Leserbriefe

Zwei Tips zu 1st_Word Plus

(1)

Das Arbeiten mit 1-, 1 1/2- und 2-zeiligem Abstand ist über Steuerzeichen möglich, führt jedoch dazu, daß die Seitenlänge nicht mehr verwaltet werden kann. Günstiger ist da die vertikale Initialisierung auf 7/ 72 Inch (gegenüber normalerweise 1/6=12/72 Inch), womit WP dann halbzeilig arbeitet. Somit sind durch 2- bzw. 3-zeilige Lineale 1- und 1 1/2-zeiliger (2, 2 1/2...) Druck möglich. Die Seitenverwaltung führt dann immer noch WP durch (Seitenformat : 99-0-6-0-0 für DIN A4 mit Kopf-und Fußzeile). Die etwas eigenartige Monitordarstellung wird dadurch aber mehr als aufgewogen (Formatieren läuft problemlos, keine Steuerzeichen im Text etc.).

(2)

Die Fußnotenverwaltung ist bekanntlich nicht fehlerfrei. Der Fehler, daß Texte gespeichert werden, und nach erneutem Laden die Fußnoten zum Teil zerstört sind, ist eher selten, nicht reproduzierbar und daher unkritisch. Der übliche Fall ist wohl der, daß Texte nicht wiedereingelesen werden, da sie angeblich nicht im ASCII- oder GST-Format sind. Dieser Fehler tritt erst bei einer großen Zahl Fußnoten wegen eines internen Speicherüberlaufs während der Konvertierung des Textes von Hauptspeicherformat in das Diskformat auf. Grund für diesen Überlauf ist der Platzbedarf der speicherinternen Fußnotenablage: jeweils gut 1K (etwa 1075 Bytes) unabhängig von der tatsächlichen Länge (im Gegensatz zum Diskformat) und des freien RAM-Speichers.

Auch folgt die speicherinteme Reihenfolge der Fußnoten einem mir nicht klaren Prinzip (von hinten nach vorne oder so ähnlich). Hat man also im Normalfall 700K unter Word Plus frei, so ist der Platz arg begrenzt, da ja kein Offset (für die Fußnoten) möglich ist. Diesen kann man auf folgende Weise erzeugen (jedenfalls bis gut 500 Fußnoten):

Üblicherweise hat man seinen Text in kleinere Einheiten unterteilt (je 50-100K). Diese formatiert man für den Ausdruck und setzt ihnen die gewünschte Zahl Fußnoten voran (am besten in einer extra Datei ablegen, um später jeweils die gewünschte Größe zu erzeugen):

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
....

Die Fußnoten können leer sein (egal wegen 1K, siehe oben), jedenfalls dürfen sie nach dem Voranstellen nicht mehr formatiert werden (dann kann man den Text bei einer zu großen Anzahl Fußnoten nicht mehr abspeichern!). Es können also maximal Zeilenbreitenfehler von zwei Zeichen (außer bei Blocksatz - im allgemeinen ohne Bedeutung) entstehen. Die Offset-Noten trennt man vom eigentlichen Text mit einer neuen Zeile (F7), und zieht diese Zeilennummer vom gewünschten Seitenoffset ab.

Dieses Verfahren erlaubt auch das Bearbeiten sehr großer Texte, da normalerweise die Textlänge selber kein Problem für Word Plus darstellt, sondern nur die Zahl der Fußnoten.

Jürgen Voorgang, Bonn

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Bilder speichern in GFA-BASIC

Ich stehe in letzter Zeit vor dem Problem, mit GET und PUT für eine Simulation Bildausschnitte laden und speichern zu müssen. Wie kann ich das erreichen?

(Frank Tremmel, Bad Rappenau)

Red.: Ihr Problem läßt sich sehr leicht lösen, indem sie folgendes Beispielprogramm für Ihre Anwendung entsprechend anpassen:

For 1=0 To 20 
    X=Random(600)
    Y=Random(400) 
    Fuell=Random(24) 
    Deffill ,2,Fuell 
    Pcircle X,Y,60 
Next I
Bildl$=Space$(32000) 
Bild2$=Space$(32000) 
Deftext 1,1,0,26 
Text 200,200,"EINS"
Get 0,0,639,399,Bild1$
Cls
For 1=0 To 20 X=Random (500)
    Y=Random(300) 
    Fuell=Random(24) 
    Deffill ,2,Fuell 
    Pbox X,Y,X+100,Y+100 
Next I
Text 200,200,"ZWEI"
Get 0,0,639,399,Bild2$
Cls
Do
    Put 0,0,Bild1$
    Pause 20 
    Put 0,0,Bild2$
    Pause 20 
Loop

Mit Get X1,Y1 ,X2,Y2,buffer$ wird ein Bereich des Bildschirms, definiert durch die angegebenen Koordinaten, ausgeschnitten und in buffer$, welcher natürlich groß genug sein muß, kopiert. Mit Put X,Y,Buffer$,Modus kann dieser Block an den Koordinaten X und Y wieder ausgegeben werden, wobei Modus noch zusätzliche Verknüpfungsarten ermöglicht.

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Ergänzung zur Fileselektorbox

Zu dem in der ST Computer 1/ 88 erschienenen Bericht habe ich folgendes zu ergänzen: Der Schieber der Fileselektorbox birgt noch eine im Bericht unerwähnte Funktion. Diese besteht darin, daß, wenn man in den grauen Bereich der Box klickt, das Feld der Diskette welches augenblicklich zu sehen ist, eine Seite in die Richtung blättert, in die von dem weißen Feld aus geklickt wurde. Ich selbst benutze diese Funktion ständig, da es so nicht passieren kann, daß man an der Datei 'vorbeischiebt’. Ansonsten war der Bericht wohl für jeden verständlich genauso wie viele andere auch...

(David Albert, Bergheim)

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Da ich die Absicht habe, vom C128D in Bälde auf einen ATARI umzusteigen, wäre eine Beantwortung nachfolgender Fragen relativ wichtig:

1.) Sind ST-Programme grundsätzlich auf jedem ST-Rechner lauffähig bzw. sind die ST-Rechner aufwärtskompatibel, d.h. laufen 8-Bit-Programme (520ST) auch auf 16/32-Bit-Rechnern (1040ST oder MEGA-ST), oder gibt es dabei Probleme?

2.) Welche Drucker werden in den meisten Programmen unterstützt? Gibt es eine Art Druckerstandard auf dem ST?

3.) Kann man aus dem GEM-Menü eine Bildschirmhardcopy ziehen, oder braucht man dafür ein geeignetes Utility-Programm?

  1. )Welche Programme sind kopiergeschützt und welche nicht?

  2. ) Ist das Programm Printmaster Plus auch auf dem ST lauffähig? Welche Druckertreiber sind enthalten und ist ein Kopierschutz vorhanden?

6.) Ist geplant, eine separat Rubrik für Einsteiger auf dem ST einzurichten?

(Winfried Jäger, Schweinfurt)

Red.: Zu Frage 1: Es ist ein großer Irrtum zu glauben, daß der 520ST ein 8-Bit-Rechner ist. Er enthält genauso wie alle anderen Rechner der ST-Serie den Motorola MC 68000, der ein 16/32-Bit-Rechner ist. Prinzipiell laufen alle Programme austauschbar auf den Rechnern der ST-Serie, da aber diverse Rechner neueren Datums sind, kann es passieren, daß geringe Anpassungen bezüglich der Änderungen des Betriebssystems vonnöten sind , die ein gutes Softwarehaus für alle seine Produkte sicher schon erledigt hat. Im Großteil der Fälle kann man sagen, daß alle Programme problemlos laufen.

Zu Frage 2: Die meisten Programme unterstützen 9-Nadel-und 24-Nadel-Drucker, unter denen es schon so etwas wie einen Standard gibt. Vielfach benutzt werden EPSON-, STAR-Drucker und besonders der NEC-P6, da er durch seine 24-Nadel-Qualität hervorsticht.

Zu Frage 3: Für eine Bildschirm-Hardcopy muß nicht ein GEM-Menüpunkt angewählt werden, es geht viel einfacher: Ein Tastendruck auf ALT-HELP. und schon werden die Bildschirmdaten zum Drucker geschickt. Für 24-Nadel-Drucker gibt es spezielle Treiber-Programme in Public Domain, die einen besonders komfortablen und guten Ausdruck garantieren.

Zu Frage 4: Viele und viele nicht! Um es kurz zu machen: Auf dem ST gibt es so viele Programme, daß es unmöglich ist, bestimmte aufzuzählen. Diverse Firmen führen eine sogenannte Einmal-Installierung durch, danach gibt es keinen Kopierschutz mehr auf der Diskette, sondern IhrName steht dann im Programm und wird beim Kopieren mitkopiert. Bitte fragen Sie Ihren Händler bei den entsprechenden Programmen, ob sie kopiergeschützt sind oder nicht.

Zu Frage 5: Printmaster gibt es auf dem ST und ist (soweit uns bekannt) kopiergeschützt. Auch hier ist die Anzahl der unterstützten Druckertreiber zu umfangreich, um sie an dieser Stelle wiederzugeben.

Zu Frage 6: Eine eigene Rubrik für Einsteiger gibt es noch nicht, ist aber geplant. Bisher halten wir es so, daß wir in loser Folge Artikel für Einsteiger bringen.

(Beispiel: Erklärung der Fileselektorbox u.a.).

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Maus-Positionierung doch möglich!

Da ich bereits mehrfach in Ihrer Zeitschrift die Fehlinformation gelesen habe, es sei beim ROM-TOS vom 6.2.86 nicht auf legale Weise möglich, die Maus zu positionieren, sehe ich mich veranlaßt. Ihnen zu schreiben. Zuletzt behaupten Sie dies auf S.179 in Ausgabe 7/88 in einer Antwort auf einen Leserbrief, so daß dem armen Leser immer noch nicht geholfen ist. Es existiert da nämlich die VDl-Funktion von vsm_locator(). Diese setzt die Maus auf die ihr übergebenen Koordinaten, fragt danach die Mauskoordinaten ab - so unsinnig das klingt, es ist so -und gibt sie samt der Zustände der Mausknöpfe und der Tastatur an den Aufrufer zurück. Damit diese Funktion wie beschrieben funktioniert, muß zuvor der Locator(= die Maus) mit vsin_mode{handle, 1,2) in den Samplemodus gebracht werden. Am besten erkennt man dies an dem obenstehenden Listing, das eine kurze Demonstration von vsm_locator() in C darstellt.

Red.: Vielen Dank für Ihren Hinweis, daß ein Setzen der Maus mit dem VDI des GEM möglich ist. Wahrscheinlich liegt es an der einschlägigen Literatur, daß kaum jemand auf die Idee gekommen ist. die vsm_locator()~Routine zum Setzen der Maus zu benutzen, da als Beschreibung eine derartige Funktion verschwiegen wird. Dem Leser wird das Programm sicherlich weiterhelfen, dem wir übrigens noch die wesentliche Funktion v_opnvwk() zugefügt haben, die in Ihrer Version nicht enthalten ist.

*

#define WORD int
WORD work_in[], work_out[], vdi_handle;
WORD gl_wchar, gl_hchar, gl_wbox, gl_hbox ;

main ()
{
    WORD i; 
    appl_init () ;
    for(i=0;i<10;work_in[i++]=1); 
    work_in[10]=2;
    vdi_handle=graf_handle(&gl_wchar,&gl_hchar, &gl_wbox,&gl_hbox);
    v_opnvwk(work_in,&vdi_handle,work_out);
    vsin_mode (vdi_handle, 1, 2); /* Maus in Samplemode schalten */
    v_hide_c(vdi_handle);
    Cconws("\33ENach Tastendruck wird die Maus auf Position 0, 0,gesetzt\n\r");
    v_show_c(vdi_handle); 
    getkey();
    vsm_locator (vdi_handle, 0, 0, &dummy, &dummy, &dummy) ;
            /* Se   tze Maus */
    v_hide_c(vdi_handle);
    Cconws("\rEnde (Taste)\n\r"); 
    v_show_c(vdi_handle); 
    getkey();
    appl_exit();
}

getkey()    /*  Hole    Taste   */
{
    while(Crawio(0xff)) ;   /*  Lösche  Tastaturpuffer  */
    return(Crawcin ());
}

GS - wie Graustufen: Der Monitorumschalter PLUS

Als ich in der ST Computer Nr. 1/88 die Besprechung über den NEC Multisync GS gelesen hatte, war mein erster Gedanke: Der muß her! Also gesagt, getan, hin zum Computerhändler und das Gerät bestellt. ...(von der Redaktion gekürzt:)... Es wird April, die Ungeduld wächst, der Monitor ist immer noch nicht da, und dann doch: da steht er beim Händler im großen Karton, und das Warten hat ein Ende. Schnell nach Hause, den Lötkolben angewärmt, die Januar-ST herausgesucht und den kleine Umschalter gebastelt. Ein übersichtlicher, einfacher Schaltplan, die Teile alle in in der Kramkiste und das Ding zusammengesetzt. Dann angeschlossen und - oh Schreck: es funktioniert nicht!!! Ist das gute Stück vielleicht defekt? Und das wieder am Samstag nachmittag! Also nochmal alles durchgemessen, kein Kurzer, alle Verbindungen stimmen.

Der Monitorumschalter Plus

Ein Verdacht keimt auf: Im alten 520er-Handbuch eines Bekannten steht, von welcher Seite die Buchsen bestückt und beziffert sind.

Na sowas: Da hat doch der Druckfehlerteufel dem Autor einen Streich gespielt, die Belegung der 13-Pol-Buchse ist falsch herum. Gott sei Dank nichts Schlimmeres, denke ich mir, löte also die Kontakte um, und dann funktioniert’s. Alle drei Auflösungen - prächtig. Na ja, ganz und gar zufrieden war ich noch nicht, etwas hatte mich beim Studium der Monitor-Bedienungsanleitung stutzig gemacht: der Analog-Video-Eingang liegt nur an Pin 2, und der Autor legt RGB an 1,2 und 3. Konnte es sein, daß der Monitor diese drei Signale intern mischt? Also das Kontrollfeld in niedriger Auflösung geöffnet, und was muß ich sehen? Grün liegt an Pin 2 und der Monitor übersetzt nur die Grün werte in Grau werte; beim Verändern der B- und R-Regler tat sich nichts. Was tun? Ein Anruf bei meinem Bekannten endet in einem Vortrag über Farbaufbereitung der Farbsignale und dem Tip, alle drei Signale mit einem 100 Ohm-Widerstand zusammen auf PIN 2 zu legen. Schön und gut, denke ich mir, aber dann sind bei diversen Programmen, wo zwei Farben im gleichen Sättigungsgrad nebeneinander liegen, diese nicht auseinanderzuhalten.

Eine Idee schafft Abhilfe: Statt der festen Widerstände lege man die drei Spindeltrimmer von je 100 Ohm an die RGB-Pins des ATARI - davor je noch einen 10 Ohm-Widerstand - und führe das Signal zusammen an den Umschalter. Das Ergebnis ist super.

Am Ende des Briefes ist ein Schaltplan sowie die kleine Schaltbox, in die ich eine Cinchbuchse als Audio-Ausgang integriert habe, abgebildet. Der 13-Pol-Stecker ist fest in die Vorderseite eingeklebt (Sekundenkleber), damit er direkt hinter den ATARI paßt und kein zusätzliches Kabel erforderlich ist. Die Box mißt 55x70x40 mm, und die Kabel in der Box sind so kurz wie möglich gehalten und nicht abgeschirmt. Die drei Trimmer sind mit Vorwiderständen auf einer Lochplatine montiert und durch die Öffnung in der Deckplatte regelbar.

(Hans-Christian Scherzer, Bremerhaven)

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KLEISTER UND KEIN ENDE

Als Buch- und PD-Autor erreichen mich sehr viele Leserbriefe, die interessant genug wären, sie auszugsweise zu veröffentlichen. Weil die Leser mir aber privat schreiben und nicht damit rechnen, möchte ich das lieber nicht tun. Stattdessen möchte ich an dieser Stelle häufige Fragen, die offensichtlich viele interessieren, herausgreifen und sie beantworten.

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CD-ROM UND ANTON

Zuallererst eine Richtigstellung zum Messebericht im letzten Heft: Das Programm HCD, mit dem wir Daten vom CD-ROM holen können, stammt nicht von mir, sondern (bis auf ein paar meiner Maschinenroutinen) von meinem Buch-Coautor Anton Stepper-Ehre, wem Ehre gebührt.

Überhaupt scheinen viele Leser zu vergessen, daß Anton den Großteil der Software auf der KLEISTERSCHEIBE (vor allem SED und TED) verbrochen hat: manche haben mich sogar schon gefragt, ob dieser “Anton Stepper” denn ein Pseudonym von mir wäre....

NEIN! Anton ist so echt wie nur möglich. Das CD-ROM-Programm HCD ist übrigens noch nicht zu haben; es steckt noch in der Entwicklung.

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HYPERFORMAT = VIRUS???

In letzter Zeit häufen sich die Fragen nach Viren (seufz...) -die ST-Anwender sind offensichtlich aufgeschreckt. Der Rummel hat soviel PanikHektikFußpilz erzeugt, daß selbst gewöhnliche HYPERFORMAT-Bootsektoren für verseucht gehalten werden. Dazu eine Klarstellung:

Es stimmt zwar, daß man viele Bootsektor-Viren daran erkennen kann, daß sie mit einem Sprungbefehl (zum Beispiel $60 38) beginnen. Aber auch viele harmlose Bootsektorprogramme haben diese “Kennung”, darunter der Original-Lader für das RAM-TOS. Diesen Ur-Lader schreibt HYPERFORMAT grundsätzlich auf die Diskette; ausführbar wird er aber in HYPERFORMAT nur auf Wunsch gemacht. Das gilt sowohl für die PD-Versionen von HYPERFORMAT bis einschließlich V2.56++ als auch für die KLEISTER-Versionen ab V3.00. Nochmal: Der Ur-Lader (zu erkennen am Text “Neuer Booter”) ist absolut harmlos, selbst wenn er ausführbar ist!

Dann gibt es da auch noch den einen oder anderen Virenfahnder, der in HYPERFORMAT selbst versehentlich einen Datei-Virus zu erkennen glaubt. Auch das ist natürlich Blödsinn; so vielseitig ist HYPERFORMAT denn doch nicht. Verwenden Sie einen guten Viruskiller wie zum Beispiel das VDU oder SAGROTAN.

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HYPERFORMAT 3.0x

Einige KLEISTER-Leser hatten Probleme mit der neuen Version von HYPERFORMAT: Sie tut’s auf ihren Laufwerken plötzlich nicht mehr. Symptom: Fehler im 11-Sektor-Format schon beim Formatieren mit Verify.

Folge: Herzeleid und Kummerspeck. Auffällig oft passiert das bei NEC1037-Laufwerken. Meistens hilft folgendes: ‘Additional header’ auf ‘n’ (no) stellen und dann formatieren.

Grund: ‘Additional header’ formatiert einen zusätzlichen Sektorvorspann auf die Spur; liegen die Synchronisationsbytes dieses Sektorvorspanns zufällig genau auf dem Indeximpuls (das passiert natürlich nur bei ganz bestimmten Drehzahlen), flippt der Floppycontroller aus. Das gilt nur für 11-Sektor-Formate; alle anderen sollten auch mit aktiviertem ‘Additional header' funktionieren. Ab der neuen Version 3.06 von HYPERFORMAT (auf der KLEISTERSCHEIBE 1.3) ist ‘Additional header’ auf ‘n’ voreingestellt. Zu den Update-Modalitäten studiere man die Bemerkung in den NEWS dieser Ausgabe.

*

FETTE PLATTEN

Heulen und Wehklagen bei vielen Lesern, die mit dem SED versuchten, ihre Platten höher zu formatieren: Gerade bei den SH204-Platten sind oft Laufwerke eingebaut, die sich allenfalls bis zum Zylinder 615 formatieren lassen. Das man muß eben bei jedem Laufwerk einzeln ausprobieren. Leider gab es einige Leser, die mit SEDformatiert und die Fehlermeldungen des SED (Statusbyte!) nicht beachtet haben -sie verließen sich dann darauf, daß ihre Platte weiter spurt; wenn dann beim Partitionieren oder später die Fehler über sie hereinbrachen, gerieten sie in Panik und hielten ihre Platte für defekt. Passen Sie also ein wenig auf! Übrigens sollten Sie auch - das habe ich aber schon im SCHEIBENKLEISTER erwähnt- nicht alle Zylinder für Daten nutzen; Sie brauchen noch mindestens einen Parkzylinder!

MS-DOS-FORMATE

Ein bißchen optimistisch war ich, als ich davon ausging, daß alle MS-DOS-Maschinen meine HYPER-Formate (ab Version 3.00) verstehen müßten. Schließlich halte ich mich an die Microsoft-Konventionen. Microsoft anscheinend aber nicht: Es gibt immer wieder PCs, deren DOS sich mit bestimmten Formaten nicht verträgt. Vor allem das 11-Sektor-Format stößt auf Widerwillen. (Die Standard-Formate mit 9 Sektoren sollten aber eigentlich überall laufen.) Oft liegt’s nur am falschen Diskettentreiber. Ich bastle weiter daran.

Claus Brod


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