Bücher zum Thema

Hilfen für den Start

Das Hobby zum Beruf machen, mit dem Computer selbständig sein. Das muß kein angenehmer Traum bleiben. Ein deutscher Fachverlag hat sich auf dieses Thema spezialisiert.

Vielen Menschen und insbesondere jungen Leuten, stellt sich das Problem, wie sich ihr Wissen und ihre Talente auf dem Computer anderen Menschen zur Verfügung stellen läßt. Ein gangbarer Weg, den noch viele scheuen, ist der in das eigene Unternehmen.

Woher soll man denn auch als Neuling das notwendige Was, Wie, Wo und Womit kennen?

In diese Wissenslücke springt der Autor Peter Kirchmeier. Er schrieb den Report »Geld verdienen mit dem Mikrocomputer«. Dieses Werk ist Bestandteil einer stabilen Arbeitsmappe, in der sich außerdem noch einiges nützliche Zubehör für den zukünftigen Unternehmer findet.

Auf über 100 Seiten im DIN-A4-Format sind 50 verschiedene Ideen, Erfahrungen und Tips gesammelt. Neben Geschäftsideen von Versandhandel bis Vermittlungsbüro wird erklärt, wie man ein Unternehmen gründet, und wie die Verdienstchancen dabei ausfallen.

In leicht verständlicher Weise wird dem Leser viel Hinter-grundwissen vermittelt, das er sich sonst aus einer Unzahl von Fachzeitschriften mühsam zusammensuchen müßte. Abgerundet wird diese Arbeitsmappe durch ein ausführliches Lieferanten- und Fachhändler-Verzeichnis, verschiedene Arbeitsformulare (zum Beispiel zur Ideen- und Adressensammlung) und einem »kleinen Lexikon der Mikrocomputer-Fachbegriffe«. Letzteres Heft ist mit seinen 33 Seiten eher schmückendes Beiwerk. Die Fachbegriffe sind nur sehr unzureichend erklärt. Ein weiteres Haar in der Suppe ist, daß einige technische Daten und Fakten aufgrund des Erscheinungstermins (1982) bereits veraltet sind. Dies tut jedoch der fachlichen Information keinen Abbruch: Die vorgestellten Ideen und Anleitungen sind fast zeitlos gültig. Für Einsteiger, die das erste Mal mit dem Gedanken an eine Unternehmensgründung spielen, ist diese Lektüre auch noch bei einem Preis von 98 Mark zu empfehlen.

Ausgefeilte Ideen

Wer jedoch schon genauere Vorstellungen hat, dem sind die Arbeitsmappen »Der Gründungsplaner« zu empfehlen.
Stellvertretend aus einer großen Anzahl stellen wir die »Gründungsplaner Nr. 90: Mobiler Buchführungshelfer« und »Gründungsplaner Nr. 113: Computergrafikservice« vor.

Die Mappen bestehen jeweils aus einer Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden Magazins »Die Geschäftsidee«, in dem Unternehmenskonzepte vorgestellt werden, sowie mehreren vielseitigen Checklisten zur Planung der Geschäftsgründung.

Die Magazine beschreiben systematisch auf jeweils knapp 30 Seiten das Wissenswerteste über Startkapital, Werbung, Lieferanten, Standort, Preise, Kunden, Gewinn und vieles mehr. Beispiele aus der Wirtschaft, Übersichten und Interviews machen das jeweilige Unternehmenskonzept zu einer ausgereiften Starthilfe.

Mit den Checklisten sind für jedermann Chancen und eventuelle Fehlplanungen abwägbar. Die Checklisten erfassen das Wesentlichste, angefangen beim eigenen Firmenschild über richtiges Telefonieren bis hin zu den täglichen Kontrollen. Routinearbeiten, wie Terminplanung, Angebotsvergleiche, Werbeplanung und einiges mehr sind mit den Checklisten zuverlässig organisiert.

Wer in einer der beiden konkreten Branchen, Computergrafik oder mobiler Auftrags-Buchführung, seine große Chance wittert, für den sind die Gründungsplaner zum Preis von 54 Mark eine lohnende Anschaffung.

Als vertiefende Ergänzung zu dem besprochenen Material ist das zweibändige Werk »Handbuch für Geschäfte mit dem Microcomputer« zu bewerten.

Auf 520 Seiten werden zusätzliche Aspekte wie Motivation, Seminare, Marketing, Rechnungswesen, Gewinnmaximierung und vieles mehr ausführlich diskutiert.

Band I ist inhaltlich dem Report von Peter Kirchmeier vergleichbar. Es wird jedoch ein breiteres Themenspektrum abgedeckt. Schwerpunktmäßig beschreibt der Autor Victor Wild allgemeine Tendenzen im Bereich der Hard- und Software, geht aber ebenso wie der Report auf Branchenlösungen und Marktlücken ein.

Beispielsweise werden die Chancen im Softwareverkauf, mit Informationsdiensten und als EDV-Berater vorgeführt und mit vielfältigem Zahlenmaterial unterlegt. Die notwendigen Maßnahmen zur Gründung eines eigenen Unternehmens sind in vier Kapiteln zusammengefaßt. Tabellen, Checklisten und Diagramme dienen als hilfreiche Unterstützungen. Der zweite Band beschäftigt sich mit den praktischen Seiten beim Aufbau und der Organisation des Unternehmens und ist in drei Hauptabschnitte untergliedert.

Der erste Teil behandelt eine Vielzahl von Problemen, die sich aus dem Unternehmens-Wachstum ergeben. Beispielsweise wird das Rechnungswesen, die Aufgabe des Finanzplanes erklärt, sowie auf Lohn, Gehalt und auf Personalfragen eingegangen. Beispiele, Diagramme und Tabellen lockern den Text auf und erhöhen das Verständnis. Der zweite Teil trägt die Überschrift »Überleben« und befaßt sich mit Themen wie finanzielle Engpässe, Mahnbuchhaltung und Krisenmanagement. Es sind eine Menge nützliche Tips und Tricks für schwierige Situationen gesammelt. Der abschließende Teil trägt den Titel »Erfolg«. Man erfährt, wie der Gewinn maximiert wird, und wie Unternehmen erworben und verkauft werden. Der »Weg zum Erfolg in der Mikrocomputerbranche«, den der Untertitel verspricht, wird mit diesem umfangreichen Werk gangbar. Es ist für 198 Mark erhältlich.

Der erfolgreiche Weg in eine selbständige Existenz oder auch zu einer lukrativen Nebenbeschäftigung ist nur mit ausreichendem Know-how aussichtsreich. Startkapital ist meist ebenso wichtig. Wer sich in der Mikrocomputerbranche etablieren will, der findet hier Informationsmaterial, das seinen, obgleich hohen Preis wert ist. Andererseits sind die vorgestellten Bücher und Arbeitsmappen keine Erfolgsgaranten. Unternehmerischen Geist können sie nicht ersetzen.

Michael Zwenger/ Matthias Rosin

Alle Bücher erscheinen im Verlag Norman Rentrop, Theodor Heuss-Str. 4, 5300 Bonn 2: Peter Kirchmeier, »Geld verdienen mit dem Mikrocomputer«, Preis: 98 Mark »Gründungsplaner Nr. 90: Mobiler Buchführungshelfer«, Preis: 54 Mark »Gründungsplaner Nr. 113: Computergrafik-Service«, Preis: 54 Mark Victor Wild, »Handbuch für Geschäfte mit dem Microcomputer«, ISBN 3-8125-0040-X, Preis: 198 Mark

Wie 'nun denn nun?

Einige Rückfragen zum Listing des Monats in Ausgabe 7/86 (»Horrible Halls« für Schneider CPC) veranlassen uns, hier noch einmal die richtige Reihenfolge der einzelnen Listings klarzustellen. Bei Diskettenbetrieb ist die Reihenfolge natürlich völlig egal. Für Kassetten-Benutzer gilt folgendes: Zum Spielen benötigen Sie Listing 3 (»Horrible Halls«), den mit Listing l (»Shape-DATAs«) erzeugten Maschinencode (unter dem Namen »HORRIBLE. SHP« speichern) und aus Listing 4 (»Motiv-DATAs«) den Binärcode der Spielfiguren (den speichern Sie mit »HORRI-BLE.MOT«), genau in dieser Reihenfolge. Nur, wenn Sie das Spiel mit selbstentworfenen Figuren verändern wollen, brauchen Sie Listing 2 (»CPC-Shapeplotter«). Dann gehen Sie so vor, wie eben beschrieben: anstelle des Listings 3 speichern Sie jedoch dieses Listing 2 zuerst, (ja)

Nachhall

Mollusken schlagen zu

Kaum haben wir ein Listing veröffentlicht, in dem diese fiesen Weichtiere eine Rolle spielen (»Earthraid«, Ausgabe 8/86), schon überwuchern Sie das Programm und verschlucken eine Zeile. Die fehlende Zeile lautet: OC39: 20 58 10 CA DO FA 60 A9 9C

(ue)

Gut gerüstet

Im 4. Schneider-Sonderheft ist uns auf Seite 114 im Artikel »Gut gerüstet« ein Fehler unterlaufen. Statt »74 HCT378« muß es »74 HCT373«.lauten. Natürlich können es auch 150-Nanosekunden-RAMS sein. (Udo Reetz)


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