Lisling des Monats: Mini-Mac - Desktop für den Spectrum


»Das kann der Spectrum auch«, schoß es mir sofort durch den Kopf, als ich zum ersten Mal eine Benutzeroberfläche auf einem Macintosh erblickte.

Die Benutzeroberfläche des Macintosh sah ich das erste Mal auf der Hannover-Messe. Sie zog mich in ihren Bann und sofort war es mein großes Ziel, eine Benutzeroberfläche auf dem Spectrum zu programmieren. Alle

Versuche mit Basic schlugen fehl. Diese Programmiersprache ist für solche Anwendungen einfach zu langsam.

Also stieg ich auf die schnelle Assemblersprache um. Das war nicht leicht, aber gute Hilfe leistete mir der Assembler von Hisoft und einige Bücher. Damit hatte ich Erfolg.

Als die erste Version des »System 1« lauffähig war, kam mir eine neue Idee. Warum soll sich nicht jeder seine Benutzeroberfläche einfach selbst programmieren können? Zu dem bisherigen Basic-Wortschatz kamen eine Vielzahl weiterer Befehle dazu. Zeit für ein solch komplexes Programm hatte ich nur, weil ich zur Zeit leider arbeitslos bin. Das Ergebnis kann sich jetzt aber sehen lassen.

Inzwischen habe ich den Spectrum schon vier Jahre. Es macht immer noch Spaß, mit dem kleinen Computer zu programmieren. Ich arbeite bereits an einem neuen Projekt: einem Z80-Emulator für den QL. Ein paar Spectrum-Spiele liefen schon auf dem QL.

Durch die Benutzeroberfläche wurden auch meine Frau und sogar mein fünfjähriger Sohn vom Computerfieber angesteckt. Meine Frau entwickelt auf dem QL ein Buchhaltungsprogramm. Für unseren Sohn ist der Computer bisher nur ein Spielpartner zum »Zahlen- und Buchstabenraten«.

(D. Rüssel-Fritzenwalder/hb)


Aus dem Spectrum hat unser Gewinner (D. Rüssel-Fritzenwalder, rechts oben) einen Mini-Mac mit einer grafischen Benutzeroberfläche mit Fenstern gemacht. Das Listing finden Sie auf Seite 80.

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