Tai-Pan (Atari ST)

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Atari ST (C 64, Schneider CPC, Spectrum, MSX, MS-DOS)
39 Mark (Kassette), 49 bis 79 Mark (Diskette)
Grafik 64 ★
Sound & Musik 53 ★
Happy-Wertung 35 ★

Erst kam das Buch, dann der Film und nun — mit einigen Wochen Verspätung — das Spiel: »Tai-Pan« ist die Software-Umsetzung des gleichnamigen Romans von James Clavell.

Wir befinden uns im China des frühen 19. Jahrhunderts. Sie sind ein Abenteurer, der es durch Handel zu einer Menge Geld und zum Titel Tai-Pan (»Höchster Führer«) bringen will. Sie beginnen in der Stadt Kanton und müssen erst einmal zu einem Schiff und einer Mannschaft kommen. Ein freundlicher Chinese leiht Ihnen in einem Restaurant einen Batzen Geld. Nun kann man Schiff, Verpflegung, Waren und wichtige Gegenstände wie eine Seekarte kaufen und eine Mannschaft anheuern. Wem letzteres zu teuer ist, der kann auch mit einem Knüppel losziehen, um ein paar Leute zwangszuverpflichten. Damit spart man natürlich etwas Geld, aber die Wächter der Stadt sehen diesem Treiben nicht lange zu. Wer zu brutal vorgeht, wird für einen Monat ins Gefängnis geworfen. Und wer wiederum zu oft im Gefängnis landet, wird einmal zum Tode verurteilt.

Neben dem friedlichen Handel können Sie in einer Action-Sequenz auf hoher See ein anderes Schiff mit Kanonenkugeln beschießen und sogar entern. Es ist also Ihre freie Wahl, ob Sie auf legalem oder illegalem Weg Karriere machen. Je nachdem, wie erfolgreich Sie waren, werden Sie am Spielende als »Trunkenbold« oder als Tai-Pan (das Höchste aller Gefühle) eingestuft. Auf dem Atari ST kann man nur mit einem Farbmonitor sein Glück versuchen.

Boris: »Tai-Pan(ne)«

Bei Tai-Pan haben die Programmierer einige schlimme Böcke geschossen. Die Benutzerführung ist scheußlich (insbesondere bei Maus-Steuerung), der Spielfluß langsam und zäh, viel zu viel hängt vom Zufall ab, auf Dauer mangelt es an Abwechslung, und die Musik dudelt langweilig vor sich hin. Die Grafik ist über weite Strecken dürftig, aber einige einzelne Bilder sind wiederum Spitzen-Klasse.



Heinrich Lenhardt


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