Dig Dug

Die Zahl der Pac-Man-Nachahmungen ist unüberschaubar groß. Um so mehr erstaunt es, wieviel aus diesem Thema immer noch herauszuholen ist.

an einer flotten Melodie begleitet wühlt sich Dig Dug, der Bergarbeiter, einen senkrechten Schacht zur Spielfeldmitte. Ab hier übernimmt der Spieler seine Steuerung mittels des Joysticks. Dig Dug kann in vier Richtungen marschieren und dabei ein Labyrinth von Gängen anlegen. Für jeden Schritt, den er seine Stollen vorantreibt, gibt es Punkte. Obst und Gemüse, das immer dann für 10 Sekunden erscheint, wenn zwei Felsbrocken gefallen sind, bringt Sonderpunkte.

Die eigentliche Aufgabe von Dig Dug besteht darin, in ihren Erdhöhlen lauernde Wesen, die ihm nach dem Leben trachten, unschädlich zu machen. Diese Monster, Pooka und Fygar genannt, haben die unangenehme Eigenschaft, sich in Geister zu verwandeln. Sie marschieren durch das Erdreich direkt auf den armen Bergmann los, um sich in den gegrabenen Gängen wieder zu materialisieren und sich auf ihn zu stürzen. Während die ballonförmigen Pookas Dig Dug nur gefährlich werden, wenn sie ihn berühren, können die drachenartigen Fygars ihren feurigen Atem auch durch Wände hindurchblasen.

Dig Dug hat zwei Möglichkeiten, sich seiner Widersacher zu entledigen. Er kann sie dicht herankommen lassen, um sie dann bis zum Platzen aufzupumpen. Dafür gibt es unterschiedlich viele Punkte, je nachdem, ob Dig Dug sich dabei über der Erde, in der Ackerkrume oder schließlich ganz tief unten befindet.

Besser für das Punktekonto ist, die Monster unter herabstürzenden Felsen zu begraben. Dazu muß Dig Dug seinen Gang bis genau unter einen Felsen treiben und dann im richtigen Augenblick beiseite treten. Gelingt es gar, gleich mehrere Monster auf einmal mit einem Felsbrocken zu erwischen, ist die Ausbeute noch größer. Dazu muß man einzelne dieser Unwesen durch kurzes Drücken des Aktionsknopfes zunächst betäuben, um so Dig Dug gefahrlos an ihnen vorbeischlüpfen zu lassen und sie auf seine Fährte zu locken. Zu beachten ist, daß sich nach einer gewissen Dauer die Spielgeschwindigkeit erhöht. Man sollte deshalb keine Zeit verschenken und sich der meisten Monster möglichst schnell entledigen.

Eine Runde endet, sobald alle Monster besiegt sind oder dem letzten die Flucht über den linken oberen Bildschirmrand gelungen ist. Die nächste Runde schließt sich sofort, mit noch mehr Monstern als zuvor, aber auch wertvolleren Obst-Preisen, an. In welcher Runde sich der Spieler befindet, wird durch Blumen rechts oben angezeigt.

»Dig Dug« ist ein abwechslungsreiches Spiel, das Anforderungen nicht nur an die Hände, sondern auch ans Köpfchen stellt. Es bleibt deshalb lange Zeit sehr unterhaltsam, und man holt es gern immer wieder hervor. Einzig die Grafik der hier vorgestellten Version für Atari-Computer vermag ein verwöhntes Auge nicht voll zu überzeugen. Da ist das einfachere, dafür aber schärfere Bild der gleichnamigen Videospielausgabe für den Atari VCS 2600 bei meiner jugendlichen Testrunde eindeutig besser angekommen. Angeboten wird »Dig Dug« für den VC 20, C 64, TI 99/4A und die Atari-Modelle 400/800/600 XL und 800 XL. Das Atari-Steckmodul kostet zirka 99 DM.
G. Ambler/wg


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