Leserfragen

Atari-Leserfrage

Auf einer meiner Arbeitsdisketten trat vor kurzem ohne erkennbaren Grund die Fehlermeldung "ERROR 164" auf, als ich versuchte, ein Programm einzuladen. Eine sofort durchgeführte Kontrolle ergab, daß insgesamt ca. 6 Files ebenfalls defekt waren. Wie kommt es zu dieser Fehlermeldung und was kann ich machen, um die Programme wieder zu retten?

"ERROR-164" deutet auf einen Fehler in der Sektorenverkettung der Diskette hin. Im Klartext: Die letzten drei Bytes in jedem Sektor (außer den 3 Bootsektoren) enthalten die Nummer des Files bezogen auf das Inhaltsverzeichnis, zu dem der Sektor gehört sowie die Nummer des nachfolgenden Sektors. Sind diese Zeiger zerstört, so daß der Computer beim Ladeversuch falsche Verkettungen feststellt (Filenummer stimmt nicht mit der Nummer des zu ladenden Programmes überein), so wird der Ladevorgang mit der erwähnten Fehlermeldung unterbrochen.

Wie kann es nun zu diesen Unstimmigkeiten kommen? In der Mehrzahl der Fälle haben diese Schäden mechanische Ursachen: Abnutzung oder schlechte Oualität des Diskettenmaterials und Kontakt der Diskettenoberfläche mit metallischen oder scharfen Gegenständen. Besonders schädlich ist es auch, wenn man das Diskettenmaterial im Fenster mit bloßen Fingern berührt. Fett oder Schweiß an den Fingern sind für die Daten oft tödlich. Auch wer seine Disketten ohne Schutzhülle herumliegen läßt, läuft Gefahr; wertvolle Programme zu verlieren. Die Chancen, die zerstörten Files wieder zu retten, sind nicht besonders groß. Das Programm DISKFixer von ATARI kann hier manchmal weiterhelfen (nur DOS II!): Damit lassen sich zwar die Sektoren auf Diskette einzeln editieren und auch die drei Kennbytes verändern, da jedoch meist auch die Datenbytes betroffen sind, sind die Aussichten auf ein voll restauriertes Programm klein.

Renumber-Routine für den C 64

Ich suche eine Renumber-Routine für den C 64, die dem Renumber des Apple II entspricht. Alle mir bekannten Routinen für den C 64 numerieren das gesamte Programm (von Zeile 1 bis Ende) durch oder ab Zeile ... bis Ende. Oftmals möchte man ja ein Programm nicht komplett durchnumerieren lassen.
Vielleicht kann mir einer der Leser helfen?

Uwe Schönbohm

Hochauflösende Grafik

Ist es möglich, beim C 64 nur einen Teil des Bildschirms in hochauflösende Grafik umzuschalten, um dort zum Beispiel Diagramme ausgeben zu können, wobei der Rest des Bildschirms im normalen Modus betrieben wird.
In welchen Büchern findet man in gut beschriebener Form alles über die Anschlußmöglichkeiten (Aus- und Eingänge für Steuerung) des C 64?

Wolfgang Dickopf, Sinzig

Es ist generell möglich, den Bildschirm teilweise im High- und Low-Resolution Mode aufzubauen. Hierzu ist eine Interruptroutine erforderlich, mit der die Rasterzeilen des Bildschirms überprüft werden.
Das Prinzip ist folgendes: Zuerst schaltet man die hochauflösende Grafik ein. Die Interruptroutine zählt die Rasterzeilen (Register 17 und 18 des VIC) und, schaltet auf normale Auflösung beim Erreichen eines bestimmten Wertes. Wenn der Bildschirm genau geteilt werden soll, entspräche es dem Wert von 322 Rasterzeilen. (Ein großer Bildschirm entspricht 625 Rasterzeilen). Sind alle 625 Rasterzeilen durchlaufen (kontrolliert durch IRQRoutine), wird wieder auf hochauflösende Grafik geschaltet und das Spiel beginnt von neuem.
Literatur über Hardware und Schnittstellen gibt es leider sehr wenig. Empfehlenswert für den Gebraucht am UserPort und am Modulsteckplatz ist das DATA-BECKER-Buch "Commodore 64 und der Rest der Welt". Dort werden einzelne Schnittstellen-ICs wie 8255, 6522, 6526 genau beschrieben und in Schaltungen eingebaut. Außerdem sind fertig entwickelte Applikationen wie Eprommer, A/D-Wandler, Temperatur- und Spannungsmessung dargestellt.

Martin Mirgel von S.C.O.U.T.

Spectrum und Schreibmaschine

Wie kann ich den Spectrum per Interface I mit der MatrixSchreibmaschine brother EP-20 verbinden?
Ist es eigentlich wahr, daß die RS 232C Schnittstelle nicht so 100 % arbeitet wie eine andere RS 232C? (Irgendwas mit unidirektional und bidirektional war da zu hören. . . )
Kann man ein Modem an den Spectrum anschließen, wenn man das Interface 1 besitzt oder ist die RS 232 C Schnittstelle des ZX-LPRINT-III besser? (Auch im Hinblick auf die Verbindung mit der brother-EP20!)
Könnt ihr mir Adressen nennen, die solche Arbeiten vornehmen?

Zum Interface I ist zunächst folgendes zu sagen: Beim Kauf sollten Sie darauf achten, daß Sie ein Interface mit einer Seriennummer größer als 87316 bekommen. Bei'diesem Interface funktioniert die RS 232 CSchnittstelle auch auf dem "t"Kanal einwandfrei. Weitere Probleme gibt es unter Umständen nur mit Akustikkopplern! Sämtliche derzeit für das Interface I erhältliche DFÜ-Software gleicht dies jedoch aus. Ansonsten arbeitet die RS 232 C-Schnittstelle des Interface I wie jede andere auch. Sie kann sowohl nur senden (unidirektional) als auch senden und empfangen (bidirektional). Allerdings hat sich bisher keine Standardform der RS 232 CSchnittstelle durchgesetzt. Die RS 232 C-Schnittstelle des ZX LPrint 111 ist für den Akustikkoppler-Betrieb nicht geeignet, da sie nur senden kann. (Dies auch im Hinblick auf die Verbindung mit der Brother EP 20). Auf Interfaces für Brother Thermoschreibmaschinen- und Printer hat sich die. Firma Görlitz Computerbau, Postfach 852, 5400 Koblenz, Tel.: 02 61 / 2044 spezialisiert.

Müller hard- und Software


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