Battle Ships (CPC)

Dieses Spiel macht, sofern man es noch nicht geladen hat, den Eindruck einer neuen Simulation oder zumindest eines Action-Spiels. Eine reißerische Hintergrundstory (Thema: Admiral im Nebel) sowie das Titelbild, das eine Seeschlacht in vollem Gange zeigt, deuten darauf hin. Doch der Schein trügt. Es handelt sich um die Computer-Umsetzung eines der bekanntesten Kinderspiele: »Schiffe versenken«. Der Computer ersetzt dabei das Karopapier — nur unter die Schulbank paßt er nicht.

Zwei Spieler (einer davon kann auch der Computer sein) verstecken fünf Schiffe auf einem als Seekarte getarnten quadratischen Gitterraster. Keiner weiß, wo die Schiffe des anderen liegen. Danach feuert jedes Schiff vier Schüsse auf Felder des Gegners ab. Der Spieler, dessen Schiffe zuerst versenkt sind, hat verloren.

Nachdem man mit dem Joystick die Positionen seiner Schüsse festgelegt hat. zeigt der Computer in einer toll gemachten grafischen Sequenz, wie diese Schüsse abgefeuert werden und ins Wasser oder die anderen Schiffe treffen. Über diese Szenerie werden von Flugzeugen Bomben abgeworfen, die weder gesteuert werden können. noch irgendeinen Einfluß auf das Spielgeschehen haben.

In der getesteten Schneider-Version spielt der Computer derart dilettantisch, daß man eigentlich kaum verlieren kann.

Ein besonderer Gag ist ein Turniermodus, bei dem beliebig viele Spieler um einen Platz in der High-Score-Liste kämpfen können. (bs)

Heinrich: »Ab zu den Fischen«

Ich pack’s nicht: »Schiffe versenken« als nicht gerade billiges Computerspiel, das fast reine Glückssache ist. Ohne Extras, ohne spielerische Neuheiten. Geradezu peinlich ist es, daß Top-Programmierer wie Chris Butler ihr Talent an dieses Trauerstück verschwendet haben. Battle Ships ist leider kein schlechter Witz, sondern ein noch schlechteres Spiel: Mit vollen Segeln auf Grund gelaufen.



Boris Schneider


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