APEX Media - Falcon Multimedial

Als ATARI den Falcon offiziell auf den Markt gebracht hatte, sollte der Käufer eine günstige Multimediamaschine bekommen. Zwar wurden hardwareseitig einige Leckereien eingebaut, aber es fehlte an entsprechenden Entwicklungstools, um Applikationen zu schreiben, die die Fähigkeiten der Maschine auch ausnutzen. APEX Media ist kein Tool zur Entwicklung, sondern ein Animations- und Grafikprogramm, das den Falcon tatsächlich so richtig zum „Schwitzen“ bringt.

Bevor wir aber in die APEX-Media-Welt einsteigen, wollen wir ein paar Grundinformationen zum Programm liefern. APEX Media läuft ausschließlich auf einem Falcon030. Es wurde exklusiv für diesen Rechner entwickelt, um nicht nur den DSP ständig zur Verfügung zu haben, sondern auch die verschiedenen Grafikauflösungen vorhanden zu wissen. APEX Media verzichtet auf den Gebrauch von GEM-Fenstern und nicht-modalen Dialogen. Fast alle Funktionen sind per Shortcut erreichbar, allerdings muß der User diese auswendiglernen. Alternativ kann man auch die Handbuchseiten, in denen alle Shortcuts hintereinander aufgelistet sind, kopieren und auf den Schreibtisch legen. Nach einer gewissen Zeit hat man die gängigsten Tastaturkombinationen intus.

Aus Angst vor Raubkopierern...

... wurde ein recht eigentümlicher Kopierschutz eingebaut. Die Installationsdiskette zeigt 0 Bytes an, wenn man sie aus der Verpackung nimmt und sie sich auf dem Desktop anschaut.

Nach einem Reset wird automatisch eine Registrierungssoftware hochgefahren, die die Originaldiskette erst nutzbar macht. Unterlaufen einem hier Fehler, darf man die Diskette zum Händler schicken und auf ein neues Exemplar warten. Nach erfolgreicher Installation jedoch, steht einem das Programm zur Verfügung und es kann sofort losgehen.

Die nicht gerade als intuitiv zu bezeichnende Oberfläche von APEX erzwingt den Blick ins Handbuch (ein DIN-A5-Ringbuchordner mit kopierten Handbuchseiten). Schwachpunkt sind die Farb-Icons, die im Handbuch nur schlecht zu erkennen sind. Die Informationen zu jeder Funktion sind jedenfalls mehr als ausreichend, so daß kaum Fragen offenbleiben. Es wird sogar nicht mit Tips und Regeln gespart, die einem das Arbeiten erleichtern sollen. Als zusätzliche Hilfe ist sogar ein Online-Hilfe-System integriert.

Klötzchengrafik und filigranes Design

Default-Auflösung ist beim ersten Start die True-Color-Auflösung mit 320 x 200 Pixel. Es erscheinen riesige Icons und eine kleine Arbeitsfläche. Im Rahmen der Falcon-Möglichkeiten kann aber auf Wunsch innerhalb des Programms die Auflösung gewechselt werden. Dies geht bis zu 640 x 400 Pixel, wobei man dann aber auf 256 Farben beschränkt ist. Die Oberfläche zeigt sich dafür von der schönsten Seite. Wer möchte, darf natürlich auch mit Graustufen arbeiten.

APEX Media unterstützt viele Formate und erlaubt das genaue Plazieren einer zu ladenden Datei.

APEX Media ersetzt wohl kein modernes Pixelmalprogramm, bietet aber einige interessante Effekte und Funktionen. So kann unter anderem eine Linie mit Farbverlauf gemalt werden. Sehr schön sind auch die Kurvenmöglichkeiten. Mit diesen Splines lassen sich natürlich aussehende Formen erzeugen, wie z.B. Gesichtszüge. Neben B-Splines, B-Curves und Bezier gibt es als vierte Variante noch den Polyspline. Der Polyspline ist ein kurviger Polygon, welcher an den Enden wieder geschlossen ist. Verwendung findet ein solcher Polygon - es müssen mindestens vier Punkte gesetzt werden - zum Zeichnen von Eiern, Früchten und Gesichtern. Erst werden die Stützpunkte gesetzt und dann mit einer Linie verbunden. Anschließend können die Punkte noch verschoben werden, bis die Fläche Ihren Vorstellungen entspricht. Natürlich kann man in APEX auf einem festen Raster zeichnen, um z.B. Symmetrie o.ä. zu gewährleisten.

Eine Fülle an Werkzeugen

Die Geschichte mit dem Farbverlauf funktioniert auch mit einem Rechteck. Zusätzlich kann noch der Winkel des Farbverlaufs angegeben werden. Bei einem Kreis mit Farbverlauf wird dabei immer von der Mitte ausgegangen. Weitere Malfunktionen sind z.B. die Spray-Dose, und die Füllfunktion. Das Füllen erlaubt die Verwendung eines vorher definierten Blocks, der aus der Zeichnung ausgeschnitten wurde. Die Blockfunktionen sind dabei sehr vielfältig. Blöcke können rotiert und invertiert werden. Eine Farbmaskierung erlaubt das Unterdrücken einer vorher festgelegten Farbe, um bestimmte Bereiche (nämlich genau die der definierten Farbe) nicht mit in den Block aufzunehmen. Ein Block kann ebenso perspektivisch verändert und nachträglich skaliert werden. Ein optimales Anpassen der Farben an die momentan aktuelle Farbpalette ermöglichte die Funktion ‘Remap Colours’. Für die Farbpaletten wurde ein eigener Programmbereich gewählt. In APEX werden diese einzelnen Bereiche als „Workstations“ definiert. Die Standardzeichenwerkzeuge und die Blockfunktionen sind eigene Workstations. Die Farb-Workstation erlaubt das Erstellen und Verändern von Farbpaletten. Dabei hat man die Auswahl aus verschiedenen Farbsystemen. Weitverbreitet ist natürlich das RGB-System, bei dem man über den entsprechenden Schieber (Rot, Grün oder Blau) die neue Farbe mischt. Der RGB-Modus wird besonders bei schwarzem Hintergrund empfohlen. Für den hellen Hintergrund wird CMY empfohlen. Diese Farbmischung ist im DTP-Bereich weit verbreitet und setzt sich aus den Farben Cyan, Magenta und Yellow zusammen. Als drittes Farbsystem wird der HSB-Modus angeboten. Die gewünschte Farbe wird durch den Farbton (Hue), die Farbsättigung (Saturation) und die Helligkeit (Brightness) definiert. Durch einen Farbpicker ist es aber auch möglich die gewünschte Farbe direkt aus dem Bild zu ‘picken’ oder von einem Werkzeug direkt zu übernehmen. Auch in der Farbworkstation können Farbverläufe erstellt werden. Als Filter ist noch ein Graufilter vorhanden, der die Farben im aktuellen Farbbereich in die entsprechenden Grauwerte umrechnet.

Mit den nichtlinearen Zeichenwerkzeugen lassen sich schöne Verläufe erzielen.

Nur für True-Color

Die nichtlinearen Zeichenwerkzeuge beinhalten Funktionen, die nur für den Echtfarbbetrieb gedacht sind. Diese Werkzeuge unterscheiden sich von den normalen Zeichen Werkzeugen, da sie nicht zwischen verschiedenen Farben unterscheiden. Das bedeutet, daß Pixelgruppen mit Rücksicht auf den Unterschied zur gewählten Farbe geändert werden, auch wenn diese Farben nicht genau übereinstimmen. Alles klar? Nein? Ok, dann ein Beispiel: Wir wollen die die Gesichtsfarbe eines Menschen in eine andere Farbe ändern. Ein Unterfangen, das von Hand nahezu unmöglich wäre. Mit den nichtlinearen Zeichenwerkzeugen reduziert sich der Aufwand auf wenige Mausklicks. Selbstverständlich erfordert es trotzdem noch etwas Übung und den Einsatz von weiteren Werkzeugen, aber es geht deutlich schneller und einfacher, als mit den üblichen Werkzeugen.

Kamera läuft

Bis jetzt war der Input durch viel Handarbeit geprägt. Viel einfacher ist natürlich das Importieren vorhandener Bilder. APEX unterstützt Video-Digitizer-Hardware. Neben dem französischen Expose, wird der schon in [1] vorgestellte Screen-Eye-Digitizer unterstützt. Dieses geschieht sogar so schnell, daß bei der Firma Compo schon öfters nachgefragt wurde, ob der Screen-Eye-Treiber nicht einzeln erhältlich sei, was er aber leider nicht ist. Neben einer kontinuierlichen Aufnahme (Cinematic Grab) ist auch fotografisches Digitalisieren von Einzelbildern möglich. PIP (Picture in Picture) erlaubt die Betrachtung des Videosignals in einem kleinem Fenster. Nebenbei kann man in APEX Weiterarbeiten! Das ist Echtzeit!

Morphen und Verzerren

Mit am kreativsten können Sie beim Morphen und Verzerren werden. Hier liegt eigentlich auch die große Neuheit und Stärke des Programms. In [2] hatten wir ja schon einen Morpher für den ATARI vorgestellt und einiges bemängelt. Die Schwachpunkte von APEX sind jedoch so gering, daß sie kaum ins Gewicht fallen. Gemorpht wird grundsätzlich im True-Color-Modus. Nachdem man sich für zwei Bilder und die Anzahl der Frames entschieden hat, macht man sich an die Arbeit. Es müssen Warp-Linien gesetzt werden. Anders als beim Morpher aus [2] werden in APEX Media nur gerade Linien mit jeweils einem Start- und Endpunkt verwendet. Das Bild, welches zahlenmäßig mehr Linien benötigt, wird als Ausgangsbild eingesetzt. Wir haben in unserem Beispiel ein kleines Zeichentrickschweinchen gewählt. Die prägnanten Stellen (Ohren, Augen, Nase und Außenkontur) sind dabei schnell erfaßt. Vor der Verwendung von zu vielen Warplinien wird abgeraten, da die Gefahr des Überschneidens dabei größer wird. Grundsätzlich gilt nämlich, daß sich keine Warplinie mit einer anderen Linie kreuzen darf! Wurden alle Linien gesetzt, wechselt man ins Zielbild, bei uns ein Katzenkopf, und paßt die Linien der dortigen Kontur an. Sind im Zielbild weiße Flächen, macht sich ein kleiner Schwachpunkt von APEX bemerkbar. Die Endpunkte der Warplinien sind immer weiß markiert und die inaktive Linie ebenfalls. Dies kann schon zu etlichen ‘Leerklicks’ mit der Maus führen, bis man den gewünschten Punkt hat. Sind alle Linien an der gewünschten Stelle, empfiehlt es sich, mit dem Frameschieber die Wanderung der Linien einmal zu verfolgen, um schon oben genanntes Überschneiden auszuschließen. Denn obwohl APEX ein sehr schneller Morpher ist, ist es doch ärgerlich, wenn mittendrin ein Fehler auftaucht. Zumal APEX während der Berechnung keine Abbruchfunktion bietet.

Den Verlauf von Warp-Linien kann man vorher genau verfolgen, in dem man den Frame -Slider hin- und herschiebt. Möchte man einen bestimmten Frame berechnen lassen, um die Linien zu kontrollieren, ist dies problemlos möglich.

Neben dem Morphen ist das Verzerren das Highlight dieser Workstation. Eine einfache Form kann mit Hilfe der Warplinien zu einer ganz anderen Form verwandelt werden. Man kann sich die Warplinien sehr gut als magnetische Streifen vorstellen, die mit zunehmender Entfernung von der Linie weg, ihre magnetische Kraft verlieren. Nach einigen Testläufen merkt man schnell die Kraft dieser Linien und kann sie ganz gezielt einsetzen.

Durch reines Verzerren sind Verformungen sehr einfach zu realisieren.

Beschriftung

Letztendlich muß jedes Kunstwerk signiert oder beschriftet werden und dazu benutzt man die letzte Workstation - das Text-Interface. Als Fonts können die CFN-Files von Calamus verwendet werden. Um einen Font zu benutzen, muß er zunächst eingeladen werden. Nach den bescheidenen und nicht genormten Einstellungen der Textoptionen, kann per Mausklick die Stelle im Bild gewählt werden, wo der Text hinkommen soll.

Dateienvielfalt

APEX versteht einige Grafikformate, unter denen sich auch TGA, JPG und GIF befinden. Als Filmformate können das FLC-Format und noch andere, wie z.B. SEQ und ANM benutzt werden. Um außerhalb von APEX die Filme ablaufen zu lassen, benötigt man einen Player. Wir stellen den APEX-FLI-Player in dem Bericht ‘Film ab - Der ATARI als Pantoffelkino’ vor. Dieser Player liegt dem APEX-Paket natürlich bei. Da er aber auch in diversen Mailboxen kursiert, ist er wohl Freeware, und somit frei kopierbar. Des weiteren sind noch ein paar Bilder-Viewer dabei, die einem GIF, JPG und TGA-Bilder anzeigen können. Ein Beispiel-NEWDESK.INF liegt ebenfalls bei, um die Viewer gleich im Desktop eingebunden zu haben. Dann reicht ein Doppelklick auf die Bilddatei und sie wird dargestellt.

Speicher

Da alle Bilder im RAM gehalten werden müssen, ist ein Falcon mit 4 MB ist schnell an seinen RAM-Grenzen angelangt - da ist es nützlich, daß APEX mit virtuellen Speichererweiterungen, wie OUTSIDE oder VRAM zusammenarbeitet. Der Speicher kann mit einem CPX-Modul genau zugeteilt werden. Man kann den Einsatz einer solchen Speichererweiterung also nur wärmstens empfehlen.

Fazit

Der längere Einsatz von APEX macht sich hinsichtlich der Bedienung schnell positiv bemerkbar. Die Anzahl der Funktionen und Möglichkeiten ist mehr als zufriedenstellend. Die Unterstützung der Digitizer und die Nichtlinearen-Zeichenwerkzeuge werden mit Sicherheit für lange Nächte vor dem Falcon sorgen. Der Morphing-und Verzerrbereich ist aber das eigentliche Highlight. Die Geschwindigkeit bei den Berechnungen von Filterfunktionen und Morphingfilmen kan man nur als sehr gut bezeichnen. Die Ausnutzung des DSP-Chips merkt man dabei erheblich. Alles in allem ist APEX Media eine wirklich gelungene Software. Als Wunsch fürs nächste Update würden wir gerne noch die Soundeinbindung und -Verarbeitung sehen. Dann auch da hat der Falcon vieles zu bieten.

JH

[1] ST-Computer 3/94, Seite 46/47, „Digiauge sei wachsam“, J.Heller

[2] ST-Computer 12/93, Seite 12-15, „Gitophon und Saxarre“, J.Heller

APEX Media

Positiv:

schnelle Berechnungen
viele Funktionen bei den Malwerkzeugen
großes Spektrum an Input-Möglichkeiten

Negativ:

stellenweise mißverständliches Handbuch

Das Wohnzimmer als Kontrollzentrum?

Nach wie vor ist der Bann ungebrochen. Der Begriff „Multimedia“ geistert immer noch umher. Auch in den Chefetagen der großen Firmen wittert man viel Geld. Die Chefs von Telefongesellschaften, Auto- und Computerfirmen, Versandhäusern und Verlagen sind kaum zu beruhigen. Alle wollen bei der Vernetzung der Haushalte das dicke Geld machen.

Vom Fernseher über Videorekorder und -kamera, bis hin zum PC und Telefon soll alles verbunden werden. Vom Einkäufen am Bildschirm, Bildschirmtelefon, interaktives Spielen bis hin zu Spielfilmen - alles auf Knopfdruck. Der Mensch soll zu Hause bleiben und konsumieren! Ein riesiger Milliardenmarkt entsteht und jeder will dabei sein. Da solch ein System aber erst entstehen muß, sind hohe Investitionen die Voraussetzung, wenn dieser Traum nicht wie eine Seifenblase platzen soll. Daimler Benz, Siemens, die Telekom und Mediengigant Bertelsmann planen schon fleißig.

Große Firmen investieren schon jetzt Milliardenbeträge. Seit Jahren sind sogar die Energie-und Technologiekonzerne RWE und Thyssen dabei, sich auf den kommenden Markt vorzubereiten. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, daß diese Firmen neben Stromleitungen schon jetzt viele Kilometer Glasfaserkabel ins deutsche Erdreich gelegt haben, um beim Startschuß gleich ganz vorne zu liegen. Um die hohen Investitionskosten nicht zu gefährden, reden alle miteinander. Es geht dabei vornehmlich um Beteiligungen. Die Stücke vom Kuchen werden bereits jetzt verteilt.

Video on demand
Der unaufhaltsame Fortschritt der Übertragungstechnik hat diese Marktchancen erst eröffnet. Die digitale Technik erlaubt es, durch Komprimierung und Zerlegung in Einzelbilder, auf einem Fernsehkanal gleich zehn Programme anzubieten. Heutige Kabelnetze mit 28 Kanälen bieten somit Platz für 280 Programme. Der 20ste RTL-Sender oder SAT.15 sorgen dann für ein noch nie dagewesenes Programmangebot. Aber das alte Problem, daß der Wunschfilm doch nicht zur rechten Zeit gesendet wird, bleibt i.d.R. weiterhin bestehen. Abhilfe schaffen dann sogenannte Pay-per-View-Anbieter, die auf dem vielgenannten Daten-Highway Platz haben. Diese digitalen Videotheken senden auf Knopfdruck den gewünschten Film und bezahlt wird nur die tatsächliche Sehzeit. Die Bankgeschäfte werden, ähnlich wie bereits jetzt über Datex-J, auch über den heimischen Fernsehschirm abgewickelt. Lernen, Arbeiten und Kommunizieren findet bequem aus dem nun vielgenutzten Ohrensessel statt.

Vereinsamung total
Wenn es nach den Vorstellungen der Großen geht, wird auch die Pizza per Fernseher bestellt und die Hemden für Pappi per Knopfdruck geordert. Anfang des Jahres traf sich der Daimler-Benz Chef mit der Führung von Bertelsmann und Kirch. Es wurde über ‘gemeinsame Interessen’ gesprochen. Thyssen ließ währenddessen verlauten, mit 4 Milliarden DM weitere Aktivitäten in der Telekommunikation zu finanzieren. Das Angebot soll von Tele-Shopping bis zu Informationsdiensten reichen. Mannesmann schielt dabei auf die Telekom, die bereits jetzt mit knapp 14 Millionen Teilnehmern ein gutes Kundenpotential hat. Dieses Netz soll nach den EG-Vorgaben für den Wettbewerb geöffnet werden. 1996 ist Stichtag für die Telekom. Ab diesem Zeitpunkt steht sie nicht mehr allein auf dem Markt als Telefon-Monopolist.

Alle rüsten auf
Der größte europäische Medienkonzern Bertelsmann, mit Sitz in Gütersloh, hat eine neue Firma mit dem Namen „BMG Ariola Multimedia“ gegründet. Dort sollen alle Multimedia-Aktionen des Giganten zusammenlaufen. Hauptaufgabe soll u.a. die Vermarktung und Verbreitung der Produkte von den US-Partnern sein. Laut Einschätzung der Siemens AG, München, soll der Multimedia-Markt der größte Entwicklungsmarkt der nächsten 10 bis 15 Jahre sein. Die deutsche Telekom hat sich schon jetzt starke Partner gesucht. Telekom, Microsoft und Intel sehen den Umsatz mit Multimedia-Geschäften von jetzt 400 Mio. DM auf 13 Mrd. DM im Jahr 2000 hochschnellen. Und das, obwohl noch niemand weiß, ob König Kunde dieser Entwicklung folgen. Ab Mitte 1995 sollen mehr als 6000 Haushalte in sechs Pilotprojekten von Hamburg bis Stuttgart mit neuer Technik und neuen Programmen ausgerüstet werden. Initiator ist die Telekom, die dieses u.a. mit Bertelsmann als Programmanbieter testen will. Zuerst soll alles kostenlos sein. Nach und nach sollen die Gebühren steigen. Ziel ist es, herauszufinden, was der Kunde für die neuen Dienste und Programme bereit ist zu zahlen!

JH


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