Dorodon (MSX): Im Labyrinth ist der Drehwurm drin

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Name: Dorodon
Computer: MSX
Spieletyp:
Preis: 69 Mark (ROM-Modul)
Besonderes: Strategie

Ein Labyrinth mit Drehtüren und diversen anderen Raffinessen bietet »Dorodon«. Ein gleichnamiger Knabe hat die Aufgabe, in einem Irrgarten alle Schwingtüren so lange zu drehen, bis sie sich schließlich rot färben. Verfolgt wird er dabei von den obligatorischen »Bösewichtern«, die im Gegensatz zu Dorodon die Drehtüren nicht verändern können. Der abgebrühte Spieler schneidet den ungemütlichen Zeitgenossen so den Weg ab und lockt sie in eines der tödlichen Feuer.

Weitere Besonderheiten sind die Windräder, bei deren Betätigung einige Bösewichter in ein Gefängnis geblasen werden und schmackhafte Äpfel, die gleich 1000 Punkte bringen. Erwischt Dorodon ein Fragezeichen, darf er zehn Sekunden lang die Bösewichter verputzen. Die Kerle vermehren sich übrigens permanent, so daß man sich mit dem Drehen der Schwingtüren beeilen sollte.

Grafik und Sound sind gut und vermitteln etwas Spielhallenatmosphäre. Dank der zahlreichen Objekte ist für Abwechslung gesorgt und beim Umgang mit den Drehtüren ist eine Portion Strategie erforderlich. Schade nur, daß »Dorodon« in den ersten Runden etwas zu leicht und ein höherer Schwierigkeitsgrad nicht eingebaut ist.

Der Gag mit den Drehtüren wurde übrigens bei einem berühmten Vorbild »abgekupfert«, dem Spielhallentitel »Lady Bug«, von dem es bis heute noch keine Heimcomputerversion gibt.

Gegenüber dem Irrgarten-Veteranen »Pac Man« ist »Dorodon« ein echter Fortschritt und ein Beweis dafür, daß man auch ins Labyrinth einiges an Abwechslung und Komplexität packen kann.


Heinrich Lenhardt



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