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Sir Clive Sinclair, bisheriger Alleinherrscher über sein Firmenimperium aus Computer-, Fernseh-, Elektrodreirad- und Speicherchip-Fertigung hat seine Macht abgetreten. 75 Prozent Firmenanteil erwarb der britische Zeitungsverleger Robert Maxwell (Mirror-Group) für 12 Millionen britische Pfund, also rund 45 Millionen Mark. Sir Clive Sinclair wird weiterhin beratend für das Unternehmen tätig sein und verantwortlich die Forschungsabteilung leiten.

Zweifel an den kaufmännischen Fertigkeiten des bisherigen Inhabers wurden spätestens bei der Vorstellung des Elektro-Dreirades gehegt. Mit der offenen Suche nach dringend benötigtem Kapital in Höhe von 12 Millionen Pfund wurde dann aus Zweifel Gewißheit. Auch die Produktion des Taschenfernsehgeräts brachte bisher keinen Gewinn, und der Absatz des legendären Spectrum war auch mit dem Spectrum plus nicht ausreichend wiederzubeleben. Der QL wurde nicht zum Renner der Saison, zumal die lautstark angekündigten Versionen für verschiedene Länder mit deren Zeichensätzen teilweise bis heute nicht lieferbar sind.

Als möglicher Termin für die eventuell doch noch stattfindende Einführung der deutschen QL-Version wird zur Zeit die Berliner Funkausstellung gehandelt.

Die Absatzprobleme der Firma Sinclair will Gerüchten zufolge der neue Hausherr durch gezielten Export in den Ostblock lösen. Hilfreich dabei ist, daß die britische Regierung kürzlich die Exportbedingungen für Hochtechnologie verbesserte. Robert Maxwell verspricht sich sicherlich nicht zu Unrecht einen Abbau der drückenden Lagerbestände (man spricht von 30 Millionen Pfund). Bisher blieb der Export von Sinclair-Computern dem Handel Vorbehalten und das neutrale Österreich hatte darin eine Schlüsselfunktion. Auch über deutsche Ladentische ging so mancher Spectrum gen Osten. (mk)


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