Infodroid

 Grafik  73 ★
 Sound & Musik  81 ★
 Happy-Wertung  71 ★
C 64 (Schneider CPC)
Geschicklichkeit-/Strategie-Spiel
29 DM (Kassette), 49 DM (Diskette)
Gut ausgedacht, fein gemacht

Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit hat den Weltraum erobert und die Bürokratie mit ins All geschleppt. Die Verwaltungswut ist so groß, daß ein ganzer Planet für diesen Zweck besiedelt wird. Große Firmen lassen sich hier nieder, die durch ein Netz von Laufbändern verbunden werden. Im 3. Jahrtausend hetzt man natürlich keinen Menschen mehr vor die Tür, wenn eilige Botengänge erledigt werden müssen. Man bedient sich vielmehr eines kleinen Roboters, eines Droiden.

Als Unternehmer in Sachen Droiden versprechen Sie sich ein gutes Geschäft. Ihre Aufgabe ist es, Ihren Blech-Boten per Joystick auf dem Bürokraten-Planeten zu steuern. Der niedliche Kleine hoppelt auf Fließband-Autobahnen, von denen jeweils zwei (für jede Richtung eine) in vier Geschwindigkeiten über den Bildschirm brausen.

Doch das Droiden-Leben ist nicht leicht. Konkurrenz-Blechmänner schubsen an unserem Helden herum, beschädigen ihn allmählich und klauen mitunter sogar seine Fracht. Neben diversen Firmen, die Kurieraufträge vergeben, gibt es auch Tankstellen. Außer Energie gibt es hier einen Reparatur-Service — gegen entsprechendes Kleingeld, versteht sich.

Anfangs wirkt die Steuerung recht umständlich, doch mit etwas Übung und der ausführlichen deutschen Anleitung wird man schnell Herr des ausgeklügelten Menü-Systems. Die grafische Präsentation ist sehr ordentlich und gleich vier Musikstücke sorgen für Ohrenschmaus. Wer es lieber dezent mag, kann auch von Musik auf Sound-Effekte umschalten.

»Infodroid« ist eine geschickte Mischung aus Strategie- und Geschicklichkeits-Spiel, die Spaß macht, sobald man sich warmgespielt hat. Damit die Aufgabe nicht zu einfach wird, darf man leider nicht den Spielstand speichern. Infodroid wird die Software-Welt zwar nicht auf den Kopf stellen, ist aber eine sympathische Bereicherung des Angebots, originell und eine nähere Betrachtung auf jeden Fall wert. Schade nur, daß die Schneider-Version grafisch stark enttäuscht. (hl)


Heinrich Lenhardt
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