qix

Ein Spiel für kühle Denker und Strategen, die das Risiko nicht scheuen und sich nicht gern auf eingefahrenen Gleisen bewegen.

Qix - sprich kicks - ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, weil recht abstrakt und etwas unterkühlt, dafür aber genau das wichtige für Spielernaturen, die in der Auseinandersetzung mit dem Unkalkulierbaren eigene Strategien entwickeln.

Die Aufgabe in »Qix« besteht darin, das anfänglich leere Spielfeld farbig auszumalen und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Die vorgesehene Zeit von 40 Sekunden bis zur Erweiterung der Verfolgerschar läßt sich auf bis zu 10 Sekunden herab- oder 90 Sekunden heraufsetzen. Letzteres ist für den Anfänger durchaus ratsam, um erst einmal in Ruhe mit allen Erscheinungen vertraut zu werden. Ein rotes Zeitband über dem Spielfeld zeigt die noch verbleibenden Sekunden an. Etwa gewünschte Unterbrechungen lassen sich durch Drücken der Leertaste bewirken. Alle weiteren Funktionen erfüllt das Steuergerät mit Joystick und Aktionsknopf.

Mit Hilfe des Joysticks wird ein Cursor - Stix genannt - über das Spielfeld bewegt. Sobald auf diese Weise ein Feld beliebiger Größe abgeteilt ist, färbt es sich blau oder rot.

Die Farbe und damit die Punktzahl hängen davon ab, mit welcher Geschwindigkeit der Cursor bewegt wird. Während Blau Normalgeschwindigkeit anzeigt, tritt eine Rotfärbung ein, wenn die ganze Zeit über zur Verlangsamung der Aktionsknopf gedrückt gehalten wird, was den Punktwert der eingefärbten Fläche verdoppelt.

Was nun die eigentlich simple Aufgabe so schwierig gestaltet, ist das Auftreten einiger recht lästiger Störfaktoren. Am schlimmsten und in seinen Bewegungen fast nur intuitiv »auszurechnen« ist der Qix, ein farbiges Strichbündel, das über die freie Spielfläche irrlichtert. Mal verharrt er längere Zeit in einer Ecke, ein andermal geht er einem gar nicht erst von der Pelle. So recht weiß man nie, woran man eigentlich ist und wenn nach zwei erfolgreich überstandenen Runden noch ein weiterer Qix dazukommt, muß man höllisch auf der Hut sein. In Acht nehmen muß sich der Spieler auch vor den Sparx, die sich auf seine Fährte setzen und alle bereits gezogenen Linien ablaufen. Schließlich lauert noch der Fuse auf seine Chance. Sobald der Cursor angehalten wird, ohne zugleich eine Fläche zu vollenden. setzt er sich in Bewegung, um den Cursor zu zerstören. Da man bestehende Linien nicht kreuzen kann, muß man sich davor hüten, in einer Spirale zu enden und sich damit dem Fuse hilflos auszuliefern.

Der Anteil der fertigen Flächen wird laufend in Prozenten angegeben. Da nun ab 75 Prozent die Runde beendet ist und der Spieler alle darüber hinausgehenden Prozente mit 1000 multipliziert als Bonuspunkt gutgeschrieben erhält, empfiehlt es sich, zunächst knapp unter 75 Prozent zu bleiben, um dann noch einmal einen ordentlichen Schnitt zu machen. Selbst 99 Prozent sind nicht ausgeschlossen.

Gelingt es, nach Erscheinen des zweiten Qix beide durch eine Linie voneinander zu trennen, werden alle danach erzielten Punkte verdoppelt. Bei erneuter Trennung tritt eine Verdreifachung ein und so weiter.

»Qix« ist ein sehr abstraktes Spiel. Sein Reiz besteht jedoch darin, daß der Spieler in seinem Vorgehen völlig frei ist und sich nicht auf vorgezeichneten Bahnen bewegt. Wer solche Spiele mag, wird sich mit »Qix« bestimmt lange Zeit bestens unterhalten können. Das Steckmodul für die Atari Computer 400/800/600 XL und 800 XL wird für zirka 99 DM angeboten.
G. Ambler/wg


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