicht einmal vergaloppieren, wenn sie versehentlich die NUM-LOCK-Taste gedrückt haben, die auf der ATARI-Tastatur nicht existiert. Diese Taste schaltet im ATARI-Mode die Zehnertastatur um. Statt der aufgedruckten Zahlen hat man hier jetzt die aufgedruckte Zweitfunktion derTasten: Cursor auf, ab, links und rechts. Bild nach oben, Bild nach unten (seitenweises scrollen). Außerdem Sprung zum Anfang und Ende des Dokumentes. Außerdem sind noch die Tasten Einfügen und Entfernen vorhanden.

Schnellerer Bildschirmaufbau

Wer jetzt noch das im Update-Pack enthaltene QuickGEM.PRG im Autoordner gegen das alte ausgetauscht hat, wird auch geschwindigkeitsmäßig verwöhnt werden. Obwohl das neue QuickGEM nur noch ein Drittel der Größe hat, ist es wesentlich schneller. Allerdings geht dies ein wenig zu Lasten der Kompatibilität. Wenn also bei einem Programm Probleme auftauchen sollten, wird mit dem alten QuickGEM gebootet. Man kann es sich auch komfortabel einrichten, indem man auf Laufwerk "D” ein anderes QuickGEM als auf"C” im Autoordner anlegt. Dann kann man durch Auswahl des Boot-Laufwerkes auch gleich das gewünschte Beschleunigerprogramm wählen.

Parallelbetrieb

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten des Parallelbetriebs. Die neue Software-Version des GEMULATOR95 richtet sich weitestgehend nach Programmen, die GEM konform programmiert wurden. Die Version 4.06 beinhaltete einige Anpassungen, mit denen bestimmte Programme besser harmonierten. Wenn jetzt eine Software mit der neuen Version nicht zusammenarbeitet, hat man noch die Möglichkeit, die alte und neue Version quasi parallel zueinander zu betreiben. Dies ist deshalb möglich, weil sich beide Versionen mit unterschiedlichen Namen als .INI Datei ins Windows-System eintragen. Erfreulicherweise hat man mit beiden Versionen den Zugriff auf die gleichen Datenbestände. Ebenso kann auch der wahlfreie Zugriff auf die virtuellen Laufwerke erfolgen. Bei genügender RAM-Ausstattung können sogar beide Versionen gleichzeitig betrieben werden. Dazu noch Windows, beliebige Windows-Programme wie Corel Draw, Winword oder Excel.



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