Red Moon: Unter dem roten Mond

Nach längerer Flaute ist jetzt wieder ein sehr gutes englisches Kassetten-Adventure erschienen, das es ohne Nachladen auf gut 200 Bilder bringt. Die Rede ist von »Red Moon«, einer klassischen Fantasy-Story mit viel Magie. Im Mondturm der Stadt Baskalos steht der Rotmond-Kristall. Gelingt es einem furchtlosen Helden, den Kristall zu finden und zu bergen, wird das Zeitalter der Magie wieder anbrechen.

Jener furchtlose Held ist natürlich der Adventure-Spieler, der sich durch das sehr komplexe Programm schlägt. Die zahlreichen Bilder sind schön anzusehen und farbenprächtig. »Red Moon« bietet für ein Grafikadventure ungewohnt detaillierte Ortsbeschreibungen und erlaubt neben den üblichen Abenteuer-Kommandos auch die Eingabe von Zaubersprüchen. Zehn magische Formeln stehen zur Verfügung, ohne deren Einsatz man das Spiel nicht lösen kann.

Von den Rollenspielen wurden die »Hitpoints« übernommen, die abnehmen, wenn man einen Zauberspruch anwendet oder im Kampf verletzt wird. Die Magie muß also sparsam eingesetzt werden, denn wenn die Hitpoints verbraucht sind, stirbt man den Heldentod. Ungeduldige Naturen können übrigens schon während des Bildaufbaus Befehle eintippen und jedes Wort durch Eingabe seiner ersten drei Buchstaben abkürzen. »Red Moon« ist ein Adventure klassischen Stils mit neuen Ideen, vielen Orten und schöner Grafik. Es ist nicht allzu schwierig, sorgt für heftiges Kopfzerbrechen und empfiehlt sich für Einsteiger und fortgeschrittene Abenteurer gleichermaßen.
Heinrich Lenhardt


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