Editorial: Multimediale Zeiten

Kaum ein Wort ist in Bezug auf Neuerungen und Fortschritt im Computerbereich in den letzten Jahren so häufig gebraucht und auch mißbraucht worden wie Multimedia. Das Schlagwort, das für Absatzzahlen sorgen soll. Es verbindet einfach Begriffe wie Fernsehen, Video, Audio, i Telefon, Fax usw. miteinander. Überall steht der Computer hierbei als zentrales Steuerorgan im Mittelpunkt. Und in Zeiten, in denen man als Computerbesitzer bald schon nur noch in Mega- und Gigabytes denkt, zeichnet es sich ab, daß der heimische Rechner langsam im Wohnzimmer Einzug erhält, weil es halt doch schon bequemer ist, das alles vom gemütlichen Sessel aus zu steuern als vom dem optimalen Sitzverhalten angepaßten Bürostuhl im Arbeitszimmer. Und wer würde z.B. beim Vorführen seiner Urlaubs-Photo-CDs für Freunde und Bekannte nicht die gemütliche Atmosphäre eines Wohnzimmers vorziehen?

Nicht ganz unschuldig an diesem Umzug sind u.a. das CD-ROM und diese kleinen silbernen und goldenen Scheibchen, die einen breiten Siegeszug auf allen Rechnersystemen feiern. Immer mehr Anwendungen, Datenbanken, Lexika - sogar solch interaktive Experimente wie die neue CD des englischen Musikers Peter Gabriel, auf der neben der Musik auch Videos, Interviews usw. enthalten sind - sind erhältlich, leider größtenteils für PCs und Macintoshs. Ein Blick in amerikanische Computermagazine zeigt, daß das Angebot riesig ist. Hier sind mal wieder die ATARI-Entwickler gefragt, die z.Zt. dabei sind, das CD-ROM salonfähig - pardon, wohnzimmerfähig - für die ATARI-Rechner zu machen. Um Ihnen zu zeigen, was sie bis jetzt geleistet haben, haben wir in dieser Ausgabe den Schwerpunkt auf das Thema Multimedia gelegt.
Harald Egel


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