Jaguar: Crescent Galaxy

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Hinter dem endlos langen Titel "Trevor McFur in the Crescent Galaxy" verbirgt sich ein horizontal scrollendes Shoot'em-Up-Spiel mit folgender Story: Die Halbmondgalaxie (Crescent Galaxy) ist von unbekannten Feinden besetzt worden. Die gesamte Raumflotte wurde in einer großen Schlacht ausgeschaltet. Trevor McFur, einer der letzten Heidenpiloten der Raumflotte, ist die einzige Hoffnung für die Halbmondgalaxie.

Die Galaxie besteht aus dem Planeten "Cosmolite" und vier Monden, die ihn umkreisen. Um bis nach "Cosmolite" vorzudringen, müssen zuerst alle vier Monde befreit werden. Es ist die Aufgabe des Spielers, die Steuerung des Raumschiffes zu übernehmen und damit auch über das Schicksal der Halbmondgalaxie zu entscheiden.

In welcher Reihenfolge die Monde befreit werden, kann man selbst bestimmen. Auf dem Hauptauswahlschirm gibt es Informationen über die Monde und die Bösewichter, die einem dort erwarten. Die Belegung der drei Feuertasten des Joypads kann vor Spielbeginn frei definiert werden. Auch die Lautstärke der Soundeffekte ist einstellbar. Auf jedem der Monde erwarten den Spieler andere Landschaften und Feinde. Nach der Auswahl eines Mondes gelangt man in das erste Level. Beim Anflug auf den Himmelskörpers muß das Raumschiff sicher durch intensiven Asteroidenhagel und Feindbeschuß gesteuert werden. Danach gilt es, zum Eintritt in die Atmosphäre, den ersten Endgegner auszuschalten. Das nächste Level zeigt neben der farbenprächtigen Planetenoberfläche auch die gefährlichen Kreaturen, die dort ihr Unwesen treiben. Um den Mond endgültig zu befreien, muß das zweite Endmonster bezwungen werden. Zur Erholung der gestreßten Daumen gibt es ein Bonus-Level. Hier gilt es, durch Aufsammeln von Bonus-Icons die leere Waffenkammer des Schiffes wieder aufzufallen. Neben der Bordkanone, deren Schußkraft sich ebenfalls durch diverse Icons verbessern läßt, stehen noch zahlreiche Sonderwaffen zum Einsatz bereit: Ein überdimensionaler Magnet zieht alle Gegner aus dem Umfeld des Spielers. Der "Tracer" springt von Gegner zu Gegner und macht sie unschädlich. Ein gebündelter Laserstrahl läßt alles, was mit ihm in Berühr-ung kommt, in Flammen aufgehen. Ein radio-magnetischer Blitz zerlegt alle sichtbaren Gegner in ihre Einzelteile, und ein Schutzschild gibt Deckung bei intensivem Beschuß. Beim Flug über die Planeten können alle diese Sonderwaffen durch entsprechende Bonus-Icons nachgerüstet werden. Ausgelöst werden die Sonderwaffen über die Zahlentastatur des Joypads oder über eine der drei Feuertasten. Einige der Sonderwaffen sollten sparsam eingesetzt werden, denn bei den Endgegnem sind sie die halbe "Miete". Pro Spiel stehen vier Schiffe und vier Continue-Spiele zur Verfügung. Natürlich gibt's Extraschiffe beim Erreichen von bestimmten Punkteständen. Dennoch ist der Schwierigkeitsgrad des Spieles relativ hoch. Wer alle Planeten (insgesamt 14 Levels) befreien will, muß ein gutes Reaktionsvermögen und flinke Finger haben.

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Bei der Grafik kommen nicht nur Freunde von Shoot'em-Up-Spielen auf ihre Kosten. Die Asteroiden sind mit realistischen Texturen versehen und rotieren während ihres Fluges. Die anderen Monster und Fantasiewesen bewegen sich flüssig animiert vor knallbunten Hintergrundgrafiken. Bei den Endmonstern, die fast ein Drittel des Bildschirmes einnehmen, sind ebenfalls Texturen, Rotationen und animierte Bewegungen zu sehen.

Nach dem guten Stereosoundtrack des Intros läßt die Qualität der Soundeffekte allerdings stark nach: außer "zisch" und "wumm" gibt es nicht viel zu hören. Dafür aber ebenfalls in Stereo: eine Explosion am linken Bildschirmrand wird auch über den linken Lautsprecher wiedergegeben.

Von der Spielidee her ist "Crescent Galaxy" zwar nichts Neues, dennoch wird eindrucksvoll gezeigt, was sich grafisch auf dem Jaguar realisieren läßt. Bleibt zu hoffen, daß bei nachfolgenden Spielen mehr Entwicklungszeit zur Verfügung steht, um das Schnurren der Raubkatze in ein richtiges Brüllen zu verwandeln.

RF

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Crescent Galaxy
Hersteller: ATARI
Sonstiges: 1 Spieler
Genre: Shoot'em-Up
Gratik: 80%
Sound: 50%
Spaß: 50%
Gesamt: 70%

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