Shogun (C64)

Im April 1600 gerät das Schiff des englischen Seefahreres John Blackthorne in einen furchtbaren Sturm. Wie durch ein Wunder überlebt er die Katastrophe und wird an die Küste von Japan gespült. Hier gerät Blackthorne in eine innenpolitische Krise: Mehrere einflußreiche Kriegsherren, Daimyos genannt, wollen Shogun werden. Der Shogun ist der oberste Herrscher des Militärs im Land und dementsprechend mächtig und einflußreich. Wenn Ihnen diese Geschichte bekannt vorkommt, ist das nicht allzu verwunderlich. Dieses Computerspiel basiert nämlich auf dem erfolgreichen Buch »Shogun«, das auch verfilmt wurde. Just in diesen Tagen läuft der Fünfteiler wieder im Fernsehprogramm.

Ein schöneres Timing hätte es für das Computerspiel zum Buch und Film nicht geben können. Hier kann man gleich das TV-Wissen in die Tat umsetzen, denn das Ziel ist, Shogun zu werden. Zu Beginn können Sie wählen, welchen der zahlreichen Charaktere Sie im Spiel verkörpern wollen. Davon ist auch der Schwierigkeitsgrad abhängig.

Sie steuern Ihren Helden nun durch diverse Screens. Seltsamerweise kann er nicht nur herumgehen, sondern auch schweben. Durch Druck auf den Feuerknopf gelangt man in eine Menüleiste am unteren Bildschirmrand. Hier kann man acht Icons (Bildsymbole) anwählen und damit Gegenstände nehmen und weglegen, im Kampf aufgeben, Spielstände speichern, Befehle erteilen und andere Spielfiguren »anmachen«, um so Gefolgsleute zu gewinnen.

»Shogun« ist eines der Spiele, bei denen die Zutaten stimmen und das Endprodukt trotzdem einen faden Beigeschmack hat. Beim Programmieren von Titeln mit großen Namen sollte man halt nicht vergessen, daß das Endprodukt den Spieler auch am Joystick fesseln sollte. »Shogun« ist eher eine langweilige Angelegenheit und nur für Fans solcher Strategiespiele zu empfehlen, zumal Grafik und Sound nur mittelprächtig sind.
Heinrich Lenhardt


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