Major Motion (Atari ST)

Grafik 74 ★
Sound & Musik 35 ★
Happy-Wertung 75 ★
Atari ST, Amiga Actionspiel DM 69,- (Diskette) Flotter, farbenfroher "Spy Hunter"-Verschnitt

Der Held heisst in diesem Spiel nicht Bond... James Bond, doch Ian Flemings Agent mit der Lizenz zum Töten hat die Programmautoren doch sichtlich inspiriert. Ein wackerer Held ist auch bitter nötig, denn eine Horde wilder Spinner namens »The Draconian League« macht Rabatz: Auf den Highways der USA ist wahrlich die Hölle los, denn die Autos besagter Bösewichter schiessen die Vehikel der braven Bürger zu Klump oder schubsen sie einfach in den Strassengraben. In diesem kritischen Moment haben nur Sie (ja, ganz genau Sie!) den Mut und die Entschlossenheit, den Schurken die Stirn zu bieten.

Sie besteigen Ihren brandneuen Sportwagen, in dem man einige teure Extras einbauen kann. Der Flitzer ist ab Werk schon mit einem Maschinengewehr ausgerüstet. Ab und zu kann man einen Versorgungs-LKW rufen, in ihn hineinfahren und sich zusätzliche Raffinessen einbauen lassen: Einen Raketenwerfer, einen Turbo-Boost (für Super-Beschleunigung), den Repulsor (Energiefeld, das feindliche Autos wegschubst), eine Ölkanne, um glitschige Spuren zu legen und eine Nebelmaschine, um den Feind im Dunkeln tappen zu lassen.

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Um Punkte zu sammeln, muss man möglichst viele gegnerische Fahrzeuge abschiessen oder von der Strasse schubsen. Machen Sie aber nicht alles nieder, was Ihnen in den Weg kommt. Wenn Sie zuviele Unschuldige erwischen, werden Sie aus dem Verkehr gezogen »Major Motion« weist geradezu frappierende Ähnlichkeiten zum Spielautomaten »Spy Hunter« auf, was bestimmt kein Zufall ist. Das Spielprinzip ist zwar recht simpel, aber spassig und durch den Einsatz der verschiedenen Waffen recht abwechslungsreich. Grafisch ist das Spiel zwar nicht überragend (das Scrolling reisst zum Beispiel keine Bäume aus), aber ansprechend und farbenprächtig. »Major Motion« wird Geschicklichkeits- und Action-Fans eine ganze Weile beschäftigen und ist zu einem vernünftigen Preis erhältlich. An Hardware werden neben dem Computer ein Farbmonitor und eine Maus benötigt.
Heinrich Lenhardt


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