Target Renegade (C 64)

Prügeln Sie sich gerne? Wenn ja, dann können Sie dank »Target Renegade« Ihre Aggressionen endlich ohne Kieferbruch oder Platzwunden loswerden. Der berüchtigte Gangsterboss Mr Big hat Ihren kleinen Bruder entführt. Nach dem Motto »Auge um Auge, Zahn um Zahn« stellen Sie sich den Schlägertrupps von Mr Big zum Kampf.

In fünf Szenen warten dutzende von Totschlägern und andere Rauhbeine. Auch die holde Weiblichkeit zeigt sich nicht gerade von der feinen Seite. Einige Rocker-Ladies haben ganz schön fiese Tricks auf Lager.

Die Prügel-Orgie beginnt im Parkhaus. Eine Motorrad-Gang macht Ihnen das Leben schwer. Zum Glück kann man mit etwas Geschick den Rockern einen handlichen Baseballschläger aus Teakholz abluchsen. Wohl dem. der diese Waffe hat. Wesentlich gefährlicher geht's auf der Straße zu. Die Luft ist hier ziemlich bleihaltig. Italienische Mafiosi in Nadelstreifen-Anzügen und Knarren unter dem Arm haben es auf Sie abgesehen.

Im Park um die Ecke warten einige Skinheads, die vor keiner Schandtat zurückschrecken. Als ob Sie mit menschlichen Gegnern noch nicht genug zu tun hätten, hetzt man im Einkaufszentrum sogar bissige Hunde auf Sie. Bevor Sie schließlich auf den Oberschurken Mr Big treffen, müssen nur noch seine muskulösen Leibwächter verscheucht werden.

Trotz der teilweise recht brutalen Handlung kloppt man sich mit Target Renegade immer wieder gerne. Die ausgefuchste Joystick-Steuerung trägt viel zum Spielspaß bei. Der Schwierigkeits-Grad ist allerdings etwas zu hoch. Wer sich davon nicht abschrecken läßt und Programme dieser Art mag. ist mit Target Renegade sicherlich gut bedient. Leider fehlt ein Zwei-Spieler-Modus.

Ein Extralob gebührt dem Grafiker: Kein vergleichbares Prügelspiel auf dem C 64 hat schöner gezeichnete oder besser animierte Sprites. Genauso gut gelungen sind die knackigen Sound-Effekte, die hervorragend zum Spiel passen, (mg)

Happy-Empfehlung:

Grafisch und spielerisch eindrucksvolles Prügel-Spiel mit fünf unterschiedlichen Levels. Gute Joystick-Steuerung, sehr schwierig.

Erste Hilfe:

Im ersten Level sollte man versuchen, so schnell wie möglich zum Fahrstuhl zu gelangen; sich nicht lange mit den Gegnern aufhalten, da das Zeitlimit sehr knapp ist.


Martin Gaksch


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