CP/M: PIP statt TYPE

Die spezielle Codierung der Wordstar-Textdateien macht es schwierig, nur einen kurzen Blick auf einen Text zu werfen.

Wer unter CP/M 2.2 nur einen kurzen Blick in eine Wordstar-Textdatei werfen will, wird meist den residenten Befehl TYPE benutzen wollen. Da Wordstar-Dateien aber eine spezielle Codierung haben, kann man diese nicht so leicht lesen. So zum Beispiel-Dateien, deren rechter Rand mit »CTRL-O R 40« auf 40 Zeichen festgelegt wurde. Der Zeilenumbruch wird mit TYPE nicht angezeigt, was die Texte - neben den Sonderzeichen - sehr schwer lesbar macht.

Um nun Wordstar-Dateien schnell aufzulisten, können Sie auch »PIPCOM« benutzen. Sie kopieren es sich zuerst von Ihrer CP/M-Systemdiskette auf die Wordstar-Diskette. Dieses Programm erkennt das Zeilenende korrekt und unterdrückt zumindest einige der lästigen Bildschirm-Steuerzeichen. Als Quelle dient PIP die Diskettendatei, als Zielgerät die Konsole »CON:«

A> PIP CON:=BEISPIEL.TXT

Auf dem Bildschirm sehen Sie jetzt Ihren Text, allerdings mit einem Grafikzeichen am Ende eines jeden Wortes. Wordstar setzt bei den letzten Buchstaben eines Wortes nämlich immer das achte Bit. Abhilfe schafft die Z(ero)Funktion von PIP

A> PIP CON:=BEISPIEL.TXT[Z]

Wenn Sie Ihren Text mit Zeilennummern wünschen, erreichen Sie das durch die N(umber)-Funktion.

A> PIP CON:=BRIEF.TXT[NZ]

Ziehen Sie statt des Bildschirms den Drucker als Ausgabegerät vor, nehmen Sie LST: (List Device) statt CON;.

A> PIP LST:=BRIEF.TXT[NZ]

Auch die Ausgabe in eine Diskettendatei ist erlaubt.

A> PIP DATEI=BRIEF.TXT[NZ]


Martin Kotulla/hg



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