Soft-News

Frisch umgesetzt

Das »Racing Destruction Set« von Electronic Arts gibt es jetzt auch für die Atari XL/XE-Computer. Es umfaßt zwei Disketten und ist für zirka 79 Mark erhältlich. Hier kann man gegen den Freund oder Computergegner rassige Rennen fahren und auch eigene Rennstrecken und Fahrzeuge zusammenstellen. Grafischer Glanzpunkt ist die Verwendung eines gesplitteten Bildschirms: jeder Fahrer sieht die Strecke aus seiner Sicht.

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn hat Epyx sein Mega-Sportspiel »Winter Games« auch für den Schneider umgesetzt Die ersten Grafik-Demos, die uns vorab erreichten, können sich wirklich sehen lassen. Nachdem sich das Konkurrenzprodukt »Winter Sports« von Electric Dreams als Flop hoch drei entpuppt hat. dürfte kaum ein Schneider-Sportspieler an »Winter Games« vorbeikommen, das zwischen 39 und 59 Mark (Kassette und Diskette) erhältlich ist.

»Quiwi«, das starke deutsche Trivialspiel von Kingsoft, liegt jetzt auch in einer Atari ST-Version vor. die sowohl mit Farbmonitor als auch Schwarz-Weiß-Bildschirm läuft. Wie beim C 64-Original gibt es über 3000 Fragen zu beantworten. Bei Grafik und Bedienungskomfort wurde »Quiwi« natürlich auf ST-Niveau aufgepäppelt. (hl)

Ariolasoft. Postfach 1350. 4830 Gütersloh 1 (Racing Destruction Set)
Rushware. An der Gümpgesbrücke 24. 4044 Kaarst (Winter Games)
Kingsoft. Schnackebusch 4. 5106 Roetgen (Quiwi)


  1. (1) Winter Games
  2. (4) Elite
  3. (2) Rambo
  4. (8) Summer Games II
  5. (—) The Eidolon
  6. (5) Little Computer People
  7. (10) Hacker
  8. (—) Rock’n Wrestle
  9. (—) Desert Fox
  10. (6) Koronis Rift
  11. (3) Space Invasion
  12. (—) Paradroid
  13. (—) Back to the Future
  14. (—) Transformers
  15. (-) Fight Night

Die Happy-Hits basieren auf den Verkaufszahlen von Ariolasoft, Quelle. Rushware und Thorn EMI.

Der Tip der Redaktion: »Uridium«. (hl)

Viel Neues von Elite

Das englische Softwarehaus Elite Systems, das in den letzten Monaten mit »Frank Bruno's Bo-xing« und »Space Invasion« zwei kapitale Hits landete, hat sich für die nächsten Wochen viel vorgenommen.

»Space Invasion/Commando« landete sogar in Australien auf dem ersten Platz der Charts und wird nun auch in einer C 16-Version veröffentlicht. Mit dieser neuen Umsetzung hofft Verkaufsdirektor Steve Wilcox. die Gesamt-Verkaufszahl des Spiels auf über 150000 zu steigern.

Zwei neue Umsetzungen von Spielhallen-Automaten erscheinen jetzt für C 64, Schneider und Spectrum: »Bomb Jack« und »Ghosts & Goblins«. Es sind zwei Geschicklichkeits-Spiele, die vor allem grafisch für viel Wirbel sorgen sollen.

Das Sorgenkind des Monats ist »Scooby Doo«. Eigentlich hätte das Spiel zur gleichnamigen Zeichentrick-Serie schon vor einem halben Jahr erscheinen sollen. doch die Programmierer schmissen das Handtuch. Jetzt hat Elite kurzerhand ein neues Team engagiert, das das Spiel noch einmal völlig neu programmiert. »Scooby Doo« kommt also auf jeden Fall; die Frage ist nur, wann... (hl)

Fantasy von SSI

Das amerikanische Softwarehaus SSI veröffentlicht in den nächsten Tagen zwei neue Programme.

Das Rollenspiel »Phantasie II« ist der Nachfolger zum letztjährigen Erfolgstitel »Phantasie«. Die Spezialitäten des Nachfolgespiels: Große Auswahl an Charakteren. über 80 Monster und Steuerung von sechs Spielfiguren.

»Wizard's Crown« nennt sich ein Fantasy-Strategiespiel, bei dem es um den Kampf zwischen verfeindeten Magiern geht. Neben hochauflösender Grafik bietet das Programm Persönlichkeits-Werte, wie man sie von Rollenspielen her kennt. Die beiden neuen SSI-Programme gibt es vorerst nur für C 64 und Apple II auf Diskette. Die Preise dürften zwischen 100 und 150 Mark liegen. (hl)

Thomas Müller Computerservice, ftosifach 2526. 7600 Offenburg

»The Pawn« kommt

Wenige Tage, nachdem es während der letzten CES erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt wurde, erreichte uns eine Vorab-Version des neuen Super-Adventures »The Pawn«. Das Grafik-Abenteuerspiel besitzt einen sehr intelligenten, englischen Parser, der nicht nur viel versteht, sondern auch sehr schnell ist. Als eine Delegation des Adventure-Nobelhauses Infocom »The Pawn« auf der CES sah. wurden die Herren sichtlich blaß — wenn das keine Empfehlung ist.

Die Grafiken der Atari ST-Version sind ein echter Hammer: Hervorragende Bilder, prächtige Farben und anmutiges Scrolling sind angesagt. »The Pawn« wird für C 64. Atari ST und wahrscheinlich auch Schneider CPC auf Diskette erscheinen. Veröffentlichungstermin und Preis standen noch nicht fest; ein Test folgt demnächst. (hl)


Das Adventure »The Pawn« kommt auch für den Atari ST: Tolle Farbgrafiken nebst mächtigem Parser

Firebird schluckt Beyond

Firebird Software, eine Tochtergesellschaft der Telefongesellschaft British Telecom, hat die beiden Softwarehäuser Beyond und Monolith übernommen. Zum Start gibt es eine Reihe interessanter Programme. »Emg-ma Force« und »Bounces« sind von allererster Güte und bereits erhältlich, während »Quake Minus One« einen dürftigen Eindruck hinterließ. Die Rechte an »Nexus« wurden übrigens an eine andere Firma verkauft, (hl)


Die Grafik der Schneider-Version von »Winter Games» schlägt sogar das C 64-Original

Neue Spiele zum Spar-Tarif

Für kühle Rechner gibt es einige neue, interessante Billigspiele, die alle um die 10 Mark kosten und für den C 64 auf Kassette erhältlich sind. Firebird hat »Collapse« veröffentlicht, eine Art Geschicklichkeits-Logelei mit recht niedlicher Grafik.

Mastertronics neuer Knüller heißt »Master of Magic« (siehe Test in der letzten Ausgabe). Außerdem gibt es das originelle und gar nicht einfache Geschicklichkeits-Spiel »Human Race« mit zündender Rob Hubbard-Musik. den Computer-Western »Kane«. bei dem es auch eine kernige Schießerei à la »High Noon« gibt, sowie das Adventure »Zzzz« (kein Druckfehler, das Ding heißt wirklich so!) und die Weltraum-Ballerei »Space Hunter«. Außerdem ist der Spectrum-Renner »Spellbound« (siehe Test in Ausgabe 2/86) jetzt auch für den Schneider CPC erhältlich.

Das Fußballspiel »Five a Side-Soccer«, das vor einem knappen Jahr bei Anirog erschien, ist jetzt ebenfalls als 15-Mark-Spiel bei Mastertronic für den C 64 erschienen. Grafisch ist das Programm nicht so gut wie »International Soccer«, aber dafür schneller und origineller (Fouls und Elfmeter inbegriffen). Ein gewitztes Sportspiel für wenig Geld. (hl)

Mastertronic. Kaiser-Otto-Weg 18, 4770 Soest

Ein neues Druck-Programm


Ein Beispielausdruck mit dem »Printfox«

Aus deutschen Landen rollt sehr starke Konkurrenz für den »Newsroom« an. »Printfox« nennt sich ein neues Druckprogramm für den C 64, mit dem man seine eigene Zeitung schreiben, editieren. mit Grafiken und diversen Zeichensätzen versehen und zu guter Letzt in bestechender Qualität ausdrucken kann. Das Programm könnte ein echter Knüller werden, da es mit 98 Mark (Diskette) weniger kostet als der »Newsroom«, obwohl es mehr leistet, denn unter anderem bringt »Printfox« auch die deutschen Umlaute zu Papier. Näheres zu diesem Programm in einem ausführlichen Tsst, der in der nächsten Ausgabe erscheint. (hl)

Scanntronix. Parkstr 38, 8011 Zorneding


Jeden Monat berichtet Julian Rignall von Englands führender Spiele-Zeitschrift »Zzap! 64« exklusiv für Happy-Computer aus Großbritannien.

Hallo Freaks!

Letzten Monat beklagte ich mich, daß die Software-Szene bei uns im Moment ziemlich ruhig ist. Nun, diesen Monat verschlimmerte sich der Zustand von »ruhig« zu »schläfrig« mit nur sieben C 64-Neuerscheinungen in den letzten vier Wochen! Eine ganze Menge neuer Titel sind zwar angekündigt, aber noch nicht erschienen. Aber kein Grund zur Panik, denn ein paar Perlen hat uns der letzte Monat doch beschert.

Der Knüller des Monats ist für mich das brillante »Zoids« von Martech, in dem es um die gleichnamigen Spielzeug-Roboter geht. Das Programm ist deswegen aber nicht kindisch und simpel; ganz im Gegenteil!

Auf dem fernen Planeten Zoidstar sind Sie der Pilot eines »Blue Zoid«. Das ist ein enorm leistungsstarker, großer Roboter, der wie ein Dinosaurier aussieht Die bösen Red Zoids haben fast den ganzen Planeten erobert; nur ein paar Blue Zoids haben überlebt. Zum Glück wurde eine Kampf-Maschine namens »Zoidzilla« gebaut, mit der man die gesamte Armee der fiesen Red Zoids schlagen kann. Doch jetzt kommt der Haken an der Sache (bei Actionspielen gibt's immer einen Haken!): Während eines Transports wurde der Zoidzilla getroffen und in viele Einzelteile zerlegt, die von Red Zoids geborgen wurden. Sie müssen nun ins Feindesgebiet eindringen und die Zoidzilla-Teile finden und zusammensetzen — eine schwierige Aufgabe.

Zahlreiche Icons und eine aufregende Window-Technik sorgen bei »Zoids« für Aufsehen. Bis zu vier Windows zeigen gleichzeitig verschiedene Aktionen, während es auf dem Hauptspielfeld auch weiter geht. Das Spiel ist unglaublich komplex — eine komplette »Zoid«-Welt mit Städten, Straßen und Kampfebenen wurde in den C 64 gequetscht. »Zoids« muß man gespielt haben, um sich einen echten Eindruck zu verschaffen.

Wenn Euch »Paradroid« von Hewson Consultant gefallen hat, dürft Ihr Euch über das Fonsetzungsspiel »Uridium« freuen Im Gegensatz zu »Paradroid« ist es ein reines Actionspiel und hat die heißesten Grafiken, die ich je auf dem C 64 gesehen habe. Es ist eine aufgemotzte, horizontal scrollende »Defender«-Va-riante, bei der man 15 Raumstationen zerstören muß, von denen jede etwa 15 Screens lang ist. Wenn man eine Station in die Luft gejagt hat. sieht man eine der eindrucksvollsten Explosionen in der Computerspiel-Geschichte. Wer Schießspiele mag. sollte »Uridium« auf keinen Fall versäumen.

»Comic Bakery« von Imagine zählt zu den Enttäuschungen des Monats. Die ausgezeichneten Sound- und Grafik-Effekte machen nur wenig Freude, da das Spielprinzip ausgesprochen öde und viel zu leicht ist. Es geht darum, frischgebackene Kuchen heil auf einem Fließband zu befördern und vor garstigen Nagetieren zu schützen. Die tolle Musik ist von Martin Galway. der bereits mit seinen »Gametracks« zu »Hyper Sports« und »Rambo« für Aufsehen sorgte — aber man braucht eben mehr als nette Grafiken und schmissige Musik, um ein Spiel wirklich spielenswert zu machen.

Bei »Back to the Future« ging’s mir wie den Kollegen von Happy-Computer: Der Film hat mir sehr gut gefallen, aber nach dem Laden des gleichnamigen Computerspiels machte sich große Enttäuschung breit: Die Grafik ist langweilig und es gibt nur sehr wenige Screens.

Der Geheimtip des Monats stammt von Firebird. »Thruster« erinnert sehr an Ataris Spielhallen-Automat »Gravitar«, einer Kreuzung zwischen »Lunar Lander« und »Asteroids«. Hier muß man auf diversen Planeten landen, herumballern und sich in späteren Spielstufen den Weg durch labyrinthartige Höhlen bahnen. Jeder Planet hat eine unterschiedlich starke Gravitation. die im Lauf des Spiels immer stärker wird.

Glaubt es oder glaubt es nicht — das war’s schon für diesen Monat. Hoffentlich gibt es nächsten Monat mehr zu tun. sonst muß ich mir noch Sorgen um meinen Job machen.

Bis dann — Euer Julian Rignal!

(Julian Rignal/hl)


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