Infiltrator (C 64)

Johnny McGibbits ist der »Infiltrator«, ein knochenharter Flieger-Held und natürlich ein herzensguter Junge. Eines schönen Morgens erhält er den Auftrag, in das Hauptquartier eines Erzoberschurken einzudringen. Jener Knilch, geheimnisvoll Overlord genannt, will die Menschheit in einen Weltkrieg stürzen.

Soweit die Hintergrundstory zu einem aufwendigen Actionspiel. das zwei satte Diskettenseiten in Anspruch nimmt. Der Auftrag des Infiltrators ist in drei Teile gegliedert: Zunächst muß er mit einem Hubschrauber ins feindliche Hauptquartier eindringen. Dort angekommen, schlägt er sich getarnt durch die Gegend und muß Geheim-Dokumente fotografieren. Wenn Johnny auch das heil übersteht, darf er sich wieder in seinen Hubschrauber schwingen und heimwärts fliegen.

Das Spiel beginnt an Bord des Hubschraubers, der laut der gewitzten Anleitung ein Gizmo DHX-l-Modell mit Stereoanlage und einigen weiteren Extras ist: Raketen, Bordcomputer und Elektronik-Landkarte dürfen nicht fehlen.

Die Grafik ist sehenswert: Zwei Hände führen an den Hubschrauber-Steuerknüppeln genau die Bewegungen aus, die der Spieler mit dem Joystick Vormacht. Der Blick aus dem Cockpit erinnert an den guten alten »Skyfox«.

Im feindlichen Hauptquartier wird aus der Baller-Simulation dann eine Art Action-Adventure. Mit Schlafgas und Minendetektor gerüstet macht sich unser Held auf die Dokument-Suche.

»Infiltrator« ist ein gut gemachtes Actionspiel für gehobene Ansprüche. Die ganze Mission zu schaffen, motiviert ziemlich stark. Andererseits verfliegt der Spielreiz natürlich etwas, wenn man die Aufgabe einmal ganz gelöst hat. Von der Idee bietet das Programm nichts wesentlich Neues, doch abwechslungsreich und sauber programmiert ist es allemal. Kleine Warnung am Rande: Das Spiel wird wahrscheinlich erst ab Herbst ’86 in Deutschland verkauft. (hl)
Heinrich Lenhardt



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