Leserbriefe

FBAS/RGB

Zum Leserbrief von J. Nass in ST-COMPUTER 7/8-92 über die Frage eines FBAS-RGB-Konverters kann ich Ihnen mitteilen,daß der ELV-Verlag ein entsprechendes Gerät für 298,-DM anbietet.

A. Kerschner, Leinburg

Wer vertritt ATARI?

Für einen älteren ATARI-Drucker brauche ich einige Informationen. Können Sie mir mitteilen, wer die Firma ATARI in Deutschland vertritt bzw. wie ich mich an die Firma wenden kann?

Dr. Jahnke, W-4470 Meppen

Red.:Die Firma ATARI hat selbstverständlich eine eigene Vertretung in Deutschland. Die Adresse lautet:

ATARI Computer GmbH Frankfurter Straße 89-91 W-6096 Raunheim

Serielle Schreibmaschine am ST

Werte Redaktion, um einer Neuanschaffung aus dem Weg zu gehen habe ich meine Schreibmaschine S3006 (DDR-Produktion) an die serielle Schnittstelle des ST angeschlossen. Leider scheint der Handshake nicht zu funktionieren, da teilweise Zeichen verschluckt werden. Was kann ich tun? Ich besitze einen 1 (MOSTE. Hilft evtl, das neue TOS 2.06?

T. Schneider, 0-5024 Erfurt

Red.:In derTat handelt es sich hierbei um einen Fehler im Betriebssystem. Bis TOS 2.06 ist die Behandlung der RTS/CTS-Handshake-Signale an der seriellen Schnittstelle fehlerhaft. Abhilfe würde hier TOS2.06 bringen. Aber auch ein kleines Patch-Programm (RS232ENC. PRG) kann den Fehler beheben. Dieses Programm ist Bestandteil des Shareware-Terminalprogrammes „Rufus“ und in vielen Mailboxen (z.B. im Maus-Net) zu bekommen.

Programmiersprachen und Turbo-Boards

Erfordern die kürzlich vorgestellten Turbo-Boards nicht angepaßte Programmiersprachen (z.B. GFA-BASIC, Omikron.BASIC usw.), insbesondere für die Boards mit dem M68030?

Red.:In der Regel nicht. Der Befehlssatz des M68030 ist aufwärtskompatibel zu dem des M68000, es sind lediglich einige neue Befehle hinzugekommen. Dennoch kann es bei einigen Compilern zu Schwierigkeiten kommen. Allerdings haben die Compiler-Hersteller spätestens seit Erscheinen des ATARI-TT (in ihm arbeitet auch ein M68030) ihre Produkte weitgehend angepaßt. Auch GFA-BASIC gibt es inzwischen in einer M68030-festen Version (3.6).

Falcon oder nicht Falcon?

Der Falcon ist ein, wenn überhaupt, totgeborenes Kind. Das Schlagwort „fantastische“ Hardware kann man hier wohl eher leise sagen, denn für den Falcon wird man mit Festplatte ca. 3000.-DM ablegen. Dafür bekommt man schon jetzt einen MAC LC, zum Erscheinungstermin des Falcon wird es dann wohl von Apple dafür einen LC-II geben. Dafür hat man beim ATARI eine schwammige Tastatur, einen Sound-Prozessor, der noch nicht einmal vom Betriebssystem unterstützt wird, einen Signalprozessor, der zwar schneller als der Rechner ist, aber dazu verbannt werden wird, in High-End-Spielen für den Ton zu sorgen, eine einbaubare IDE-Festplatte, um dem AT-Bus einen schöneren Grabstein als einen PC zu setzen, und letztendlich vielleicht sogar ein HD-Laufwerk, das, zwar nicht gerade umwerfend, auf der Seite der ST-User sicher zu neuen Formatierprogrammen führt, um vielleicht 1.8 statt 1.44MB zu erreichen. (2.8 kommt erst, wenn die PCs 5.6 haben, und alle anderen 11.2.) Für alle die, die dann noch Wert auf ein gutes Betriebssystem und einen großen Software-Markt mit vielen guten Programmen legen, kann ich nur sagen: Der ATARI bietet einen Bruchteil derprofessionellen Software, wie sie der Apple bietet. Ich bin einer der ersten ATARI-Fans und verteidigte diesen Computer von 1986 schon damals gegen die schlechteren AMIGAs, QLs, XTs, ATs und Apple-II. Nun fällt es mir immer schwerer, meinen Enthusiasmus aufrechtzuerhalten. Ich bin jetzt gerade dabei, auf einen anderen Rechner umzusatteln. Er ist sauteuer, irrsinnig schnell, hat ein modernes Konzept aber relativ wenig Software, ideal für einen Programmierer, so ein flacher, schwarzer Pizza-Karton, aber das haben wir ja alles schon einmal 1985 gehabt.

H. Wörndl-Aichriedler, A-5322 Plainfeld

Red.:Sicher, der Falcon kommt spät, aber er ist da, wie man unschwer auf der ATARI-Messe sehen konnte. Ihre Meinung über die Falcon-Hardware werden Sie sicherlich noch etwas revidieren dürfen. Der DSP ist keineswegs dazu verdammt, nur für den Sound zuständig zu sein. Auch Ihre Einschätzung des Preises stimmt nicht ganz. Alles in allem sind wir der Meinung, daß der Falcon seinen Konkurrenten durchaus das Wasser reichen kann, vor allem, wenn, wie 1985, die Entwickler über die Maschine herfallen werden und in kürzester Zeit fantastische Programme entwickeln.

Einschaltverzögerung?

Beim Durchsehen alter ST-Computer-Ausgaben entdeckte ich unter der Rubrik „Quick-Tips“ ein Programm für den Kaltstart des ST nach 15 Sekunden. Da ich Besitzer einer Megafile30-Harddi.sk bin, wollte ich dieses Listing auch sofort ausprobieren. Ich gebe zu. ich habe mich bisher noch nicht allzuviel mit TOS und dem GFA-BASIC beschäftigt, da mir hierzu schlicht die Zeit fehlt. Daher habe ich folgende Fragen an Sie, über deren Beantwortung ich mich sehr freuen würde:

In welcher Sprache ist dieses Listing verfaßt? Ich schrieb es im ATARI-BASIC-Compiler, kopierte das Listing auf eine leere Disk und gab diese in das Laufwerk A. Nur leider stellte sich nicht der erhoffte Erfolg ein. Was muß ich genau tun, um dieses Listing zum Laufen zu bringen, oder gibt es mittlerweile softwaremäßig eine Alternative?

J. Larösch, W-6300 Gießen-Kleinlinden

Red.:Bei dem Listing handelt es sich um ein GFA-BASIC-Programm. Es ist in dieser Form natürlich nicht direkt lauffähig. Sie müssen es zunächst im GFA-Interpreterein-geben und abspeichern - anschließend mit dem GFA-Compiler compilieren. Das entstandene Programm muß danach in den AUTO-Ordner einer Diskette kopiert werden.

Turbo-CPU

Da ich die Taktfrequenz des ST für einige Anwendungen für etwas zu langsam halte und „Turboboards“ mitunter etwas teuer sind, habe ich mich schon häufig gefragt, ob es möglich ist, die Original-CPU gegen eine schnellere mit 16 MHz auszutauschen. Da ich in Ihrer März-Ausgabe gelesen habe, daß es unter Umständen Timing-Probleme bei der übrigen Systembus-Peripherie geben kann (ich habe einen Mega-ST1 mit Blitter), würde mich interessieren, wie hoch die Taktfrequenz der CPU werden darf, ohne daß es zu derartigen Problemen kommt.

C.M. Niemeier, W-2000 Hamburg

Red.:Die Antwort auf diese Frage finden Sie in Heft 9/92 der ST-Computer. Dort wird im Rahmen eines Selbstbauprojektes die CPU des ATARIs mit bis zu 12MHz getaktet, wobei (fast) alle Custom-Chips ebenfalls mit der höheren Taktrate gespeist werden. Allerdings sind dazu einige Tricks notwendig, damit der Bildschirmaufbau korrekt vonstatten gehen kann.

Menüleiste abschalten?

Seit einiger Zeit erstelle ich privat Programme mit Pull-Down-Menüs zur besseren Führung der Anwender. Dabei habe ich jedoch immer das Problem, daß bei einem Menüpunkt-Aufruf die Menüleiste stehenbleibt. Somit ist die oberste Zeile verloren, bzw. die Menüleiste stört in bestimmten Proceduren. Meine Frage: Ist es möglich, bei der Verzweigung aus einem Menüpunkt in eine Prozedur die obere Menü-Leiste vom Bildschirm zu entfernen, so daß die abzuarbeitende Prozedur den gesamten Bildschirm für sich hat?

H. Broich, W-8000 München

Red.:Man kann die Menüleiste zwar abschalten, jedoch ist dies bei einem GEM-Programm erstens nicht sinnvoll und zweitens sogar verboten. Die GEM-Programmierung unterliegt gewissen Richtlinien, die unbedingt eingehalten werden sollten, um zu zukünftigen Betriebssystemversionen (z.B. MultiTOS) kompatibel zu bleiben. Aus diesen Richtlinien geht auch klar hervor, daß ein GEM-Programm immer eine Menüleiste zur Verfügung stellen muß und diese auch immer zugänglich sein sollte. Abgesehen davon sollten Bildschirmausgaben immer in ein GEM-Fenster erfolgen und keinesfalls direkt auf den Bildschirm. Wenn Sie genaueres über die GEM-Programmierung wissen möchten, haben Sie die Möglichkeit, sich bei ATARI als Enwickler eintragen zu lassen. Gegen eine Gebühr können Sie dann auch die aktuellen Richtlinien beziehen.


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