Relax - aktuelle Spiele

Jimmy White’s Whirlwind Snooker

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Grafik
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Sound
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Motivation

Wer alle Billard-Simulationen für den Atari ST besitzt, hätte sich für das Geld fast einen Spieltisch kaufen können. Jawohl, soviele solcher Programme gibt es mittlerweile - bessere und schlechtere. Das bislang feinste und komplexeste Billardspiel ist auch das neueste: „Jimmy White’s Whirlwind Snooker“. Hersteller des ultimativen Programms ist Virgin Games. Schon rein technisch ist die Software ein kleiner Geniestreich, denn trotz beeindruckender Fülle der Features und Grafiken läuft der Snooker auch ohne zusätzliches RAM.

Ganz klar, daß ein Zwei-Spieler-Modus vorhanden ist - Billard ist ein Gesellschaftssport. Allein läßt sich auch spielen. Da ja Billardregeln nicht jedermann in die Wiege gelegt worden sind, liegt den Disketten ein Heft bei, in dem die Regeln und die Geschichte des edlen Spiels stehen. Mindestens ebenso wichtig ist das 180-seitige Handbuch, welches in mehreren Sprachen Features und Icons erklärt. Selbstverständlich sind alle Funktionen auch auf Deutsch und sehr eingängig beschrieben. Besonders praktische Zugabe: eine Karte mit allen Tastaturbefehlen. In einigen Packungen hat der Hersteller sogar ein Stück Kreide zum Aufrauen des Queue gelegt, was wohl zum Besuch eines Billardsalons animieren soll. Aber was bietet die Simulation? Auch da kann man die Queuekreide benutzen, allerdings die digitale. Und dort auf dem ebenen grünen Filzbelag liegen also die weiße Kugel und der dreieckige Haufen bunter Kugeln. Die Stoßparameter wie zum Beispiel Intensität und Richtung bestimmt der Spieler im Icon-Menü. Mit der Maus klickt er an, ob der Queue hoch oder mit Effet gespielt, ob er von links oder rechts angestoßen werden soll. Geradezu perfekt, wie der Spieler aus allen möglichen Blickwinkeln auf den grünen Filz mit den Bällen sehen kann. Es istfast wie beim wirklichen Spiel, sogar nahe herangehen, also zoomen, ist möglich, damit sich einschätzen läßt, ob der weiße Ball einen bunten auch wirklich trifft und in die richtige Richtung steuert. Wer sich vor dem Kick mit dem Queue schlaumachen will, sieht sich die schematischen Zeichnungen im Handbuch an, die viele Stoßvarianten anschaulich darstellen. Manchmal ist die Kugelanordnung jedoch so vertrackt, daß Hilfe not täte. Dann berät die Software den Spieler und zeigt ihm, wie sich die Situation meistern läßt. Ob die Kugel dann wie geplant ins Loch fällt, hängt nicht nur vom Geschick des Spielers ab. Die Tastatur-Maus-Steuerung verlangt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Solange mag die eine oder andere Kugel ärgerlicherweise danebengehen. Sobald man die technische Seite im Griff hat, macht es noch mehr Spaß. Und wenn es irgendwann langweilig zu werden droht - eigentlich - dann kommt beim Wirbelwind-Billard der Kunststoß-Editor aus der Versenkung und sorgt für neue Herausforderungen. Mit diesem Spezialfeature bringt Spieler 1 den armen Spieler 2 zur Verzweiflung, denn im Editor darf er die Kugeln so auf der Spielfläche plazieren, daß sich beim Kontrahenten die Hirnwindungen verheddern. Keine andere Snookersimulation hat ein vergleichbares Feature in petto. Weder das raumgreifende „3D Pool“ noch der „Billiard Simulator" geben den Queue-Lenkern die Freiheit, ihrem Gegenspieler hinterlistige Kugelkonstellationen zu basteln. Und falls man ein Faible für Scores hat, lassen sich die Spielergebnisse bei „Jimmy White’s Whirlwind Snooker“ auf Diskette abspeichern. Bei diesem Programm stimmt alles, vom Farbton des Pools bis zum perfekt animierten Lauf der Kugel. Der Sound ist sicherlich kein Hochgenuß - aber gehen Sie mal in einen Billardspielsaal und sperren die Lauscher auf, wie es sich dort anhört! Abgesehen davon bietet Virgins Software alles, was man bei der Umsetzung des komplexen und anspruchsvollen Tischsportes verwirklicht haben will. Ausgiebiges Tänzeln um den grünen Pool wird durch die unzähligen Kameraeinstellungen durch Zooms und Perspektiven ersetzt. Und beim Stoß hat man praktisch die gleiche Vielfalt der unterschiedlichen Ansatzvarianten wie in Wirklichkeit. Anstatt sich bäuchlings über den Tischrand zu lehnen, um die klackernden Kugeln in die Eck- und Seitenlöcher zu schubsen, hantieren Computerspieler - nach einer Weile - souverän mit Maus und Tastatur. Wer sich erst an die Steuerung gewöhnt hat, mag sich „Whirlwind Snooker“ nicht mehr abgewöhnen.

CBO

Shadow of the Beast II

4
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Grafik
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Sound
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Motivation

Ein geradezu empörender Grund, mal wieder ordentlich dreinzuschlagen: Im Vorspann zu Psygnosis’ Grafik-Spektakel „Shadow of the Beast II“ raubt ein riesiger Adler das wehrlose kleine Schwesterchen des Helden aus Teil eins aus der Wiege und verschleppt es in die Festung einer imaginären bösen Macht. Um dorthin zu gelangen, durchquert der heroische Retter prügelnd und schießend ein halbes Dutzend Landschaften, die munter in alle Richtungen scrollen. Ihren Ausgangspunkt hat die Rettungsaktion in einem sumpfigen Waldgebiet, wo wahre Horden von Affenmenschen, Fröschen und Flugechsen hausen. Ihnen rückt das agile Retter-Sprite mit einer von vier Waffen zu Leibe oder benutzt das eingebaute Mini-Dialogsystem. Englische Kommandos sorgen für entsprechenden Meinungsaustausch: Gesprächspartner lassen sich z. B. mit Gold bestechen, um kleinen Rätseln auf die Spur zu kommen (z. B. „Welcher Schalter entschärft welche Falle?“). Am Ende jedes Landschaftsabschnitts versperrt das obligatorische Obermonster Größe XXL den Weg. Vom Flugdrachen bis zur Killerschlange ist alles geboten, was in eine zünftige Fantasy-Welt gehört. Shadow of the Beast II lebt einzig und allein von der herrlichen Grafik: Schon der schaurig schöne Vorspann auf der ersten Diskette mit seinen filmreifen Effekten macht Appetit auf mehr. Das farbenfrohe Mehrebenen-Scrolling gehört zum softesten, was je auf dem ST geboten wurde. Selbst bei maximaler Sprite-Dichte huschen die Monster völlig ruck-und flimmerfrei umher. Doch dann geht’s auch schon bergab mit den Noten: angefangen mit den langweiligen Soundeffekten über die träge Steuerung und den nicht gerade reichhaltigen Parser bis zur unbezwingbar hohen Zahl der Gegner, die von allen Seiten hereinstürzen. Endgültig Sand ins Getrieb streuen dann die minutenlangen Ladezeiten und die zahlreichen unfairen Stellen. Nicht mehr als ein überschweres Prügelspiel mit seichten Puzzles. Shadow of the Beast II - leider eine echte Mogelpackung.

CBO

Barbarian II

5
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Grafik
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Sound
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Motivation

Warum den Kopf zermartern auf der Suche nach neuen Spielideen, wenn sich mit aufgebackenen Brötchen genauso gut Kohle machen läßt? In diesem Fall geht der Prügel-Klassiker Barbarian in seine zweite Folge. Wieder schickt Psygnosis den wackeren Recken Hegor in die Schlacht gegen Dämonenboß Necron. Bevor die beiden Streithähne im Showdown aufeinander losgehen können, gilt es sechs Levels zu überleben: Wald, unterirdisches Labyrinth, Dorf, Burg, Kerker sowie Necrons Tempel. Es warten allerlei gegnerische Streiter, Drachen und anderes garstiges Gewürm. Zu Beginn kämpft der Held mit bloßen Händen. Getroffene Gegner leisten Tribut in Form von Goldstücken fürs Barbarenkonto. Sinkt Hegors Lebensenergie nicht bereits vorher auf Null, darf er sich im dritten Abschnitt beim Dorfschmied mit Schwertern, Äxten und Wurfsternen eindecken, zwischen denen er im späteren Verlauf per Tastatur oder Mausklick wechseln kann. Um nicht alle 600 Screens des Arcade-Adventures in einem ununterbrochenen Spielgang durchstreifen zu müssen, haben die Programmierer eine Speicherfunktion vorgesehen.

Ob davon sehr viele Spieler Gebrauch machen werden, steht allerdings auf einem anderen Blatt: Zu groß ist die Enttäuschung über das grenzenlos eintönige Prügel-Gameplay mit seinen mageren Schlagvarianten. Enttäuschend die lustlos und unlogisch zusammengeschusterten Level-Labyrinthe und das lahme Ruckel-Scrolling. Hegor stapft durch die gespenstisch farblose Szenerie, als habe er gerade eine Klinikpackung Valium eingeworfen. Ein Glück, daß die 50 Gegner-Sprites auch nicht lebendiger daherkommen. Fehlt nur noch die reaktionsträge, überkandidelte Steuerung, und Barbarian II ist reif für einen Verriß. Ach ja: Über die karge Sound-Kulisse breitet man auch besser das Mäntelchen des Schweigens. Gewohntes Psygnosis-Niveau erreichen nur das filmähnliche Intro und die stimmungsvoll-düstere Titelmusik. Barbarian II ist nichtmehr als eine aufgewärmte Idee aus der Mottenkiste und gründlich in die Hose gegangen. Wer ein modernes Arcade-Adventure sucht, wirft beispielsweise einen Blick auf „First Samurai“ von Image Works. Mit Barbarian II jedenfalls wirft er nur eines: sein Geld zum Fenster raus.

CBO

Suspicious Cargo

8
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Grafik
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Sound
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Motivation

Jonah Hayes ist nicht gerade eine Heldenfigur: verschlafen, ziemlich ungepflegt, leidet ständig unter akuter Geldnot. Sein ganzes Kapital steckt in der Lucky Lady, einem ehemaligen Passagier-Raumschiff, das er mit viel Liebe und einem teuren Kredit zum Milchstraßen-Frachter umgebaut hat. Allerdings laufen die Geschäfte nicht sonderlich gut, und eines schönen Tages fordert die Bank auch noch ihr Darlehen zurück - da bleibt dem Jungen nicht viel anderes übrig, als für die Universal Products Corporation ein genmanipuliertes Alien vom Planeten Titan zur Erde zu schmuggeln. Suspicious Cargo, die Mischung aus Text-Adventure und Action-Einlagen, bietet dem Spieler zwei Möglichkeiten, in seiner delikaten Mission weiterzukommen: Hartgesottene Infocom-Jünger geben über die Tastatur ganze englische Sätze ein, während Mauszeiger-Freaks besser auf die scrollende Leiste am Bildschirmrand zurückgreifen, die 30 Verben für den richtigen Ton und einen Kompaß zur Orientierung bietet. Das sogenannte Automapping erleichtert das Abenteurerleben zusätzlich: Hat Hayes erst einmal seine Lucky Lady erreicht, kann er über eine Karte alle sieben Schiffsdecks direkt anspringen. Existiert zum derzeitigen Aufenthaltsort eine Grafik, leuchtet in der Symbolbox kurz ein Icon auf, und schon gibt’s ein ganzseitiges Bild der Umgebung. Wie bereits angedeutet, kommt im Verlauf der Handlung auch die Action nicht zu kurz: So gelingt es z.B. dem verfrachteten Alien, sich während des Flugs aus dem Container zu befreien und im Lagerraum ordentlich für Chaos zu sorgen. In der ersten von fünf Arcade-Einlagen muß also der unglückliche Raumpilot sein Laborwesen über den Bildschirm jagen und mit der Plasma-Pistole unschädlich machen. Beim Angriff von Raumpiraten, der in einem horizontal scrollenden Ballergame Marke „Operation Wolf“ verläuft, ist ebenso ein geschicktes Händchen gefragt wie bei der Landung auf dem blauen Planeten -sofern bis dahin alles geklappt hat. Beim Landemanöver ist die Erdanziehung doch sehr lästig, und der Raumkäpten hat schon seine liebe Not, die Kiste heil runterzubringen. Suspicious Cargo wurde offensichtlich von Leuten programmiert, die Douglas Adams Kult-Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ verschlungen haben: Jonahs Bordcomputer Babbage ist mindestens genauso depressiv-komisch wie Blechkamerad Marvin aus der Hitchhiker-Trilogie, und im Spiel wird auch jedes Science-Fiction-Klischee mit flotten Texten ironisch durch den Kakao gezogen. Ebenfalls für einen Lacher gut sind die originellen Packungsbeilagen: beispielsweise Jonahs Paß oder das Pflaster für blutige Zwischenfälle. Weniger gelungen hingegen ist das Menüsystem, in dessen schwerdefinierbaren Icons und zahlreichen Untermenüs man schnell jegliche Orientierung verliert. Sicherlich wäre das Spiel auch nicht schlechter geworden, wenn man ein paar Grafiken mehr eingebaut hätte als das vorhandene Dutzend. Die Action-Einlagen hätten spielerisch durchaus etwas mehr Abwechslung verdient. Trotzdem braucht sich Gremlins Adventure-Debut nicht vor den großen Vorbildern von Infocom und Magnetic Scrolls zu verstecken: Der Parser schluckt Satzverknüpfungen und Goto-Kommandos problemlos, sein Wortschatz läßt nichts zu wünschen übrig, sogar flüssige Unterhaltungen mit anderen Personen sind möglich. Bis die Lucky Lady erst einmal mit den richtigen Gegenständen auf Vordermann gebracht und die gefährliche Fracht abgeliefert ist, vergehen sicher viele Stunden vor dem Monitor. Suspicious Cargo ist trotz kleinerer technischer Mängel eine quantitativ wie qualitativ runde Sache. Boh Ey!

CBO

International Sports Challenge

8
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Grafik
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Motivation

Es ist eigentlich schon länger her, daß wir eine Zusammenstellung neuer Sportspiele zu sehen bekamen. Im Olympiajahr 1992 ist die Firma Empire als erste angetreten, um der Welt die neuesten Software-Entwicklungen auf diesem Sektor zu präsentieren. Wer sich noch an die tollen Klassiker Summer- und Winter-Games von US-Gold/ Access erinnert und sie gerne gespielt hat, wird von International Sports Challenge sicherlich begeistert sein. Für jede einzelne Disziplin lassen sich viele verschiedene Schwierigkeitsfaktoren festlegen, so daß auch Anfänger in niedrigeren Spielstufen schnell das gewisse Erfolgserlebnis bekommen.

In der Disziplin Springreiten kann man die Konzentration und den Nervenkitzel dieser Sportart hautnah erleben. Vier Schwierigkeitsstufen sorgen für stetig anwachsende Anforderungen an den Spieler. Zunächst bekommt man eine Perspektive der ersten Person, also aus der Sicht des Reiters, geboten. Vom Pferd sieht man nur dessen Kopf, der sich je nach Steuerung nach rechts bzw. links wendet. Zusätzlich bekommt der Spieler am oberem Bildrand noch bildliche Informationen über die nächsten zwei Hindernisse, die genommen werden müssen und eine Übersicht über den gesamten Parcours. Ein roter Pfeil zeigt jeweils die Richtung an, in der sich das nächste Hindernis befindet. Kurz vor Erreichen eines solchen wird durch Druck auf die Feuertaste das Pferd zum Sprung bewegt. Timing ist hier wichtig, aber auch die Geschwindigkeit muß stimmen - ist das Pferd zu langsam, kann es verweigern, während man bei zu hoher Geschwindigkeit mit Sicherheit das nächste Hinderniss verpaßt.

Im Turmspringen kann man bei drei verschiedenen Sprunghöhen Saltos und Schrauben einstudieren. Die Steuerung ist hierbei recht einfach gehalten - in einem kreisrunden Instrument rotiert ein grauer Kreis, dem man mit einem weißen Kreis folgen muß. Das hört sich zwar etwas konfus an, ist aber erfreulich einfach in der Praxis. Sicher wird am Anfang trotzdem die ein oder andere „Bauchlandung“ passieren. Punkte werden vom Computer vergeben. In der nächsten Sportart geht es auch ins nasse Element. Schwimmen ist angesagt. Besonderen Spaß bereitet die Disziplin Schmetterling. Hier kommen wieder die Joystick-Akrobaten auf ihre Kosten (nur mit stabilen Joysticks empfehlenswert). In bestimmten Sequenzen muß am Joystick gerüttelt werden, dabei sollte man auf die Atmung und die Kraftanzeige achten. Nur wer alle Faktoren in der richtigen Reihenfolge beachtet, schwimmt schnell und elegant voran.

Auch Fahrradfahren ist mit International Sports Challenge möglich. Wer in der Stadt wohnt, wird dieses besonders schätzen (auch wenn die frische Luft am Monitor fehlt). 1000 oder 2000 Meter gilt es möglichst schnell hinter sich zu bringen. Auch eine Sprint-Disziplin fehlt nicht. Neben der Geschwindigkeit ist hier besonders Balance-halten vonnöten, um ohne Sturz durch den kleinen, aber mit hohen Mauern umgebenen Kurs zu steuern. Präsentiert wird das Ganze zunächst aus der Sicht des Fahrers in fließender 3D-Vektor-Grafik. Man kann sich das Geschehen aber auch aus der Sicht eines Zuschauers ansehen.

Tontaubenschießen ist die nächste Sportart, die man zu absolvieren hat. Hier hat der Spieler die Chance, sein Können im Umgang mit der Maus unter Beweis zu stellen. Durch Berge und weite Felder im Hintergrund ist die Aufgabe mit der passenden Stimmung versehen. Ein Druck auf die linke Maustaste, und schon schießt eine der Tontauben quer über den Schirm. Mit einem Kreuz als Mauspfeil muß man nun versuchen, die Tontaube möglichst genau anzuvisieren -durch Druck auf die Maustaste löst sich der Schuß. Man sieht wieder alles aus der realen Sicht des Schützen, erkennt also den Gewehrlauf vor sich, der in Zielrichtung zeigt. Allerdings sollte man besser das Ziel kreuz und die Tontaube im Auge behalten, denn diese bewegt sich so rasant über den Bildschirm, daß man schon über ein scharfes Auge und gute Reflexe verfügen muß, um sie zu treffen. Trifft man nicht, wird die Stelle des Mißerfolgs durch ein X markiert. Anstelle von Tontauben hat man auch die Möglichkeit, auf bewegte Zielscheiben zu schießen. Dabei bewegen sich diese Scheiben von rechts nach links über den Bildschirm. Als dritte Möglichkeit kann man, ähnlich wie in Polizeischulen, auf plötzlich umklappende Schießscheiben schießen. Besonders hier ist schnelles Reaktionsvermögen gefragt. Man weiß nie, wieviele von den maximal 5 Scheiben tatsächlich auftauchen.

Ein Marathon-Lauf schließt die technisch hervorragend umgesetzte Spielesammlung ab. Bei jeder Disziplin können bis zu vier Spieler mitmachen, allerdings müssen die Bildschirmsportler nacheinander antreten. Direkt gegeneinander kann man leider nicht spielen. Nur die erreichte Punktzahl oder die Bestzeit entscheidet über Sieg oder Niederlage. Mit International Sports Challenge ist Empire sicherlich ein prima Sportspiel gelungen, gerade passend zu Olympia 1992.

ddf/CM


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