Atari STACY - Man geht nicht ohne

Die Lust auf einen Laptop hatte den Autor schon lange gepackt. Und jetzt steht er vor mir, und jedes der Worte, das Sie hier lesen, wandert über seine Tasten. Aber er ist auch wirklich hübsch. Anthrazitfarben, geradezu edel, mit sanften Rundungen.

Dennoch, er kann nicht verleugnen, wes Geistes Kind er ist. ATARI konnte nicht aus seiner Haut und hinterließ, wenn Sie mir die Übertreibung nachsehen wollen, sozusagen ein kleines Kainsmal auf seiner Stirn.

Ausstattungs-Zweifalt

Doch nun, ganz prosaisch, ans Werk. Geben wir Ihnen etwas Informativeres zu lesen: STACY gibt es zur Zeit in zwei Ausführungen (andere sind noch nicht lieferbar, aber geplant): ganz klein und ganz groß. Wir haben, als privilegierte Klasse der meinungsbildenden Wirtschaftszweige, natürlich eine grooooße Version, mit allem Drum und Dran. In Zusammenhang mit STACY heißt das: 4 volle Megabyte Speicher, ein doppelseitiges Diskettenlaufwerk (verträgt weder FASTLOAD noch 11-Sektor-Disketten: bei Spur 80 war Schluß) und eine 40 Megabyte-Harddisk. Der kleine Kollege hat ein Megabyte Speicher und gar keine Harddisk. Da der Speicher aber in Form von SIMM-Modulen nachgerüstet werden kann, wird man sicher bald entsprechende Erweiterungen, auch mit Platte, kaufen können. Von wegen kaufen: Rechnen Sie in den Kaufpreis ein paar dieser aparten Handschellen ein. mit denen in Gangsterfilmen die Geldkoffer an ihren Trägem befestigt werden. Der kleine Computerkoffer ist nämlich nicht ganz billig: 6498,- DM kostet die große Ausführung (in Worten sechstausendvierhundertachtundneunzig) und der Kleine kostet auch noch 3698,- Mark.

Eigentlich ist STACY ein ganz normaler Mega-ST. Von den normalen Serienmodellen unterscheidet er sich, was die inneren Werte betrifft, im wesentlichen nur durch das modernere TOS 1.4. Naja, das dient sicher der Identitäts- und Klassenbildung der ATARLBenutzer (Normal-und Luxusausführung): “Was, Du mußtest Dein TOS 1.4 dazukaufen? Also, bei mir ist das selbstverständlich im Preis drin...”. Aber mit diesen häßlichen grauen Schuhkartons will sich ja sowieso niemand mehr sehen lassen. Übrigens wird STACY’s Uhr ebenfalls gepuffert.

Bild 1: Die Kehrseite von STACY mit allen gewohnten Schnittstellen und rechts oben dem Batteriefach.

Klappenvielfalt

Um die Spannung bei unseren Lesern noch ein wenig zu erhalten, werde ich jetzt erst noch ein wenig über Schnittstellen und ähnliche Kleinigkeiten plaudern, bevor ich auf die eigentlich interessanten Fragen zu sprechen komme. Sämtliche Schnittstellen des Mega-ST sind ordentlich herausgeführt, sogar die für den normalen Monitor, der parallel zum LC-Display betrieben werden kann. Auch der Reset-Taster und der ROM-Port sind vorhanden, ebenso zusätzliche Anschlüsse für Maus und Joystick. (Hier sei schon einmal verraten, daß STACY einen eingebauten Trackball besitzt, der normalerweise die Maus ersetzt.)

Für Nostalgiker ist der Netzanschluß gestaltet: Das mitgelieferte externe Netzteil ist eindeutig ein dem originalen, dem echten und ursprünglichen 520 ST-Netzteil verwandtes Exemplar. Zeitgemäßer, kleiner und leichter natürlich, aber doch verwandt, kein Zweifel. Alle Buchsen verstecken sich, edles Understatement, hinter Klappen, um das Design nicht zu stören. Es gibt sogar eine Klappe, hinter der sich der Mega-ST-Systembus versteckt. Aber offensichtlich schämt er sich in dieser Umgebung seines technokratischen Designs: bei unserem STACY läßt sich die Klappe ohne Säge beim besten Willen nicht öffnen. Laut Mitteilung von ATARI handelt es sich dabei aber um ein Versehen: normalerweise sollte sie aufgehen.

Übrigens kann man kleine STACYs um Speicher erweitern, ohne das Gerät auseinanderzunehmen: Die Module befinden sich unter einer kleinen Klappe auf der Unterseite des Computers, die man mit nur einer Schraube öffnen kann. Gleiches (man höre und staune) gilt auch für die Betriebssystem-ROMs (eigene Klappe). Der Grund für diese unerwartet praktische Losung ist, daß das Gehäuse nicht ganz einfach (die Schrauben sind gut versteckt, und ohne Spezialwerkzeug wird es schwierig) zu öffnen ist.

So komm ’nun Strom und fließe

Der Netzschalter hat sich leider verlaufen. Oder die Batterien-Industrie hat so viele FAX-Messages an ATARI geschickt, bis das Entwicklungsteam kapituliert hat. Jedenfalls ist dieser Kippschalter, der doch über Sein oder Nichtsein Ihrer Batterien bestimmt, mit höchster Präzision an einer der wenigen Stellen montiert, an der man dem Rechner, wenn man ihn denn so mit sich herumträgt, garantiert ständig versehentlich Leben einhaucht. Dem strengen Liberalismus verhaftet, verweigert STACY auch bei geschlossener Klappe nicht seinen Dienst (ein Schmetterling paßt bestimmt noch zwischen Tastatur und Display, aber er kriegt die Tasten nicht runter), Warnungen sind auch unter der Würde dieses Computers (Ein kleiner Pieps* zum Einschalten?). Ein kleiner Kontakt, der den geschlossenen Computer ausschaltet, wäre ganz praktisch.

Wenn wir schon gerade bei den Konstruktions-Genialitäten sind:

Ganz besonders ist die große Klappe auf der Rückseite gelungen, hinter der sich die meisten Anschlüsse verbergen: Wenn man den Rechner via Netz versorgt (so ein typischer Walkmann-Stromverbinder übrigens), wird die Klappe nach unten geklappt (wie der Name schon sagt), und der Rechner steht dann auf dieser Klappe, hinten etwas angehoben, und nicht auf seinen eigenen Füßen. Dadurch schreibt es sich etwas angenehmer. Solange das Köfferchen auf einer festen Unterlage steht, ist alles in Ordnung. Bei einem Laptop soll es aber Vorkommen, daß man ihn in weniger geeigneten Umgebungen einzuschalten wagt. Und dann bemerkt man voller Schrecken (Übertreibung): Die Klappe hat keine Arretierung. Auf weichen Böden versucht sie immer wieder, zuzuklappen, was dem sodann auf grausamste Weise gedrückten Stromkabel samt mechanisch verbundener Buchse sicherlich nicht gut bekommt. Der Klappe übrigens auch nicht: Sie verzieht sich auf die Dauer wohl ein bißchen und geht dann etwas mühsam auf.

Langsam tasten wir uns vor, dorthin, wo die Wildnis beginnt: Wenn man das Display zuklappt, kann man für einen kurzen Moment, in einem ganz bestimmten Winkel nur, ein kleines Glitzern sehen, und das ist er: der Batteriekasten. Gut erreichbar, hinten und auf der Oberseite gelegen. Darinnen findet sich, so man die Klappe (schon wieder eine, aber problemlos) öffnet, einen Batteriehalter für zwölf Babyzellen, die Ihrem Computer alles geben, was er (außer Ihnen selbstverständlich) braucht. Eine kleine Weile natürlich nur. Beim großen STACY halten die Batterien bei normalem Betrieb ungefähr anderthalb Stunden, aber das ist abhängig von Harddisk Betrieb (so selten wie möglich), Display-Einstellung (siehe unten) etc. Der Kleine kommt bestimmt etwas länger ohne Infusionen aus dem Netz aus. STACY hätte eine stromsparende Harddisk- bzw. Displayabschaltung bei längerer Benutzerpause sicherlich gut gestanden. Übrigens, ATARI liefert einen Satz Batterien für den Einsteiger mit.

Um Spekulationen vorzubeugen: Mit dem mitgelieferten Netzteil kann man keine Akkus aufladen. Sie haben einen ATARI vor sich. Es paßt auch nicht, wenn man die Batterien herausnimmt, in den Batteriekasten, obwohl es kaum größer ist. Sie haben einen ATARI vor sich. Sowas wäre ja praktisch. Außerdem liefert das Netzteil 16.5 V, so daß man die üblichen Lade-/Netzgerätkombinationen auch nicht verwenden kann. Unterwegs wird man Sie also mit einem zweiten Koffer, entweder voller Batterien oder vollgestopft mit Netzteilen und Ladegerät, antreffen. Warum ein Gerät in dieser Preisklasse nicht mit einem Ladegerät ausgestattet ist, wird mir wohl ein Rätsel bleiben. ATARI zuckt mit den Achseln (auf Anfrage).

STACY warnt Sie übrigens nicht, wenn die Batterien zu schwach zum Speichern werden. Ihre Daten sterben einen schnellen Tod. Ich hoffe, das tröstet Sie. In weiser Voraussicht (o wie viele ATARI Geräte habe ich schon gesehen) wurde der Autor nach einer Stunde Batteriebetrieb sehr vorsichtig...

Tastenspiele

STACYs Tastatur ist ein klein bißchen kleiner als eine normale ST Tastatur, soweit es das Haupttastenfeld betrifft. Sie tippt sich aber sehr gut, weil die Tastenkappen oben schmaler sind und dadurch weniger Chancen für Tippfehlerteufel bieten. Die anderen Tasten, Funktions-, Cursor- und Zifferntasten sind viel, viel kleiner. Über den normalen Tasten sind links zwei schmale Reihen von je fünf Funktionstasten, dann, etwas abgesetzt, folgen und . Schließlich: der Cursor-Block auch, ebenfalls chic und zweireihig. Wie ein ‘Vatermörder': zu eng, aber es muß sein. Die Tasten oberhalb der ‘Buchstaben’ sind ja noch ganz brauchbar, sehr eng wird es aber auf dem Ziffernblock weiter rechts. Wohlgemerkt, auf Taschenrechnern sind die Tasten noch kleiner, aber die Zifferntasten haben sehr viel Hub und sind recht schmal. Etwas ungeschickt, vermutlich des einheitlichen Designs wegen. Man kann sich daran gewöhnen. Der Autor, als geübter Gitarrist, trifft schon recht gut (47,5%).

Schließlich gibt es unter dem Ziffernblock eine umgedrehte Maus, einen Trackball. Ab und zu ist dieser etwas hakelig. viel “atariger” (eine Neuschöpfung, die jeder Insider voll Freude begrüßen wird) ist aber, daß die Maus- oder besser Trackball-Knöpfe nur in der Mitte wirklich sicher funktionieren. Am äußeren Rand ist der Doppelklick Glückssache. Aber wie bereits erwähnt, man kann auch eine Maus anschließen. Man kann aber Frieden mit dem Trackball schließen, selbst wenn man (wie der Autor) zu den radikalen Maus-Bevorzugern gehört. Im Kontext (sozusagen) brauchbar. Übrigens kann man am Joystick-Port auch mittels eines Schalters vom Trackball- auf Joystick- bzw. Mausbetrieb wechseln.

Aus reiner Perfidie möchte ich hier z.B. den Mac-Portable nennen: Der umbaubare Trackball für Linkshänder ist eigentlich keine schlechte Idee.

Wenn man als Gulliver bei den Riesen am vorderen Rand der Tastatur stünde, würde einem schwindelig. Die Tastatur ist sehr hoch und entspricht nicht gerade den üblichen Vorstellungen einer ergonomischen Flachtastatur. Des Autors privater Kommentar: Man kann trotzdem sehr gut darauf schreiben. Es ist Platz genug, um die Hände komfortabel aufzulegen, jedenfalls für meine Hände. Auch auf den Knien (nicht Sie, der Laptop auf Ihren) kann man sehr bequem schreiben, und zu schwer ist STACY nicht. Etwas über sechs Kilogramm bringt der Computer auf die Waage, davon geht ein guter Teil auf das Konto der Batterien. Leider werden sie nicht leichter, je leerer sie werden.

Bild 2: Die Ports des STACY sind alle hinter Klappen verborgen, die sich aber leicht abnehmen lassen (sollten). Links neben den beiden Buchsen sieht man den Umschalter zwischen Trackball und Maus/Joystick, Ärgerlich ist, daß das Display von seitlich nicht lesbar ist.

Schließlich: Zum Sichtbaren

Richten wir den Blick nach oben zum blau leuchtenden Display. Entgegen anders lautender Gerüchte: STACY hat ein von hinten beleuchtetes LC Display, dessen Schrift aber leider blau leuchtet, wie bereits anklang. Das Ganze läuft unter der Rubrik ‘naja'. Es ist brauchbar, wenn man Kontrast und Helligkeit voll aufdreht. Leider aber auch nur dann. Besonders bei Batteriebetrieb wirkt sich dies vorteilhaft (aus der Sicht der Batterienhersteller) auf den Stromverbrauch aus. Wie fast jedes LC-Display ist es auch langsamer als ein Monitor; jede Bewegung zieht Schlieren nach sich. Für Spielesessions unterwegs ist STACY also weniger geeignet. Übrigens arbeitet das Display nur im 640*400-Punkte-Modus, die Farbmodi können nicht emuliert werden. Helle Flächen, Fenster oder Menüs zeigen auch leichte helle Schatten. Stört zwar nicht, fällt aber auf. Interessanterweise erzeugt das Display aber Geräusche, ein hohes, leider tönendes (e3 bei voller Intensität) Summen. Mit dem Helligkeitsregler lassen sich hervorragende Düsenjet- und Staubsaugereffekte erzeugen Fachleute erwarten eine neue Generation von Spielen extra für STACYs Displaysound-Generator.

Rechts neben dem Display sind drei Drehregler für Lautstärke (leider nicht für das Summen des Displays - für den eingebauten Lautsprecher), Helligkeit und Kontrast sowie Kontrolleuchten für Laufwerke und Batterien. Leider ist letztere nicht sehr hilfreich, denn von exakter Kontrolle des Ladezustands kann nicht die Rede sein. Ein bestimmtes Blinkmuster zum Beispiel wäre nicht schlecht oder auch eine Mehrfarben-LED... Der Helligkeitsregler hat eine Doppelfunktion; man kann ihn auch zum Abschalten des Displays verwenden. Ansonsten: Der Tempus-Bildschirmschoner weiß mit dem Display nichts anzufangen, während Protos hervorragend damit fertig wird; es wird schwarz und still.

Über den Drehknöpfen ist sozusagen das ‘Gegenüber' (wohl als Arretierung) zum Trackball angebracht. Es ist als eine Art ‘Konzepthalter’ ausgebildet, als Notizzettel-Halterungsclip. Keine schlechte Idee, auch wenn man keine breiten Formate (zum Beispiel DIN A4-Blätter) daran befestigen kann, ohne die Papiere zu verknittern - der Rand des Display-Gehäuses ist recht hoch.

Gesamturteil zum Display: ok. Für den Preis dürfte es aber besser sein.

Praxis

STACY hat nun einiges mitgemacht. Der Autor hat dem Rechner so ziemlich alle schwierigen Programme vorgeworfen, die er finden konnte - außer den üblichen TOS 1.4-Problemen gab es keinerlei Schwierigkeiten. Komplexe Midi-Programme wie Steinbergs Cubase, auch mit Switcher-Programm (um mehrere Programme gleichzeitig im Speicher zu halten) und Timecode-Hardware liefen ebenso zuverlässig wie das Smalltalk 80-System. Calamus, Protos. Signum, TeX usw.

Der Computer begleitete mich auf Reisen (naja, eine Reise, solange durfte ich ihn nicht behalten) zu Literaturrecherchen in die Unibibliothek, in Bussen und Bahnen (auch Autobahnen). Robust sieht er aus, und das ist er wohl auch, jedenfalls verkraftet er durchaus Halbmeter-Stürze.

Die Batterien könnten natürlich länger halten, aber es ist wohl völlig gleichgültig, wie lange Batterien überleben, es ist immer zu kurz. In sehr heller Umgebung macht das Display etwas Schwierigkeiten, besonders ungünstig ist Gegenlicht. Je dunkler es ist, desto angenehmer und lesbarer wird die Anzeige, Halbdunkel ist genau das richtige (ein gemütlicher Platz am Kamin zum Beispiel, auf einem Bärenfell). Das einzige, was wirklich stört, sind die ungeschickt konstruierte hintere Klappe und das Display-Geräusch, aber verglichen mit den Geräuschen der normalen’ Harddisks, mit denen man sich üblicherweise umgibt, ist das nicht weiter schlimm. Der Autor gibt hiermit zu, unverbesserlicher Perfektionist zu sein -schließlich hat so ziemlich jedes Gerät, egal von welchem Hersteller, aus welcher Branche, zu jedem Preis seine konstruktiven Schwächen; nur bei ATARI ist man geneigt, sie ganz besonders sarkastisch zu kommentieren. Das hat wohl seine Gründe.

Auch STACYs Preis ist, verglichen mit PC-Laptops, nicht allzu übertrieben hoch. Ein normaler 286-Computer mit 1 Megabyte RAM und Harddisk kostet im allgemeinen auch über 5000,- DM, und dieser Laptop hat gleich vier Megabyte Speicher. Zur Zeit wird STACY bereits in kleinen Stückzahlen ausgeliefert, große Stückzahlen sind wahrscheinlich erst ab Januar erhältlich. STACY ist ein gelungenes Gerät - chic und praktisch.

CS

STACYs Festplatte und Stromverbrauch

Die STACY beherbergt eine SCS1-Platte des renommierten Plattenherstellers Conner. Dessen 3.5"-Laufwerk CP3040 mit integriertem SCSI-Controller verbraucht laut Spezifikation etwa zwei Walt, ist also für Laptops wie geschaffen. Aus der Plattengeometrie mit 1026 Zylindern, 2 Oberflächen und 40 Sektoren pro Spur ergibt sich eine Kapazität von gut 40 MB. Acht kB Pufferspeicher sorgen im SCSI-Controller für zusätzliche Beschleunigung.

Im CHECKHD-Test ergab sich eine Transferrate von 475 kB/s mit bzw. 597 kB/s ohne Zylinderwechsel. Der Plattengeometrie nach zu urteilen, hätte man der Theorie folgend eigentlich 800 bzw. 1200 kB/s erwarten dürfen - ganz offensichtlich läuft die Conner-Platte nur mit Interleave 2 (die gemessenen Werte entsprechen vollständig den theoretisch bei Interleave 2 zu erwartenden), obwohl sie stocksteif von sich behauptet, mit Interleave 1 formatiert worden zu sein. Möglicherweise ist sie das auch, und der Hostadapter bremst; genau war das aber in der kurzen Zeit nicht herauszufinden. Conner behauptet, die Platte liefe auch mit Interleave 1, gibt dazu aber keine Transferraten an.

Die mittlere Zugriffszeit wurde mit 25 bis 27 ms gemessen (offiziell: 25 ms), was ein sehr guter Wert ist. Die Transferrate liegt über typischen Werten für eine SH205 (etwa 410 kB/s bzw. 510 kB/s), aber unter denen einer MEGAFILE 30 (650 kB/s bzw. 780 kB/s). Eine Rakete ist die Platte nicht, aber die guten Zugriffszeiten machen wieder einiges wett.

Die Platte lief leider nicht problemlos mit CBHD. dem Plattentreiber aus SCHEIBENKLEISTER II. CBHD prüft für jede DMA-Adresse, ob ein Untergerät 0 (xlerein Untergerät 1 vorhanden ist. Dadurch unterstützt es Zweitlaufwerke in ATARI- und anderen Platten. Wenn man das Conner-Laufwerk der STAC Y aber nach einem Untergerät 1 fragt, hängt sich dessen Controller auf, alle weiteren Kommandos werden mit Timeout quittiert. Aufgrund dieses Controller-Fehlers ergeben sich, wie man sich vorstellen kann, einige Schwierigkeiten (inzwischen gibt es eine neue CBHD-Version, die dieses Problem umgeht). Beim ATA-Rl-Treiber fällt dieser Fehler nicht auf. weil der nur jeweils ein Untergerät pro Target-Nummer abfragt.

Die Conner-Platte fährt den Drehmotor herunter, wenn man sie parkt; er wird wieder eingeschaltet, wenn sie ausgeparkt wird. Auf diese Weise könnte man Strom sparen - laut Conner verbraucht die Platte in diesem "Standby”-Modus nur etwa 0.5 Watt. Die Hochlaufzeit der CP3040 ist wirklich phänomenal kurz (weniger als fünf Sekunden); STACY und Platte gemeinsam einzuschalten, führt nicht zu Boot-Problemen wie bei anderen STs. Die Platte ist äußerst leise und schon im Bürobetrieb kaum zu vernehmen. Im typischen Laptop-Betrieb unterwegs, ist sie bei typischer Umgebungslautstärke unhörbar.

Gemessener Stromverbrauch am externen Netzteil:

CB


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