Fairlight (CPC)

Fairlight nennt sich nicht nur ein sündhaft teurer Synthesizer. sondern auch ein geheimnisvolles Schloß. Einst kam der obligatorische böse Zauberer und verfluchte es mit allem, was kreuchte und fleuchte.

Der junge Held vom Dienst heißt diesmal Isvar. Er muß sich durch die vielen Zimmer des Schlosses kämpfen, um schließlich in einem entscheidenden Duell den Zauber-Miesling zu besiegen. »Fairlight« zeigt jedes Bild in der momentan ungeheuer populären schrägen 3D-Perspektive. Die Grafik bei der getesteten Schneider-Version ist recht appetitlich, während man beim Commodore 64 Abstriche machen muß: Da gibt es jeweils nur eine Farbe pro Bildschirm, was im Vergleich zum Schneider etwas öde aussieht.

Die Hauptattraktion von »Fairlight« ist die Tatsache, daß alle Gegenstände nicht nur schmückendes Beiwerk sind, sondern auch wirklich benutzt werden können. Isvar stößt zum Beispiel an Tischen an und kann nicht durch sie gehen, aber sehr wohl auf sie springen. Kleinere Gegenstände wie Schriftrollen kann er auch aufsammeln und in die Tasche stecken.

Zu Beginn hat der Held 99 Lebenspunkte. Berührungen mit den abscheulichen Kreaturen, die durch die Gegend tigern, kosten Energie. Durch Druck auf die Leertaste zückt Isvar sein Schwert und kann sich wehren und auch so manchen Gegner besiegen.

»Fairlight« ist ein gefundenes Fressen für Fans von Action-Adventures. Es hat einige erfrischende Ideen und ist dabei recht komplex.

Die perspektivische Grafik mit den »echten« Gegenständen hat allerdings ihren Preis: Der Held tippelt recht langsam durch die Gegend und bei jedem Bildwechsel wird es eine Sekunde lang duster auf dem Monitor. Wer sich an eine solche knifflige Joystick-Tüftelei heranwagt, sollte aber ohnehin etwas Geduld haben und dürfte sich an diesem Schönheitsfehler nicht allzu sehr stören. (hl)
Heinrich Lenhardt


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