Top Gun

 Grafik  57 ?
 Sound & Musik  65 ?
 Happy-Wertung  61 ?
Schneider CPC (C 64, Spectrum)
Action-Spiel
39 Mark (Kassette), 59 Mark (Diskette)
Simultane Flugzeug-Ballerei

Wenn man sich über das aktuelle Film-Geschehen informieren will, braucht man eigentlich gar nicht mehr ins Kino zu gehen. In letzter Zeit gab es zu den meisten internationalen Kassenschlagern nämlich ein Computerspiel, mit dem man die Film-Handlung mehr oder weniger gut nachvollziehen kann.

«Top Gun« lief schon vor einigen Monaten in unseren Kinos. Der stark militaristisch angehauchte Streifen handelt von einer Militär-Flugakademie. Natürlich geht es beim Top Gun-Spiel auch um Kampfflugzeuge und weil Bildschirm-Balleieien gerade mal wieder in Mode sind, beschießen sich zwei Spieler gegenseitig.

Zunächst wählt man, ob man mit seiner F-14 Tomcat gegen einen Freund antritt oder lieber den Computer vom Himmel holt. Dann erscheint eine schöne Grafik (Flugzeugträger bei Sonnenuntergang — sehr romantisch), ein heißer Computer-Mut des Kenny Loggins-Hits tDanger Zone« ertönt und auf Feuerknopfdruck beginnt der Luftkampf.

Der Bildschirm ist in zwei Hälften gespurtet. Jeder Spieler sieht das Szenario also aus seiner Perspektive. Viel ist zwar nicht los, aber die schlichte Vektorgrafik flitzt blitzschnell über den Bildschirm. Außer den Flugzeugen. Raketen und dem Horizont gibt es keine grafischen Elemente. Spielerisch gibt sich Tbp Gun ähnlich schlicht: Versuchen Sie den anderen Flieger ins Fadenkreuz zu bekommen und schießen Sie ihn ab. Ein kleiner Radar und drei Waffen stehen hilfreich zur Seite. Mit dem Maschinengewehr sind 25 Treffer nötig, um den Gegner vom Himmel zu holen. Eine Infrarot-Rakete heftet sich 20 Sekunden lang an die Fersen eines Flugzeugs und zerstört es bei einem Treffer. Man kann versuchen, durch Abfeuern von Leuchtraketen das Infrarot-Geschoß abzuhängen.

Top Gun sorgt für eine Weile unkompliziertes Vergnügen, doch vor allem gegen den Computer-Gegner wird das Spiel auf Dauer etwas eintönig. So beeindruckend schnell die Vektor-Grafiken sind, so wenig Abwechslung bietet das Programm langfristig. (hl)


Heinrich Lenhardt
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