Malen wie ein Meister

Computer erlauben es auch dem Laien sich in der schönen Kunst der Malerei zu betätigen. Der elektronische Pinsel sorgt durch seine große Funktionsvielfalt für rasche Erfolgserlebnisse.

Computer scheinen wie geschaffen für die Bildschirm-Malerei zu sein. Wer einmal blitzschnell eine gerade Linie oder völlig symmetrische Kreise gezeichnet hat, der wird den Computer als Arbeitspartner nicht mehr missen mögen. Die Möglichkeit, auf Tastendruck vorhergegangene (mißglückte) Mal-Aktionen ungeschehen zu machen, gehört ebenfalls zu den Annehmlichkeiten des Computers. Schnelles Füllen von eingerahmten Flächen ist eher zur Grundausstattung zu rechnen. Ein Bonbon ist dagegen die sogenannte »Sprühdose«. Die gleichnamige Funktion setzt in einem bestimmbaren Radius eine große Anzahl von Punkten auf dem Bildschirm, so daß der Anschein erweckt wird, man hätte eine Sprühdose dazu benutzt .

Tolle Effekte für Farbanimation

Eine Standard-Funktion wiederum ist die Lupe. Mit ihr läßt sich ein gewünschter Bildschirm-Bereich mehrfach vergrößern. Das ist besonders hilfreich, wenn Details nachbearbeitet werden sollen. Verblüffende Effekte lassen sich mit der sogenannten Farbanimation erzielen. Eine bestimmte Farbe wird in frei definierbaren Zeitabständen durch eine andere ersetzt. Durch geschickte Ausnutzung dieser Funktion läßt sich beispielsweise ein aufgewühltes Meer, eine überaus romantische Abenddämmerung oder die Wasserbewegung eines Flusses simulieren.

Zum guten Ton eines Grafik-Programmes gehört auch die Beschriftung eines Bildes. Zeichensätze sollten genau wie Muster selbst definierbar sein. Selbstverständlich gehört zu einem auf Disketten erhältlichen Programm ein umfangreiches Menü, das es gestattet, Bilder zu laden, zu speichern und auf der Diskette umzubenennen beziehungsweise zu löschen.

Alle beschriebenen und eine große Zahl weiterer Funktionen bietet das »OCP Art Studio« für den C 64 und Schneider CPC Die Bedienung des Programms erfolgt über PullDown-Menüs, die bei Aufruf auf dem Bildschirm erscheinen und nach Ausführung einer angewählten Funktion wieder von der Bildfläche verschwinden. Das OCP Art-Studio unterstützt sämtliche Auflösungen der jeweiligen Computer, ist aber nur auf Diskette erhältlich. Es kostet zwischen 90 und 100 Mark. Weniger leistungsfähig, aber trotzdem zum gehobenen Standard gehört das Programm »Star Painter« für den C64. Das Programm wird für 64 Mark auf Diskette angenoten.

Für die Atari-Computer empfiehlt sich das Programm »Atari Artist«, das mit einem sogenannten »TouchTablet« geliefert wird. Das TouchTablet ist eine Art Tafel. Indem Sie per Hand oder mit einer Art Stift über die Oberfläche fahren, können Sie handgetreu zeichnen.

Punkt für Punkt, Strich für Strich

Die Bewegung des Stiftes oder Ihrer Hand wird auf den Bildschirm übertragen. Das gezeiChnete Bild läßt sich mit dem Mal-Programm Atari Artist anschließend eingehend auf dem Bildschirm bearbeiten. Die Hard- und Software-Kombination kostet zirka 100 Mark. Leistungsfähige Programme sind oft nur auf Diskette erhältlich, da sie ständig nachladen. Das OCP Art Studio für den CPC braucht darüber hinaus 128 KByte Speicher, die allerdings nicht jedem zur Verfügung stehen.

Das Angebot an Grafik-Software ist reichhaltig. Die vorgestellten Programme sind zur Zeit der Maßstab, für eine Beurteilung der übrigen Produkte. (rh)


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