Tabellenkalkulation für Einsteiger

Richtig eingesetzt, bringen Anwenderprogramme eine Menge Vorteile. Darum dreht es sich auch bei »Tabellenkalkulation für blutige Laien«, einem Lernpaket für Einsteiger am Personal Computer.

Die Entscheidung für eine Tabellenkalkulation hängt sicherlich vom persönlichen Nutzen ab. Deshalb ist es für den Neuling oft sinnvoller und manchmal auch billiger, sich schon vor der Anschaffung eines teuren Programms mit der Materie vertraut zu machen.

Das ist der Ansatzpunkt von »Tabellenkalkulation für blutige Laien«. Dieses Lernpaket für 49 Mark besteht aus einem 166 Seiten starken Buch und einer Programmdiskette. Anhand allgemeiner und spezifischer Anwendungsbeispiele werden Prinzip und Zweck der Tabellenkalkulation auf dem PC erklärt.

Auf nette Weise erhält der Leser zunächst einmal eine kleine Definition von Tabellenkalkulationsprogrammen. Letztere entpuppen sich als elektronische Nachbildung eines traditionellen tabellarisch angeordneten Planungsbogens, eines Bleistiftes, Radiergummis und eines Taschenrechners.

In leicht verständlichem Deutsch beginnt dann die erste Einweisung in Elemente und Erscheinungsformen verbreiteter Tabellenkalkulationen. Dabei holt sich der Autor hauptsächlich Referenzen bei den Programmen Lotus 1-2-3, Visicalc Supercalc und Multiplan. Er bezieht sich auf diese Programme, da sie nach seiner Ansicht modellhaft für den gegenwärtigen Standard von elektronischen Spreadsheets sind.

Das Lempaket zeigt die Ähnlichkeiten und die geringfügigen Unterschiede dieser Programme, die sich meist nur im Rahmen des Bedienerkomforts und der Speicherkapazität bewegen. Der Leser soll eigene Problemstellungen unabhängig vom verwendeten Produkt bewältigen können.

Da die Lernbeispiele mit Lotus 1-2-3, Supercalc und Multiplan etc. durchgeführt werden, erhält man die nötige Flexibilität, um mit verschiedenen Benutzeroberflächen zu arbeiten, darunter auch die des mitgelieferten PC-Calc. Dieses ist wiederum in der Lage, die vom Autor mit Lotus, Supercalc und Multiplan geschriebenen Beispiele einzulesen und zu verarbeiten.

Mit PC-Calc erhält der »blutige Laie« eine unkomplizierte, aber mit allen notwendigen Funktionen ausgestattete Tabellenkalkulation. Eine siebenseitige deutsche Kurzanleitung mit Befehlsliste liegt bei. Zusätzlich kann man sich ein zirka 21-seitiges ausführliches englisches Dokumentationsfile ausdrucken lassen, das sich auch auf der Programmdiskette befindet.

Das compilierte Basic-Programm stellt ein Arbeitsblatt (Spreadsheet) mit 1000 Zellen zur Verfügung. Diese 1000 Felder bilden eine Matrix mit 50 Reihen und 20 Spalten.

Kommandos von A bis Z

Über der Zeile für die Spaltenangabe ist die Befehlseingabezeile. Diese wird von der Editierebene aus wie bei Supercalc und Visicalc mit der Eingabe von»/«aktiviert. Danach hat man Zugriff auf 20 Befehle, die durch Drücken ihrer Anfangsbuchstaben gewählt werden. Die Kommandos reichen von »A« für Average (bildet den Mittelwert ei- ner Reihe von Zellen), über »R« für Replicate (kopiert Formeln relativ zu ihrer Position), bis hin zu »Z« für das Ändern der verschiedenen Default-Werte von PC-Calc.

Anhand praktischer Beispiele erhält der Leser ein Gefühl für verschiedene Anwendungen der elektronischen Tabellenkalkulation. So zeigt schon der erste Teil des Buches, wie Kraftfahrzeugkosten und/oder Reisekosten ermittelt werden können. Sehr zugunsten wirtschaftlicher Problemstellungen, umfassen die Beispiele auch Break-Even-Analysen und Gewinnschwellenberechnung für Handels- und Produktionsbetriebe.

Da Bilder bekanntlich tausend Worte ersetzen, lernt man auch etwas über grafische Darstellung von Ergebnissen auf Bildschirm und Papier. Diese grafischen Beispiele enthält die Programmdiskette ebenfalls.

Von Lotus 1-2-3 bis Multiplan

Der Autor hat natürlich den Lernerfolg des Lesers mit eingeplant und verwendet nach und nach weiterführende Beispiele. So endet sein Buch mit einer statistischen Anwendung, dem sogenannten Anpassungstest. Dieser dient dem Vergleich einer Folge beobachteter Werte mit einer Folge erwarteter Werte.

Das Lernpaket ersetzt selbstverständlich kein professionelles Programm und entbindet auch nicht davon, das jeweilige Handbuch durchzulesen. Es ist jedoch eine günstige Entscheidungshilfe für die Frage, ob und zu welchem Preis man ein Tabellenkalkulationsprogramm an-schaffen möchte.

Ferner sind die Lernbeispiele sehr gut erklärt und so vielseitig angelegt, daß ihre Umsetzung auf eigene Anwendungsziele kein Problem bereiten dürfte. Wer also die nötige Allgemeinbildung für Tabellenkalkulation auf dem PC sucht, dem ist diese kleine Schulung nicht zuletzt auch wegen des äußerst günstigen Preises durchaus zu empfehlen.

(Peter Raab/zu)

Rechengenie zum kleinen Preis

Mit Hilfe eines ausgereiften Programms wird jeder MS-DOS-Computer sofort zum wissenschaftlichen Taschenrechner.

Beim Arbeiten mit dem Computer kommt es immer wieder vor, daß Berechnungen verschiedener Art durchzuführen sind. In der Regel muß man dazu einen Taschenrechner benutzen. Diese zusätzliche Anschaffung wird mit »Abacus« überflüssig. Dieses Programm hat den Vorteil, resident im Speicher zu sein und ist dementsprechend jederzeit verfügbar. Mit der Tastenkombination »ALT-F10« wird die Rechnersimulation aus jedem Grafik- oder Textprogramm heraus aufgerufen, mit ESC kommt man wieder an dieselbe Stelle zurück, an der man sich zuletzt im Programm befand.

»Abacus« wird durch ansprechende Farbgrafik und Window-Tschnik unterstützt und erlaubt die Protokollierung der Eingaben und Ergebnisse (siehe Bild). Die einzelnen wissenschaftlichen Funktionen und Operationen (Tabelle) sind stets mit der entsprechenden Tastaturbelegung (Funktionstasten oder Shift-Funktionstasten) auf dem Monitor visuell erläutert. Die Bedienung ist unkompliziert und anwenderfreundlich.

Die Rechenweise kann man mit den Cursortasten auf Festkomma, kaufmännische- oder wissenschaftliche Notation einstellen. Zudem hat dieses Programm noch einen integrierten Kalender. Über ein weiteres Window läßt sich der Drucker oder eine ständige Protokollierung ein-/ausschalten.

Das Programm »Abacus« ist für all diejenigen eine große Hilfe, die häufig rechnen müssen. Bei einem Preis von 59,90 Mark: empfehlenswert.

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40 wissenschaftliche Operationen per Tastendruck

»Tabellenkalkulation für blutige Laien«

(zu)


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