Tipphilfe für XL/XE

Aufgrund vieler Lesernachfragen drucken wir ab jetzt Maschinenprogramme wieder im AMPEL-Format ab. Damit Sie nicht lange in alten Happys wühlen müssen, finden Sie hier eine verbesserte AMPEL-Version. Sie ist komfortabler als Version 1.1.

»AMPEL« heißt »Atari Maschinenprogramm Eingabe Listing«. Vor genau zwei Jahren (in der Happy-Computer 12/85) veröffentlichten wir dieses Eingabeprogramm, um Ihnen das Abtippen von Maschinenprogrammen komfortabler zu gestalten. Zu dem Zeitpunkt zeichnete sich am Horizont ein deutlicher Trend zu Commodore- und Schneider-Computern ab. So mußten auch wir den Atari-Teil zugunsten anderer Computer einschränken. Um Ihnen trotzdem leistungsfähige Programme bieten zu können, druckten wir die folgenden Listings in Form eines Basic-Laders ab, die weniger Platz als die AMPEL-Listings in Anspruch nehmen. Leider aber waren diese auch schwerer abzutippen.

In der folgenden Zeit häuften sich bei uns Anfragen nach AMPEL-Listings. Die vorherrschende Meinung: »Ihr habt doch ein komfortables Eingabelisting. Bringt bitte wieder Programme im AMPEL-Format.« Aber woher den Platz dafür nehmen in unseren Heften?

Es scheint nun, daß die Atari-8-Bit-Programmierer, und damit Sie lieber Leser, mit der Zeit den Computer immer besser auszunutzen verstanden. Die Programme wurden besser und gleichzeitig kürzer. Wir konnten dem vielfach geäußerten Wunsch nach AMPEL-Listings nachkommen, und in dieser Ausgabe finden Sie das Spiel »Space-Ball« im AMPEL-Format.

Gleichzeitig haben wir eine neue AMPEL-Version, die um einiges freundlicher zu bedienen ist, als die alte. Zusätzlich wurden einige Probleme beim Kassettenrecorder-Betrieb gelöst. Die AMPEL-Version 2.0 läuft unter dem normalen Basic ebenso wie unter Turbo-Basic XL. Es lassen sich damit Maschinenprogramme bis zu einer Länge von ungefähr 20 KByte eingeben.

Die Bedienung ist fast genauso geblieben, wie in der ersten AMPEL-Version. Zunächst fragt Sie das Programm, ob Sie ein neues Listing eingeben oder mit einem bereits gespeicherten fortfahren wollen. Anschließend fragt das Programm nach dem Massenspeicher. Falls Sie ein System mit Diskettenstation besitzen, fragt Sie AMPEL zusätzlich nach dem Listing-Namen. Dieser steht im Vorspann des Listings zusammen mit der Programmlänge.

Beim Eingeben des Listings sind nur die Tasten <0>-<9>, <A>-<F>, <BACK-SPACE>, <Control 9> und < ControlS > aktiv. <BACK-SPACE> korrigiert falsch eingegebene Zahlen. Am Ende einer Zeile erfolgt der Prüfsummentest. Stimmt die eingegebene Zeile nicht mit der im Heft überein, ertönt ein Warnton, und Sie müssen die Zeile erneut eingeben. Mit < Control S > vord das bereits eingegebene Programm gespeichert. Bei Diskettenbetrieb wird vorher ein bereits gespeichertes Programm in »BACKUPOBJ« umbenannt. Falls dem frisch gespeicherten File etwas passieren sollte, haben Sie immer eine Sicherheitskopie, die die Daten bis zum letzten Speichern enthält. Wenn Sie »BACKUP-OBJ« bei der Frage nach dem Programmnamen eingeben, wird diese Kopie geladen. Mit < Control Q> verlassen Sie AMPEL 2.0, wobei das bis dahin eingegebene Programm automatisch gespeichert wird. Auch wenn Sie das Programm fertig eingegeben haben, speichert AMPEL die Daten und geht zurück ins Basic.

Die Prüfsummen der Listing-Zeilen bereiten vielen Lesern Kopfzerbrechen, weshalb wir die Berechnung erklären wollen. Eine AMPEL-Zeile setzt sich aus zwei Byte für die Zeilennummer und acht Datenbyte zusammen. Das höherwertige Byte der Zeilennummer (die ersten beiden Zahlen) multipliziert der Computer mit zwei -und addiert darauf das niederwertige Byte der Zeilennummer. Dieses Ergebnis multipliziert er erneut mit zwei. Dann addiert er der Reihe nach die acht Datenbyte hinzu, wobei er wiederum nach jeder Addition das Ergebnis verdoppelt. Nur nach dem achten Datenbyte läßt er das Ergebnis unangetastet. Von dieser Summe verwendet er nur die letzten acht Bit (eine Zahl zwischen Null und 255), die schließlich die Prüfsumme bilden. Zugegeben, die Berechnung ist schwer nachzuvollziehen und kompliziert. Aber nur durch diese verzwickte Formel erkennt der Computer zuverlässig Tippfehler. Und was gibt es Schlimmeres als ein nicht funktionierendes Listing?

AMPEL 2.0
von Henrik Fisch
Computertyp: Atari XL/XE
Sprache: Basic
Eingabehilfe: Prüfsummer
Sektoren auf Diskette: 41


(hf)


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