Into the Eagle’s Nest (C 64)

Wenn ein Programm sich so gut verkauft wie »Gauntlet«. dann dauert es nicht lange, bis die Nachahmer da sind. »Into the Eagle's Nest« ist offensichtlich von diesem Vorbild inspiriert. Auch hier steuert man eine Spielfigur, mit der man gegen Bösewichter kämpft und Schätze sammelt. Neben einigen spielerischen Unterschieden weicht aber auch die Hintergrundgeschichte stark von Gauntlet ab. Das Eagle's Nest (»Nest des Adlers«) ist nämlich eine Bastion der Nazis im 2. Weltkrieg. Die Spielfigur, die Sie steuern, ist ein englischer Soldat. Drei seiner Kameraden wurden gefangengenommen, nachdem sie Sprengladungen im Schloß installiert hatten. Je nach Schwierigkeitsgrad müssen Sie einen, zwei oder alle drei Kollegen befreien. die Sprengladungen scharf machen und rechtzeitig entkommen. Die unappetitliche Nazi-Handlung ist eigentlich völlig überflüssig.

Es kann nur ein Spieler antreten und alle Spielfiguren sind wesentlich größer als bei Gauntlet. Das Spielgefühl ist deswegen anders und die Missionen sind auch schwieriger als beim Vorbild. Zusatzmunition muß man sich in Depots klauen, und der Tbd droht, nachdem man 50 Schuß eingefangen hat. Aber es liegen auch Erste-Hilfe-Kästen herum, die wieder für Heilung sorgen. Auf Dauer kommt man nicht darum herum, sich bestimmte Routen innerhalb des Schlosses zu merken oder Karten zu zeichnen. Action für Gedächtniskünstler. bei der man die Hintergrundstory lieber schleunigst vergißt. (hl)

Anatol: »Nicht mein Fall«

Into the Eagle’s Nest kann mich nicht sonderlich begeistern. Grafik und Sound sind zwar recht gut gelungen, und das Spiel kann einen auch sicherlich einige Zeit an den Bildschirm fesseln, doch es erinnert mich trotz der ungewöhnlichen Vogel-Perspektive sehr an Gauntlet.

Insgesamt kein schlechtes Spiel, auch wenn mich die ziemlich ausgelaugte Idee nicht recht begeistern kann.



Heinrich Lenhardt


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