Bücher

Neuerscheinungen zum Atari 520 ST

Schon jetzt kann man sich, mit Hilfe zweier Bücher, in den Atari 520 ST einarbeiten. Das erste Buch von Irene und Peter Lücke heißt »Der Atari 520 ST« und ist eine ausführliche Beschreibung dieses Computers. Das Buch trägt dem neuen Computerkonzept des Atari durch eine genaue Beschreibung der Entwicklungsgeschichte der Computer Rechnung, bis hin zum neuesten Standard der Benutzerfreundlichkeit — der vom Atari verwendeten Benutzeroberfläche GEM. Dabei wird die Architektur des 520 ST und die des verwendeten Motorola 68000-Prozessors, mit seinen Registern, Befehlen und Adressierungsarten erläutert. Das zweite Kapitel des Buches ist den Verbindungen des Computers zur Außenwelt gewidmet. Es beschreibt alle Schnittstellen, Anschlüsse, Eingabemedien und Peripheriegeräte ausführlich. In einer sinnvollen Mischung aus technischen Erläuterungen und Bedienungshinweisen wird das gesamte System auch dem Com-putemeuling verständlich näher gebracht. In den letzen Kapiteln erfährt der Leser Genaues über die Bedienung der Maus und der Systemroutinen. Auch die Programme, die beim Kauf des Atari 520 ST beiliegen, werden erläutert. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich eindeutig auf der Beschreibung des Betriebssystems und der, beim Atari extrem leistungsfähigen Programmiersprache Logo.

Durch sein umfasssendes Konzept ist dieses Buch nicht nur für alle Besitzer des 520 ST eine empfehlenswerte Lektüre, sondern auch für alle diejenigen, die heute schon lesen wollen, wie Computer in Zukunft aussehen werden.

GEM für den Atari 520 ST

»GEM für den Atari 520 ST« von Josef und Gerhard Steiner, stellt durch seinen gut gegliederten Inhalt für Anfänger und Fortgeschrittene Informationen bereit, die in keinem Handbuch zu finden sind. Im wesentlichen besteht das Buch aus zwei großen Teilen: Im ersten Teil lernt der Anwender den Atari 520 ST zu beherrschen und sicher mit ihm zu arbeiten. Alle Funktionen des Betriebssystems TOS (Tramiel Operating System) und ihr Aufruf von GEM (Graphic Environment Manager) aus, wird mit vielen Bildern und leicht verständlichen Texten erklärt. Schon nach dem Durchlesen der ersten Hälfte des Buches wird der Anwender wahrscheinlich das Gefühl haben, nie mit etwas anderem als Pull-down Menüs und einer Maus gearbeitet zu haben. Der zweite Teil ist für Programmierer interessant. Selten ist es gelungen, das Hard- und Softwarekonzept eines Computers so kurz und doch treffend zu beschreiben. Mit den Informationen dieses Buches ließe sich leicht ein 200seitiges Manual füllen. Wie es dabei möglich war, trotz vieler technischer Details noch so leicht verständlich zu bleiben, ist wohl ein Geheimnis des Autors.

Beide Bücher können mit Recht als gelungen bezeichnet werden. Selten gab es, bereits vor dem Erscheinen des Computers so gute und umfangreiche Literatur. Beide Neuerscheinungen zum 520 ST sind mit farbigem Hardcover und vielen Illustrationen ausgestattet. Aber nicht nur in diesem Sinne halten beide Bücher im Inhalt das, was sie versprechen. (Arnd Wängler/wb)

Irene und Peter Lücke. »Der Atari 520 ST«. Markt & Technik, ISBN 3-69090-172-7. Preis 49 Mark

Josef und Gerhard Steiner, »GEM für den Atari 520 ST« Markt & Technik. ISBN 3-89090-173-5. Preis 52 Mark

Computerkinder

Es ist schon ganz schön düster, was Claus Eurich, seines Zeichens Professor für Journalistik an der Universität Dortmund, in seinem Buch »Computerkinder. Wie die Computerwelt das Kindsein zerstört« an Prognosen für die Zukunft anbietet. Die Maschinisierung des Denkens, die datenbanktechnische Vernetzung von allem und jedem, das Ende der Schriftkultur, der programmierte Alltag schlechthin — das sind seine Schreckensvisionen für das nächste Jahrzehnt oder Jahrhundert.

Und in der Tat, die Verquickung von Mensch und Maschine im Berufsleben und Alltag ist jetzt schon erschreckend. Es gibt kaum einen Bereich, in dem der Computer nicht Einzug gehalten hat, nicht zu vergessen die Kinder- und Klassenzimmer.

Der Computer — so Eurichs These — strukturiert, formalisiert, vereinheitlicht und entmenschlicht das Denken. Er prägt das Denken um so erfolgreicher, je jünger diejenigen sind, die mit ihm spielen und arbeiten. Er fasziniert Kinder, da er ihnen Handlungsmöglichkeiten bietet, die sie in der wirklichen Welt nicht mehr finden, und zieht sie damit aus der Wirklichkeit. Die Folge ist ein Verlust an zwischenmenschlicher Kommunikation und sozialem Verhalten.

Angesichts dieser Argumentation scheint seine Vision von der elektronischen Weltkultur gar nicht mehr so abwegig. Die neue Technologie wird die Kinder von heute und somit die gesamte Gesellschaft von morgen gänzlich verändern und umkrempeln, und ist nicht zu verwechseln mit sonstigen Mode-Erscheinungen, die für die Kindheit in der Industriezivilisation schon immer charakteristisch waren.

Eurich sieht nur einen Weg, dieser schrecklichen Zukunft zu entrinnen: den Weg zurück.

Ein Buch also, das Technologie-Gegnern viel Argumente und »Sabotage-Tricks« liefert, die »Computerkinder« wird es wohl kaum erschüttern. (Karina Krawczyk)

Info Claus Eurich, »Computerkinder«, Rowohlt, ISBN 3-199-15635-0, Preis: 8.80 Mark

Thematik im Griff

Über alle Funktionen und Anwendungen von Mikrocomputern und ihrer Peripherie samt Software informiert das über 600 Seiten »starke« Arbeitsbuch Mikrocomputer.

Es ist in erster Linie ein Nachschlagewerk für die Fragen der praktischen Anwendungen für alle Mikrocomputer-Benutzer. Dabei werden sowohl die Prozessoren, die Betriebssysteme, Schnittstellen und Bauelemente berücksichtigt.

So ganz nebenher ist das gelungene Werk aber auch als Lehrbuch für den Anfänger sein Geld wert. Neben den trockenen Daten. Tabellen und sonstigen Fakten werden in leicht verständlicher Form Erklärungen und praktische Hinweise zum besseren Verständnis der Materie Mikrocomputer gegeben. Schade, daß die Adreßliste im Anhang veraltet ist. Wer sich schnell zum Kauf entschließt, der spart bis Ende 1985 durch einen Einführungspreis 20 Mark. Ab Januar 1986 muß man tiefer in die Tasche greifen: 108 Mark ist der normale Preis. Empfehlung: jetzt »zuschlagen«.

Info H Feichhnger. »Arbeitsbuch Mikrocomputer« Franzis-Verlag, ISBN 3-7723-8021-2

Computerfrust

Sage und schreibe 157 Tips gegen Computerfrust hat das gleichnamige Buch auf Lager. Sie gelten für jeden, der sich im Dschungel zwischen Hard- und Software verloren, beziehungsweise übers Ohr gehauen fühlt.

»Computerfrust« bietet keine Programmiertips oder Anwendungsbeispiele. Es behandelt vielmehr den Frust, der sich einstellt, wenn der zunächst optimistische Computer-Käufer mit den ersten Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

In amüsanter und »höchst psychologischer« Weise gibt der Autor Ratschläge zum Kaufeines Computers (»Seien Sie nie der erste in Ihrem Bekanntenkreis, der sich irgendeine Neuheit zulegt«), zu seiner Benutzung (»Stehen Sie zu Ihrem Recht, kein Programmierer zu sein«) und seiner Probleme (»Was tun, wenn die Hardware-Leute sagen, es liegt an der Software und die Software-Leute sagen, es liegt an der Hardware?«)

Hinweise, wie man sich gegen das »Technogebabbel« vieler Computerhändler wehren kann, fehlen genausowenig wie Tips gegen Gesundheitsschäden (vor allem an der Seele). Damit es aber erst gar nicht zu diesen Schäden kommt, gibt es einen kurzen Konsumenten-Karate-Kurs, der ärgerlichen Auseinandersetzungen mit Herstellern und Reparaturfirmen ein Ende setzt.

Auch die düstere Seite des Computers, die Angst, die Kriminalität und Sabotage, die Zerstörung der Privatsphäre durch den Computer und Rationalisierung von Arbeitsplätzen, werden aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet. Kaum ein anderes Buch behandelt diese und alle anderen Problematiken so ehrlich und unverkrampft.

Der schönste Tip für alle total Gefrusteten ist meiner Meinung nach jedoch dieser: Computerglückseligkeit über eine längere Zeit ist eher eine Frage von Persönlichkeit, als von Hard-oder Software. (Karina Krawczyk)

John Bear, »Computerfrust — Ein Vermeidungshelfer«, Rowohlt, ISBN 3-499-18125-8. Preis 80 Mark

Btx-Mutmacher

Bildschirmtext wird sich in den nächsten Jahren sowohl im Geschäftsverkehr wie im Privatleben weitgehend durchsetzen, orakelt das Sachbuch »Der Heimcomputer als Btx-Terminal«. Den fachlich kompetenten Autoren Förster/Rompel gelingt es. unterstützt von vielen anschaulichen Grafiken und Bildschirmfotos, das komplexe Thema Btx auch einem Einsteiger in Btx verständlich zu machen. Dabei wird kein Teilgebiet ausgeklammert. Neben der Hard- und Software für Heimcomputer als Btx-Terminal werden Informationen über Personal Computer. Hard- und Softwareanbieter, Organisationen, Clubs und sogar über den Staatsvertrag vermittelt. Ein Fachwortlexikon und ein Stichwortverzeichnis vervollständigen das empfehlenswerte Druckwerk. (mk)

Info: Forster/Rompel. »Der Heimcomputer als Btx-Terminal«, Vogel-Buchverlag. ISBN 3-8023-0850«. Preis 30 Mark

Hardware selbstgebaut

Jedem Schneider-Besitzer, dem die angebotene Peripherie für seinen Computer zu teuer ist (oder es gibt sie noch gar nicht), sei das Buch »CPC Hardware-Erweiterungen« empfohlen. Auf mehr als 400 Seiten findet man Bausätze für Adreßdecoder, PIOs, Erweiterungskarten und viel mehr. Nicht weniger als zwanzig verschiedene Bauanleitungen sind für den Bastler eine wahre Fundgrube. Ausführlich beschrieben — mit Platinenlayout und Foto — kann sich aber auch der Einsteiger in Sachen Lötkolben leicht wichtige Erweiterungen bauen. Falls notwendig, ist die Software als Listing abgedruckt. Alle Schaltungen können ohne teure Meßgeräte gebaut werden und sind somit auch für den kleinen Geldbeutel geeignet. Schaltpläne und andere wichtige Unterlagen zu dem Schneider CPC 464 runden das Buch ab. (hg)

Lothar Schussler. «CPC Hardware-Erweiterungen«, Data Becker. ISBN 3-89011-083-5. 49 Mark

Basic lernen mit Dino — Basic macht Spaß

Wer schnell Basic lernen will, aber Greuel vor trockener Fachliteratur hat, der ist mit Rodnay Zaks Buch gut bedient. Auf mehr als 200 Seiten wird dem Leser in zehn übersichtlichen Lernschritten eine solide Grundlage in Basic vermittelt. Amüsante, der Thematik angepaßte Illustrationen und die einfache verständliche Sprache machen das Buch besonders für Anfänger geeignet. Dabei gelingt dem Autor eine Systematik, die in diesem Bereich der Literatur keineswegs alltäglich ist. Jeder, der sich gründlich — aber nicht »tierisch« ernst — in das Basic des Schneider einarbeiten will, wird dieses Buch als Gewinn betrachten. (Helmut Jungkunz/hg)

Rodnay Zaks. »Schneider CPC 464 - Mein erstes Basic-Programm«, Sybex-Verlag. ISBN 3-88745496-5, 32 Mark

Kontrolle ist einfach besser

Auf der Grundlage des seit Jahren bekannten »Basic-Breviers« von Siegmar Wirtig gibt es derzeit ein Buch für den Schneider-Besitzer. Das Buch will dem Einsteiger helfen, seinen Computer zu verstehen. Kleine Aufgaben (die Antworten stehen am Ende des Buches) überprüfen das Gelernte und geben so exakte Auskunft über den aktuellen Wissensstand. Somit ist das »Basic-Brevier für den Schneider CPC 464« besonders für das Selbststudium geeignet.

Zu Beginn des Buches steht ein Grundkurs. In diesem Kapitel findet man ein »Tastentraining« und die ersten Basic-Befehle. So werden auch Computer-Fans ohne jede Vorkenntnisse vor Frust bewahrt.

Der zweite Teil (Aufbaukurs) befaßt sich besonders mit der Verarbeitung von Zeichenketten und anderen Standard-Basic-Befehlen. Das letzte Kapitel behandelt »Spezialitäten« des Schneider CPC 464. Hier werden Befehle besprochen, die im normalen Basic normalerweise nicht enthalten sind.

Alles in allem kann man das Buch nur empfehlen. Die Aufgaben (mit Lösungen) geben ständig eine wirksame Kontrolle und helfen dem Einsteiger seinen Computer zu verstehen. (hg)

Siegmar Wittig, »Basic-Brevier« für den Schneider CPC 464.. Verlag Heinz Heise. ISBN 3-922705-22-7. 29,80 Mark

Eine Programmsammlung nicht nur für Profis

Rainer Lüers präsentiert auf knapp 200 Seiten Basic-Programme aus den verschiedensten Gebieten. Trotz einiger Überraschungen bei der Programmierung sind die Listings durch die konsequent angebrachten REM-Vermerke leicht zu verstehen. Auch die Fehlersuche wird dadurch stark vereinfacht. Läuft das Programm, so steht man dann aber etwas ratlos da. Die Beschreibung läßt nämlich stark zu wünschen übrig.

Die Themen der Programme erstrecken sich von Grafik über Sound und Dateiverwaltung bis hin zu einem Texteditor. Zwar bekommt man keine perfekten Programme, aber für den einfachen Gebrauch taugen alle. Und jeder kann sich die Programme für seine Bedürfnisse anpassen.

Alles in allem ist der engagierte Schneider-Besitzer mit dem Buch gut beraten. Der Einsteiger braucht aber zusätzlich unbedingt das Handbuch, da er sonst oft Verständigungsschwierigkeiten haben wird. (Helmut Jungkunz/hg)

Rainer Lüers, »CPC 464 Basic-Programme«. Data Becker. ISBN 3-89011-049-5, 39 Mark



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