GEMULATOR 95 - Tips & Tricks

Noch mehr Kompatibilität für den GEMULATOR 95 Wir geben Ihnen viele Hilfestellungen, wenn es darum geht, den Gemulator nicht zu installieren oder korrekt zu betreiben.

Wenn man den Gemulator 95 einmal wie einen neuen Atari-Computer betrachtet, wird man feststellen, dass sich die Umstände bei der Einführung der Geräte ähneln. Der Anwender muss sich ein wenig umstellen. Und sei es auch auf eine höhere Leistungsfähigkeit.

Beim TOS 1.4 war es auch eine Umstellung, beim Kopieren die Control Taste zu drücken, eigentlich umständlicher. Tatsächlich war das damit erzeugte "Verschieben" aber ganz wesentlich schneller und leistungsfähiger als das einfache Kopieren. So hatten auch die neuen ATARI-Rechner anfangs mit Kompatibilitätsproblemen der Software zu kämpfen. Hier ist der Gemulator 95 ganz offensichtlich im Vorteil. Der Gemulator 95 hat sich als sehr kompatibel erwiesen. Trotzdem bleiben noch Programme, die nicht so ohne weiteres bereit sind, auf einem PC zu arbeiten.

Die Unterschiede zwischen ATARI- und PC-Tastatur

Sie sind in einem Anwendungsprogramm und es wird die Eingabe eines umgekehrten Schrägstriches erwartet (in der Pfadvergabe umgeschachtelte Ordner unterscheidbar zu machen, z.B.: C:\CPX*.CPX). Aber, Sie finden den ,Rückwärtsschrägstrich' nicht, weil die unterschiedlichsten ATARI Programme die Tastaturbelegungen unterschiedlich handhaben? [ALT] 92 behebt dieses Problem. Halten Sie die Alternate Taste und tippen den zugehörigen ASCII Code "92" auf der Zehnertastatur und schon haben Sie das gerade nicht erreichbare Sonderzeichen auf dem Bildschirm. Einige Programme bieten eine alternative Druckerausgabe an (dies ist meist schneller). Da es hier eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt und GEMULATOR95 das original Betriebssystem unterstützt, sollten Sie besser den Normal Modus wählen. Meist wird er "GEM..., BIOS..." oder ähnlich bezeichnet. Sie haben dadurch kaum Nachteile; im Gegenteil: Der Druckjob wird vom Windows Betriebssystem übernommen und Sie können weiter arbeiten, während Ihr Drucker ausdruckt. Speicherprobleme DTP Anwender klagen fast immer über zu wenig Speicher. Ihnen können manchmal auch die 14 MB RAM zu wenig sein, die der Gemulator 95 unterstützt. Doch der Gemulator 95 arbeitet auch mit den Softwarevorausetzungen einiger Programme. Bei Produkten von Digital Art's und DMC gibt es die Möglichkeit, eine "virtuelle Speicherauslagerung" zu benutzen. Damit wird der Festplattenspeicher als RAM Speicher benutzt. Es ist jedoch normal, dass der Festplattenspeicher langsamer ist als ein Chip-RAM-Speicher. Zur Handhabung schauen Sie bitte in Ihr ATARI-Programmhandbuch. Aber Vorsicht: Einige Programmversionen wollen erst die gesamte Datei im Speicher haben, bevor Sie mit der Auslagerung beginnen. Testen Sie also erst mit einem Probedokument, ob Sie Dateien die größer sind, wieder einladen können. Sollte das nicht möglich sein, versuchen Sie seitenweise Abzuspeichern und nacheinander wieder einzuladen.

Probleme mit Calamus

Wenn Calamus bei speicherverbrauchenden Aktionen mal mit einer Fehlermeldung wegen angeblicher Unmöglichkeit reagieren sollte, aktivieren Sie den Menüpunkt "Statistik Caches löschen" und wiederholen den Befehl. Wenn Sie zwei Festplatten in Ihrem PC haben, sollten Sie die Calamus Auslagerungsdatei nicht auf die gleiche Festplatte legen, auf der sich die Windows Auslagerungsdatei befindet. Damit wird die Auslagerungsgeschwindigkeit wesentlich höher. Außerdem sollte sich die Windows Auslagerungsdatei nicht auf der gleichen Festplatte befinden, wie der Windows-Ordner. Diese Datei hat einen besseren Platz auf der anderen Festplatte. Wenn Windows Betriebssystemteile nachlädt, reicht häufig der RAM-Speicher nicht mehr aus. Also wird auf die Festplatte ausgelagert. Jetzt muss aber der Schreib/Lesekopf der Festplatte gleichzeitig Windows Dateien lesen und an anderer Stelle die Auslagerungsdatei schreiben. Dieser Konflikt kostet Zeit. Wenn sich die Auslagerungsdatei auf einer anderen Festplatte befindet, kann dieser Vorgang quasi parallel erfolgen. Um Verwechslungen vorzubeugen: Es muss sich hierbei um 2 verschiedene Festplatten handeln. Durch zwei verschiedene Partitionen auf einer Festplatte, kann dieser Vorteil nicht erreicht werden; im Gegenteil. Hier sollten sich Windows Ordner und Auslagerungsdatei möglichst auf einer Partition befinden, damit die Schreib/Leseköpfe möglichst kleine Strecken hin und her bewegt werden.

Auch in der kommenden Ausgabe werden wir wieder nützliche Tips für GEMULATOR-Anwender und Interessenten haben.
Redaktion


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